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Endlich darf wieder gegrätscht werden

Wie alle anderen Amateursportler freuen sich auch die Fußballer über die Lockerungen der Corona-Regeln. Beim BV Bühren steht am Dienstag erstmals nach langer Zeit wieder ein Trainingsspiel an.

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Mehr Wettkampfcharakter: Die Kicker des BV Bühren (rote Trikots)  und BV Essen II können - zumindest im Training - wieder Zweikämpfe bestreiten. Archivfoto: Langosch

Mehr Wettkampfcharakter: Die Kicker des BV Bühren (rote Trikots)  und BV Essen II können - zumindest im Training - wieder Zweikämpfe bestreiten. Archivfoto: Langosch

Auch den Amateursportlern im Kreis Cloppenburg werden etliche Steine vom Herzen gefallen sein: Seit Montag dürfen Fußballer endlich wieder grätschen, Handballer am Kreis zupacken und Volleyballer am Netz Schmetterschläge blocken. Denn in ganz Niedersachsen sind am Montag weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln in Kraft getreten. In den Mannschaftssportarten sind – genauso wie in sämtlichen Kontaktsportarten – feste Gruppen mit bis zu 30 Aktiven erlaubt. OM online hat sich bei Teams aus der Region umgehört und gefragt, ob und wie sie die neuen Freiheiten nutzen.

Fußball

Die Kicker des Kreisligisten BV Bühren können den Dienstagabend kaum erwarten. Nach rund vier Monaten werden sie endlich mal wieder ein stinknormales Trainingsspiel absolvieren dürfen. „Die Jungs sind heiß wie Frittenfett“, sagt Trainer Christian Smitz, „mit etwas anderem brauche ich ihnen gar nicht zu kommen.“ Beim Duell acht gegen acht, oder zehn gegen zehn wird es also sicher hoch hergehen, nachdem in den vergangenen Wochen nur Technik- und Spaßübungen auf dem Programm gestanden hatten.

Weil sich die Bührener so über die Lockerungen freuen, kann es gut sein, dass die Sommerpause beim BVB diesmal komplett entfällt. „In den Urlaub fährt ohnehin kaum jemand, also wollen alle auf den Platz“, sagt Smitz.

Volker Kliefoth. Foto: WulfersVolker Kliefoth. Foto: Wulfers

Bis beim Bezirksligisten TuS Emstekerfeld Ende Juli der neue Übungsleiter Leo Baal das Kommando übernimmt, hat noch der scheidende Coach Volker Kliefoth das Sagen. Drei Übungseinheiten haben er und sein Trainerkollege Salih Darilmaz bis dahin angesetzt. „Alle fiebern natürlich vor allem den beliebten Abschlussspielen entgegen“, sagt Kliefoth. Auch wenn das TuS-Urgestein bald nicht mehr hautnah dabei sein wird, wünscht er seinem Team, dass es so bald wie möglich losgeht. „Wenn erst einmal Testspiele erlaubt sind, könnte zeitnah der reguläre Spielbetrieb wieder aufgenommen werden.“

Handball

Nach mehr als einem Monat Vorbereitungszeit sind  die Frauen des TV Cloppenburg bereit, wieder „richtig“ zur Sache gehen zu dürfen. Anna Anuszewska, die neue Trainerin des Landesligisten, versteht zwar die Vorfreude, bleibt aber trotz der neuen laxeren Vorgaben vorsichtig: „Wir warten noch eine Woche ab, bevor wir wieder mit vollem Körperkontakt trainieren. Wir haben Anfang Juni wieder angefangen und bislang viel für Stabilität, Kraft und Bewegung getan. Handballtypische Dinge haben wir ohne Körperkontakt und unter Einhaltung der Bestimmungen absolviert. Wurftraining beispielsweise ging ganz gut.“

"Einerseits brennen sie darauf, wieder loszulegen, andererseits aber bleiben wir vorsichtig."Anna Anuszewska

Gleichwohl meidet die TVC-Trainerin Risiken, weiß aber um die Ungeduld der Spielerinnen: „Einerseits brennen sie darauf, wieder loszulegen, andererseits aber bleiben wir vorsichtig. Und eine Woche mehr halten wir dann auch noch aus. Vor allem aber hoffen wir, dass die Saison Mitte/Ende September auch wirklich wieder startet.“

Volleyball

Auch die Verbandsliga-Frauen des SV Cappeln freuen sich über die neu gewonnenen Freiheiten. „Wir können jetzt wieder intensiver trainieren“, meint Trainer Ludger Ostermann, der seine Spielerinnen seit einem Monat zweimal wöchentlich zu den Einheiten bittet. „Bislang haben wir vor allem Angriffe aus dem Hinterfeld und dann ohne Block trainieren können. Dafür haben wir dann das Netz höher gespannt. Mit den Lockerungen können wir wieder wettkampfgerecht arbeiten.“

Bis zum Saisonstart haben die SVC-Frauen indes noch etwas Zeit. Erst am 3. Oktober greifen sie bei den Weserbergland Volleys ins Geschehen ein.

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