Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Erwischen TVC-Frauen Zug nach oben?

Wenn die Handballerinnen des TV Cloppenburg bei der Titelvergabe in der Landesliga noch ein Wörtchen mitreden wollen, müssen sie ihr Heimspiel gegen Vorwärts Nordhorn gewinnen.

Artikel teilen:
Volles Dutzend: Marina Hilker erzielte bei Friesoythes 30:22-Sieg im Nachholspiel gegen Ihrhove gleich zwölf Treffer.	Foto: Langosch

Volles Dutzend: Marina Hilker erzielte bei Friesoythes 30:22-Sieg im Nachholspiel gegen Ihrhove gleich zwölf Treffer. Foto: Langosch

Landesliga, Frauen

TV Cloppenburg – Vorwärts Nordhorn. Es ist gerade einmal fünf Wochen her, da schien der Zug zur Meisterschaft ohne den TVC abgefahren zu sein. Zu groß war der Abstand nach der 25:29-Heimniederlage gegen Mühlen. Im Februar hat sich die Lage aber deutlich verändert. Die Cloppenburgerinnen selbst waren zwar nur zweimal im Einsatz, feierten aber gegen den FC Schüttorf 09 (31:17) und bei der HSG Phoenix (32:17) zwei Kantersiege. Außerdem ließen die übrigen Spitzenteams Federn, so dass der Rückstand auf Platz eins sechs Spieltage vor Saison-
ende nur noch zwei Punkte beträgt.

Das erste Team aus dem Führungstrion kann die Mannschaft von Trainer Theo Niehaus am Samstag überholen. Nordhorn war in Neuenhaus/Uelsen nicht angetreten und verlor zuletzt gegen Itterbeck. Das kostete Vorwärts die Tabellenführung. Trotz dieser jüngsten Punktverluste betrachtet Niehaus den kommenden Gegner mit Respekt: „Nordhorn spielt einen guten Striemen und ist vor allem über die Außen stark.“ Beleg gefällig? Im Hinspiel steuerte Sabrina Kuite auf der rechten Seite nicht weniger als zwölf Tore zum 32:28-Sieg bei. „Kuite hat uns große Sorgen bereitet“, erinnert sich der TVC-Coach. „Aber wir haben aus dem Hinspiel etwas gutzumachen. Dafür müssen wir von Anfang an hellwach sein und über 60 Minuten Vollgas geben.“ Personell sieht es bei m TVC gut aus. Die Knieverletzung bei Franziska Germann hat sich als nicht gravierend herausgestellt. Allerdings laboriert Maria Kalvelage an Bandscheibenproblemen. Ihr Einsatz ist ausgeschlossen. „Das trifft uns. Maria ist eine absolute Führungsspielerin“, findet Niehaus. Immerhin ist dies aber der einzige Ausfall. Samstag, 16.45 Uhr

SV Höltinghausen – GW Mühlen. Als sei die Aufgabe gegen den Tabellenführer nicht schon schwer genug, plagen SVH-Trainerin Kerstin Wichmann arge Personalnöte. Mit Lena Walter Nase gebrochen), Christina Greten (Mittelhandfraktur), Marieke Schouten (Skiurlaub) sowie der verletzten Ann-Katrin Felstermann fehlt gleich ein Quartett. „Und es sind ja nicht die unwichtigsten Spielerinnen“, meint Wichmann. Die Übungsleiterin tüftelt nun an Aufstellung und Ausrichtung. Aus der zweiten Mannschaft hilft Kreisläuferin Janine Kommol aus, die aus 17 Spielen in der Regionsoberliga immerhin 63 Tore zu Buche stehen hat.

Auch, wenn die Situation fast schon aussichtslos erscheint, ist Aufgeben keine Option für die Höltinghauserinnen. „Klar, wir sind nur der Außenseiter. Mühlen mit seiner körperlich starken Mannschaft ist der Favorit. Aber natürlich haben wir auch eine Chance und wir müssen uns vor niemandem verstecken“, verbreitet Wichmann Optimismus. Ob das reicht, um dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen. Samstag, 18 Uhr

Landesklasse, Frauen

HSG Friesoythe – SC Ihrhove 07 30:22 (15:10). Die HSG hat einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Der Erfolg im Nachholspiel war die vierte Partie hintereinander ohne Niederlage. Mit 7:1 Punkten haben sich die Friesoytherinnen ins Mittelfeld abgesetzt. Nach verteiltem Beginn (8:8, 18.) gehörte ihnen die Schlussphase der ersten Halbzeit, bis zur Pause setzten sie sich auf 15:10 ab. Der Vorsprung schmolz zwar im zweiten Durchgang bedrohlich zusammen (19:18, 45.), aber der Verlauf ähnelte den ersten 30 Minuten. Nach hinten raus bekam die Mannschaft von Trainer Stefan Stratmann das Geschehen mehr und mehr in den Griff. Folgerichtig kam Friesoythe noch zu einem klaren Sieg. Bemerkenswert: Die HSG kassierte keine Zeitstrafe und nur eine einzige Gelbe Karte.

Friesoythe: Möller, Rastedt – Hilker (12/5), Kühn (5), Faust (3), Kruse (3), Bickschlag (2), Punke (2), Block (1), von der Heide (1), Lamping (1), Budde, Kleimann, Plate.

HSG Friesoythe – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Die kleine Erfolgsserie hat Fries-oythe im Abstiegskampf etwas Luft verschafft. Eine Fortführung wird indes schwer. Schließlich ist Grüppenbühren/Bookholzberg der Tabellenzweite (nach Miuspunkten Spitzenreiter), der von seinen bisherigen 13 Spielen nur zwei verloren hat. Gegen den stärksten Angriff und die beste Abwehr zu bestehen, ist für die Nordkreislerinnen eine echte Herausforderung. Sonntag, 15 Uhr

SG Friedrichsfehn/Petersfehn II – BV Garrel II. Nur ein Sieg aus den letzten fünf Spielen bringt die Garreler wieder in Schwierigkeiten. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur vier Punkte. Der personell gebeutelte BVG II muss also aufpassen, um nicht richtigin den Abstiegsstrudel zu geraten. Die gastgebende SG-Zweite tritt ohne Druck an. Weder nach oben noch nach unten geht für „FriPe“ noch etwas. Samstag, 17.30 Uhr

Landesklasse, Männer

HSG Friesoythe – SG Obenstrohe/Dangastermoor. Mit 17:15 Zählern auf dem Konto sind die Friesoyther aller Sorgen ledig. Gegen Obenstrohe/Dangastermoor bauen sie auf ihre Heimstärke. 11:3 Punkte aus sieben Partien sind eine starke Ausbeute. Die SG war erst fünfmal auswärts im Einsatz und ist dabei komplett leer ausgegangen. Allerdings hat sie sich zuletzt durch zwei Heimsiege Luft im Abstiegskampf verschafft. Samstag, 15 Uhr

BV Garrel – Elsflether TB II. Mit dem Abstieg haben sich die Garreler inzwischen angefreundet, eine Rettung scheint ausgeschlossen. Wenn es blöd läuft, steht die Rückkehr in die Regionsoberliga schon nach diesem Wochenende fest. Gegen den Tabellenzweiten, der noch Aufstiegschancen hat, ist ein eigener Sieg mehr als unwahrscheinlich. Wenn zudem Friedrichsfehn/Petersfehn bei Hatten-Sandkrug II gewinnt, ist der Abstieg unabwendbar. Samstag, 19.30 Uhr

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Erwischen TVC-Frauen Zug nach oben? - OM online