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Er setzt sich für den BWL ein

"Mensch der Woche": Torsten Jehle ist der Geschäftsführer von TuS BW Lohne. Im Porträt spricht der 49-Jährige auch über seine Arbeit in Zeiten der Corona-Krise.

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Ein Zeichen der Freundschaft: Torsten Jehle präsentiert einen aktuellen Wimpel von Blau-Weiß Lohne. Foto: Klöker

Ein Zeichen der Freundschaft: Torsten Jehle präsentiert einen aktuellen Wimpel von Blau-Weiß Lohne. Foto: Klöker

Torsten Jehle, den wir heute in der Serie „Mensch der Woche“ porträtieren, arbeitet als Geschäftsführer beim etwa 4000 Mitglieder starken Sportverein TuS Blau-Weiß Lohne. Und das macht ihm viel Freude. Er sagt: „Die Abwechslung und die Vielfalt sind total reizvoll. Ferner spielt der Kontakt mit Menschen eine große Rolle, denn ich bin gerne mit Menschen zusammen. Kein Tag gleicht dem anderen, man erlebt immer etwas Neues und lernt nie aus.“

Der 49-jährige Familienvater stammt aus Heidelberg

Torsten Jehle ist 49 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder (9, 11). Er stammt aus Heidelberg und lernte seine Frau – eine Lohnerin – während ihres Studiums dort kennen. In seiner Heimat arbeitete er einige Jahre als Physiotherapeut und zog 2004 mit seiner jetzigen Frau nach Düsseldorf um. Dort arbeitete er für Novotergum – ein physiotherapeutisches Unternehmen mit zahlreichen Niederlassungen – zunächst als Physiotherapeut und wechselte dann in den kaufmännischen Bereich, wo er als fachliche Leitung und Niederlassungsleitung tätig war.

2007 erfolgten der Umzug nach Lohne sowie die Hochzeit und Torsten Jehle übernahm die Leitung der Niederlassungen Bad Oeynhausen und Lübbecke.

2014 übernahm Jehle die Geschäftsführung von BW Lohne

Nach erfolgter Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt bewarb Torsten Jehle sich mit Erfolg auf die ausgeschriebene und neu geschaffene Stelle des Geschäftsführers bei BW Lohne (BWL), die er seit 2014 inne hat – zunächst mit einer halben Stelle, mittlerweile mit 30 Wochenstunden. Bei flexiblen Arbeitszeiten auch abends und am Wochenende kümmert Torsten Jehle sich um äußerst vielfältige Aufgaben. Dazu zählen unter anderem Controlling, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation mit Behörden, Digitalisierung der Vereinsverwaltung, die Organisation der selbstständig arbeitenden Abteilungen, die Organisation des Gesundheitssports, die Planung von Kursen und das Bedienen der sozialen Medien.

Auch der Kontakt zum Platzwart und zu Handwerkern bei notwendigen Reparaturen gehören dazu. Viele Projekte wie die Digitalisierung zielen darauf ab, den Verein gut für die Zukunft aufzustellen. „Wir haben ein junges Präsidium und versuchen am Puls der Zeit zu sein.“ In dieser Hinsicht hat der Verein unlängst sein Image erneuert und das Logo geändert.

Aha-Effekt im Heinz-Dettmer-Stadion durch neue Sitzschalen

Jetzt während der Corona-Zeit blieb und bleibt Zeit, Dinge aufzuarbeiten, die liegen geblieben sind. Dabei ging es unter anderem um die Vereinsverwaltung und Digitalisierung. „Zudem haben wir uns die Liegenschaften angeschaut und zum Beispiel das Heinz-Dettmer-Stadion durch das Säen von Rasen oder neue Sitzschalen etwas aufgehübscht, damit sich ein Aha-Effekt einstellt, wenn der Betrieb wieder anläuft.“ Zudem befasste Torsten Jehle sich mit Online-Angeboten im Gesundheitssport. „Insgesamt habe ich aber das Gefühl, dass viele Mitglieder sich individuell sehr gut beschäftigt haben.“

Welche Sportanlagen sind ab wann wieder geöffnet? Welche Angebote können wann wieder anlaufen? Unter welchen Auflagen und Bedingungen? Mit diesen und anderen Fragen befasst Torsten Jehle sich derzeit und arbeitet daran, einen Belegungsplan für die zur Verfügung stehenden Flächen zu erstellen. „Es gibt viele Wünsche, aber auch viele Fragezeichen. Die Leute brennen aber darauf, wieder loszulegen.“

Vielseitig für BWL engagiert: Geschäftsführer Torsten Jehle.  Archivfoto: ScholzVielseitig für BWL engagiert: Geschäftsführer Torsten Jehle.  Archivfoto: Scholz

Als Torsten Jehle nach Lohne zog, begann er sofort das Basketballspielen bei BWL. Noch heute ist er in der 2. Herren aktiv. Auch als Jugendtrainer im Fußball engagierte sich der Geschäftsführer bereits. Vereine haben für ihn einen sehr hohen Stellenwert. „Sie führen Menschen zusammen und haben Angebote für die ganze Gesellschaft.“

Einheit mit Vielfältigkeit: Das ist ein Motto bei BWL. „Wenn man sieht, wie sehr die Menschen sich für den Verein engagieren und was er ihnen bedeutet, gibt das Kraft und erzeugt Demut. Es ist toll, dass ich für den Verein arbeiten darf und Verantwortung habe, mit dafür zu sorgen, dass es auch so bleibt. Ein wichtiger Baustein ist auch die Unterstützung durch die Stadt.“
Schon seit Kindertagen ist der 49-Jährige vom Sport fasziniert und spielte Fußball, Basketball und Eishockey sowie war in der Leichtathletik aktiv. „Wenn die Zeit es erlauben würde, würde ich auch heute noch alles machen.“

Spaß am Kochen und Leidenschaft für die Musik

Was fasziniert Torsten Jehle am Sport? „Ich habe immer die Möglichkeit, mich zu verbessern. Zudem kann ich mich auspowern, was eine Zufriedenheit erzeugt. Und es sind die Gemeinschaft und die sozialen Kontakte. Diesen fehlen mir derzeit sehr. Viele Menschen Treiben einerseits natürlich Sport, um fit zu bleiben. Andererseits spielt aber auch eine große Rolle, Gemeinschaft zu erleben.“
Torsten Jehle kocht gerne und ist leidenschaftlicher Musiker. „Als Kind habe ich Gitarre gelernt und später Posaune im Orchester sowie Schlagzeug in einer Band gespielt. Aktuell komme ich nicht mehr zum Musizieren. Aber die Instrument sind alle noch zu Hause, vielleicht machen die Kinder ja eines Tages etwas damit“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

"Die Lebensqualität ist in Lohne sehr hoch – vor allem für Kinder."Torsten Jehle, Geschäftsführer BW Lohne


In der Stadt Lohne fühlt Torsten Jehle sich wohl: „Die Lebensqualität ist sehr hoch – vor allem für Kinder, die hier sehr behütet aufwachsen. Die Lage ist ruhig, die Natur nah. In den vergangenen Wochen habe ich verstärkt die Region mit der Familie per Fahrrad erkundet und viele Ecken kennengelernt, die wunderschön sind und ich noch nicht kannte.“ Und: „Die Gemeinschaft ist groß, man kennt sich untereinander.“

Torsten Jehle bezeichnet sich selbst als „sehr ausgeglichen. Im Sport bin ich sehr ehrgeizig, auch wenn sich das auf ein gesundes Maß reduziert hat. Und ich bin kommunikativ sowie manchmal vielleicht ein klein wenig chaotisch. Bei mir ist nicht alles extrem strukturiert.“
Mit seinem Leben ist Torsten Jehle sehr zufrieden: „Ich bin in einer komfortablen Situation, habe eine tolle Familie und einen inneren Frieden.“ Er würde gerne nochmal mit seinen früheren Musikerkollegen auf der Bühne stehen und freut sich darauf, seine Kinder weiter aufwachsen zu sehen und viel Freizeit mit der Familie zu verbringen.

Und er freut sich auf viele weitere Jahre bei BWL. Denn: „Wir wollen den Verein weiter entwickeln und den Menschen noch lange gute Angebote vorhalten.“

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