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Erst Wechsel-Ärger, jetzt ein Highlight-Spiel für SFN Vechta

Coach Kai Freese zieht beim Handball-Drittligisten vier Wochen vor dem Saisonstart ein Zwischenfazit. Am Freitagabend um 20.00 Uhr steht der Test gegen den Bundesligisten VfL Oldenburg an.

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SFN hält dicht: Eine Abwehrszene aus dem Test beim TV Oyten, den Vechta (grüne Trikots) mit 28:18 gewann. Foto: Müller

SFN hält dicht: Eine Abwehrszene aus dem Test beim TV Oyten, den Vechta (grüne Trikots) mit 28:18 gewann. Foto: Müller

Seit Anfang Juni stecken sie bereits in der Vorbereitung – und in einem Monat wird es für die Handballerinnen von SFN Vechta ernst: Der Drittligist startet am 4. September (Samstag, 17.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen in die neue Saison. Trainer Kai Freese berichtet vier Wochen vor dem ersten Punktspiel von der bisherigen Vorbereitung, den Neulingen sowie dem Wechsel-Ärger und blickt auf das Testspiel-Highlight gegen den Bundesligisten VfL Oldenburg am Freitag um 20.00 Uhr.

Die Vorbereitung
Kai Freese hält fest: „Mit der bisherigen Vorbereitung bin ich diesmal insgesamt nicht zufrieden.“ Das habe mehrere Gründe. Einer davon ist Corona: Wegen der hohen Inzidenz und den damit zusammenhängenden Regeln für die Ein- und Ausreise in die Niederlande musste SFN die Teilnahme an einem Turnier in Raalte am Sonntag absagen. Außerdem seien die Trainingseinheiten in Summe quantitativ nicht zufriedenstellend verlaufen. Einen Grund dafür schiebt Freese hinterher: „Ich bin nicht zufrieden damit, dass Urlaubspläne der Spielerinnen unsere Vorbereitung leider immer durchkreuzen. Das ist jetzt in den letzten zwei Wochen auch so gewesen.“ Außerdem seien zwischendurch weitere Spielerinnen ausgefallen, beispielsweise nach Impfungen.

Die Testspiele
Die Tatsache, dass Vechta die drei Testspiele beim Oberligisten GW Mühlen (43:21), bei Drittligist TV Oyten (28:18) und am Montag gegen den Oberligisten SC DJK Everswinkel (32:24) gewonnen hat, relativiert Kai Freese ein wenig. „Das haben wir im letzten Jahr auch. Da haben wir eine super Vorbereitung gespielt und haben dann bis zum Lockdown die Punktspiele in Recklinghausen und gegen Dortmund verloren. Deswegen lasse ich mich da auch nicht blenden von den Ergebnissen.“

Zweikampf inklusive Textiltest: Die Vechtaerin Jane Müller (links) gegen Oytens Lotta Heinrich. Foto: MüllerZweikampf inklusive Textiltest: Die Vechtaerin Jane Müller (links) gegen Oytens Lotta Heinrich. Foto: Müller

Das Team
„Wir haben leider einen kleinen Kader dieses Jahr“, sagt Kai Freese. Sehr zufrieden ist er hingegen mit der Struktur – das Durchschnittsalter betrage 22,5 Jahre. „Das ist sehr gut für die weitere Zukunft“, so Freeses Bewertung. Seit drei Wochen trainieren zwei Oberliga-Spielerinnen für die Positionen Rückraum rechts und Kreis mit. Eine Verpflichtung der jungen Zwillingsschwestern hängt davon ab, ob sie einen Studienplatz in Oldenburg bekommen.

Der Wechsel-Ärger
Dass der Kader so klein ist, liegt laut Kai Freese auch daran, dass es einen unerwarteten Abgang und eine zurückgezogene Zusage gab. Diese beiden Fälle erzürnen den Coach auch jetzt noch. Die erst im September 2020 mit viel Aufwand verpflichtete slowenische Rückraumspielerin Patricia Akalovic ist zum Zweitligisten Werder Bremen gewechselt. „Da gab es großen Wirbel. Ich bin ehrlich gesagt auch stinkesauer über die Art und Weise, wie sich die Spielerin mir, dem gesamten Verein und der Mannschaft gegenüber verhalten hat“, erklärt Freese und schlussfolgert: „Das war alles andere als sauber.“ Gleiches gelte beim Fall Pia Döpke, die ihrerseits von Bremen nach Vechta wechseln sollte und zugesagt hatte. Ihr Heimatverein TV Hannover-Badenstedt habe die als starken Neuzugang eingeplante Rückraumspielerin hinter dem Rücken abgeworben. Freese: „Das habe ich, ehrlich gesagt, in meiner Amtszeit hier auch noch nie erlebt.“ Hinter diesen Ärger wolle er nun einen Haken machen.

Die Neuen
Mit den Neuzugängen zeigt sich der SFN-Trainer hochzufrieden. Linksaußen Leonie Schreiber, die von Werder Bremen II kam, mache „einen super Eindruck. Sie passt auch menschlich perfekt rein“. Rechtsaußen Malin Pods, die aus dem Bremer Zweitliga-Kader zum Drittligisten wechselte, hat sich verletzt und fällt für die gesamte Vorbereitung aus. Auch sie sei „eine super Verstärkung für uns“. Freese hofft, dass sie zum Saisonstart wieder einsteigen kann. Die neue polnische Torfrau Aleksandra Sach (vorher 1. Liga Polen) müsse sich aktuell noch ein wenig einleben, was nach einem Umzug in ein anderes Land inklusive neuem Job nur verständlich ist. Dafür bekomme sie auch genügend Zeit. Kai Freese stellt aber bereits fest: „Sie hat hier menschlich und sportlich schon überzeugt.“ In Maylin Aumann wurde außerdem eine „Perspektivspielerin“ (Freese) für Linksaußen geholt. Sie hat beim Test in Oyten bereits einmal getroffen und soll künftig auch in der Reserve Spielpraxis sammeln.

Das Highlight
Am Freitagabend ist der Bundesligist VfL Oldenburg in der Halle West in Vechta zu Gast; das Spiel beginnt um 20.00 Uhr. „Wir lassen 100 Zuschauer zu“, berichtet Kai Freese. Es gelten strenge Hygienemaßnahmen, daher werden auch nur Geimpfte, Genesene und Getestete in die Halle gelassen. Der Verkauf läuft über ein Online-System auf sfn-vechta.de/handball. Die entsprechenden Nachweise müssen dann beim Einlass, bei dem Maskenpflicht herrscht, vorgelegt werden. Sportlich gilt: Oldenburg steckt genau wie SFN Vechta mitten in der Vorbereitung. Am 5. September (Sonntag) startet der Erstligist daheim gegen den Buxtehuder SV in die neue Saison. Die vergangene Spielzeit schloss der VfL auf Rang sieben ab.

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