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Engelmann: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht alles verspielen“

Nach dem Aus im DFB-Pokal mit RW Essen nimmt der Torjäger aus Visbek den Drittliga-Aufstieg ins Visier – und das ist kein leichtes Unterfangen.

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Aus im Viertelfinale: Simon Engelmann (rechts) und Marcel Platzek. Foto: dpa / Meissner

Aus im Viertelfinale: Simon Engelmann (rechts) und Marcel Platzek. Foto: dpa / Meissner

Am Morgen nach dem Aus im DFB-Pokal war eine gewisse Niedergeschlagenheit nicht zu überhören. Simon Engelmann, Torjäger in Diensten des Fußball-Regionalligisten RW Essen, hatte am 0:3 (0:2) im Viertelfinale gegen Holstein Kiel zu knabbern. „Es ist sehr enttäuschend und auch bitter“, sagte der Visbeker: „Die Chance, ins Halbfinale des DFB-Pokals zu kommen, werden nicht viele von uns noch mal bekommen.“

Essens Weg ins Viertelfinale war eine wundersame Reise mit bundesweiten Schlagzeilen – eine typische Cinderella-Story made by DFB-Pokal. In der ersten Runde wurde Arminia Bielefeld besiegt (1:0), dann Fortuna Düsseldorf (3:2) und im Achtelfinale sogar Bayer Leverkusen (2:1 nach Verlängerung). Engelmann traf in allen drei Partien – eine Serie, die am Mittwoch endete. „Kiel war nicht so viel besser, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, erklärte der Goalgetter.

Der Ärger über die Elfmeter-Entscheidung vor dem 0:1, die RWE-Boss Marcus Uhlig als „riesigen Skandal“ bezeichnete, war auch beim 31-Jährigen noch längst nicht verraucht. „Und dass wir nur zwei Minuten später gleich das 0:2 kassieren, war schon ein Schlag“, so Engelmann, der aber auch ein Lob für die Kieler parat hatte: „Sie waren auf alles gut eingestellt und haben es clever runtergespielt.“

Im März stehen vier Spiele gegen Top-6-Teams an

Dass Essen im Februar drei Spielausfälle zu verzeichnen hatte, ließ Engelmann nicht als Ausrede für das 0:3 gelten: „Natürlich ist es immer besser, im Rhythmus zu sein. Eine längere Pause tut nicht gut. Aber daran hat es am Ende wirklich nicht gelegen.“

Für die Essener, die mit aller Macht in die 3. Liga aufsteigen wollen, war es die zweite Enttäuschung binnen sechs Tagen. Am Freitag hatte RWE mit dem 0:3 bei Fortuna Düsseldorf II die erste Niederlage in der Regionalliga West kassiert – nach zuvor 16 Siegen und sechs Remis. Dazu Engelmann: „Uns war ja klar, dass es uns irgendwann mal erwischen wird. Jetzt haben wir zweimal in Folge verloren. Das ist ärgerlich. Wir müssen uns jetzt kräftig schütteln und dann am Sonntag wieder Gas geben.“

Engelmann, in der Liga 20-facher Torschütze, fordert die volle Konzentration auf den Traum vom Aufstieg in die 3. Liga. „Wir müssen echt aufpassen, dass wir nicht alles verspielen“, sagt der Stürmer mit Blick auf den „vollgepackten März“. Nach dem Patzer in Düsseldorf liegt Essen als Tabellenzweiter weiter drei Punkte hinter Spitzenreiter Borussia Dortmund II, hat jetzt aber nur noch ein Spiel in der Hinterhand – und das schlechtere Torverhältnis (+33 gegenüber +46 beim BVB II). „Jetzt kommt die heiße Phase“, so Engelmann. Am Sonntag geht es gegen Fortuna Köln (4.), es ist das erste von sechs Liga-Spielen im März. Weitere Gegner sind unter anderem Preußen Münster (3.), Spitzenreiter Dortmund II und Lokalrivale RW Oberhausen (6.).

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