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Emma Moorkamp: Mittendrin statt nur dabei

Die Schülerin hat sich beim Volleyball-Zweitligisten VfL Oythe als jüngste Stammkraft durchgesetzt. Das Heimspiel gegen Eimsbüttel findet derweil als Geisterspiel statt.

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Beim VfL angekommen: Emma Moorkamp (rechts). Foto: Schikora

Beim VfL angekommen: Emma Moorkamp (rechts). Foto: Schikora

Die Zweitliga-Volleyballerinnen vom VfL Oythe befinden sich derzeit in Bestform: Drei Siege in Folge, 9:0 Sätze. Emma Moorkamp, 18 Jahre alt, war mittendrin statt nur dabei. Die Schülerin hat sich durchgesetzt, ist Stammkraft und darf sich auch gegen den Eimsbütteler TV (Samstag, 17.00 Uhr) berechtigte Hoffnungen auf viel Einsatzzeit machen.

Dreimal die Woche Volleyball-Training, zweimal ins Fitnessstudio, am Wochenende ein Spiel, manchmal zwei: „Man steckt viel zurück. Aber ich habe mich für den Leistungssport entschieden“, sagt Emma Moorkamp. Die Libera geht auf das Lohner Gymnasium, Abschlussklasse.

Vor-Abiturprüfungen hier, Auswärtsspiele nach Essen oder Sorpesee da. „Es bedarf eines guten Zeitmanagements“, sagt Emma Moorkamp – und attestiert es sich selbst. Wenn es sein muss, wird auch mal auf der Rückbank im Bus mit den Mitspielerinnen Jule Lehmann und Mila Engelmann gelernt. Sie alle sind im Jahrgang 2003 und gehen aufs Lohner Gymnasium.

2018/2019 feierte sie ihr Zweitliga-Debüt

In der Schule startet der Schlussspurt, in der Halle geht's für Emma Moorkamp erst jetzt so richtig los. 2016 wechselte sie von BW Lohne nach Oythe, 2018/2019 gab sie ihr Debüt im Zweitliga-Team. Vergangene Saison pendelte sie zwischen erster und zweiter Mannschaft – und jetzt ist sie die mit Abstand jüngste Stammspielerin im Team von Trainer Zoran Nikolic. „Die älteren Spielerinnen geben mir Sicherheit durch ihre Erfahrung“, sagt Emma Moorkamp.

Annehmen, abwehren, zuspielen – das sind ihre Aufgaben als Libera. „Ich bin froh, dass es diese Position gibt“, schmunzelt sie. Für alle anderen Positionen wäre sie mit ihren 1,69 m wahrscheinlich zu klein gewesen. Aber als Libera fühlt sie sich wohl – jedoch ist sie mit ihren Leistungen noch nicht zufrieden. „Ich muss noch konstanter werden“, sagt Emma Moorkamp.

Ein Sonderlob vom Trainer

Ein Sonderlob für die Auftritte in den vergangenen Spielen gab's derweil von Zoran Nikolic. Der Serbe attestierte ihr eine deutliche Leistungssteigerung. „Sie hat sehr ruhig gespielt und wird immer sicherer.“ Zuvor sei sie teilweise zu hektisch gewesen. „Manchmal braucht sie eine Handbremse“, schmunzelt der Coach: „Sie ist eine sehr ehrgeizige Spielerin.“

Eine deutliche Leistungssteigerung hat aber generell die gesamte Mannschaft hingelegt. Oythe rangiert derzeit auf Rang sechs. Abstiegskampf ist das schon lange nicht mehr.

Starke Mitte ein Faktor für den Erfolg

Der Hauptfaktor ist für Emma Moorkamp die Moral. Zu oft sei das Team in der Vergangenheit bei Schwächephasen nicht mehr zurück ins Spiel gekommen. „Jetzt überwinden wir Tiefs sehr gut“, meint sie. Zudem sei die starke Mitte um Sandra Hövels, Frederique Nicole, Luisa Fabek sowie alle anderen Mannschaftsteile ein Faktor für den Erfolg.

Gegen Eimsbüttel sollen die nächsten Punkte eingefahren werden.

"Das wird nicht leicht. Die spielen frech, die spielen mit Köpfchen. Wir müssen ein starkes Spiel machen." Emma Moorkamp.

Personell stehen Trainer Zoran Nikolic alle Spielerinnen zur Verfügung. Die Partie findet als Geisterspiel ohne Zuschauer statt, teilte Volleyballobmann Matthias Schumacher mit.

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