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Eingespieltes Team hofft auf Reitertage 2021

Die Vorbereitungen für das fünftägige Turnier des RuF Cloppenburg laufen trotz der Corona-Pandemie auf Hochtouren. Eine endgültige Entscheidung wird Mitte Mai fallen.

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Beliebtes Ritual: Für die Weser-Ems-Meister ist nach der Siegerehrung die Konfrontation mit dem nassen Element angesagt. Der RuF Cloppenburg hofft auf ein ähnliches Szenario Ende Juni. Foto: Archiv Wenck

Beliebtes Ritual: Für die Weser-Ems-Meister ist nach der Siegerehrung die Konfrontation mit dem nassen Element angesagt. Der RuF Cloppenburg hofft auf ein ähnliches Szenario Ende Juni. Foto: Archiv Wenck

Gibt es nach dem Ausfall 2020 in diesem Jahr eine Austragung der Cloppenburger Reitertage? Zumindest eine vage Hoffnung keimt auf bei den Verantwortlichen des Cloppenburger Reit- und Fahrvereins (RuF).

Rückblick: Als einziger der 27 Teilnehmer des Abschlussspringens sicherte sich der Falkenberger Vincent Elbers mit einem fehlerfreien Ritt den Sieg im Großen Preis 2019. Die Weser-Ems-Titel gewannen Matthias Janßen (RFV Holdorf) bei den Springreitern und Lukas Fischer (RURV Rastede) in der Dressur.

Nur zu gern würde das eingespielte Team um den Vorsitzenden Dr. Matthias Wenck Ende Juni wieder Sportler und Zuschauer auf der schmucken Anlage in den Bührener Tannen begrüßen. „Eine endgültige Entscheidung wird Mitte Mai fallen. Die Dynamik der Pandemie ist ja langfristig nicht vorhersehbar. Zurzeit dürfen hier noch keine Amateursportveranstaltungen stattfinden. Dazu stehen wir mit dem Pferdesportverband Weser-Ems (PSVWE) und dem Ordnungsamt im engen Austausch“, so der 1. Vorsitzende.

Hoch zu Ross: RuF-Vorsitzender Dr. Matthias Wenck. Foto: Archiv WenckHoch zu Ross: RuF-Vorsitzender Dr. Matthias Wenck. Foto: Archiv Wenck

Eine Durchführung wie 2019 mit etlichen Zuschauern scheint nach derzeitigem Stand illusorisch, doch Sabine Wenck, Pressewartin des Reit- und Fahrvereins, ist durchaus optimistisch. „Ob, wie und in welchem Rahmen die Veranstaltung stattfinden kann, steht derzeit noch in den Sternen. Die Prüfungen sind allesamt ausgeschrieben. Wenn wir das endgültige Okay bekommen, kriegen wir es organisatorisch auch hin. Die Reitertage dürfen nicht erneut ausfallen. Auch ohne Zuschauer würden wir die Veranstaltung durchziehen.“

Auch wenn die Corona-Krise den Verein hart getroffen hat, Tatenlosigkeit oder gar Stillstand war in den Bührener Tannen ganz und gar nicht angesagt. Reitlehrerin Marina Witte gab Einblicke in die Probleme: „Wir können ja nicht wie in anderen Vereinen den Schlüssel umdrehen und wiederkommen wenn die Pandemie vorbei ist. Unsere Pferde wollen bewegt werden, brauchen Futter und eine saubere Box. Die Kosten laufen weiter, auch wenn kein Unterricht stattfindet.“

Vor allem die ersten Monate der Pandemie stellten eine besondere Herausforderung dar. Es mussten Zeiten vergeben werden, in denen das eigene Pferd bewegt und besucht werden durfte. Für Berufstätige war dies nicht immer einfach. Schnell war auch ein Hygienekonzept erstellt. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung stellte Infomaterial zur Verfügung. Dieses musste dann in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt/Ordnungsamt umgesetzt werden. Der Abstand musste auch auf dem Pferd eingehalten werden. Bedeutet: Es durften nur vier Reiter pro Reitplatz das Pferd bewegen.

Nur vier Reiter pro Reitplatz durften das Pferd bewegen.

Im Laufe des vergangenen Sommers kam es dann zu diversen Lockerungen. Im August und Oktober konnte der Verein zwei kleinere Turniere veranstalten. Die Zuschauerzahl war auf 50 Besucher begrenzt. So konnten die Amateurreiter ihren Pferden Wettkampfbedingungen bieten. Vor dem großen Lockdown im November war es noch möglich, eine Weiterbildung für Trainer in Zusammenarbeit mit der FN zu veranstalten. 30 Trainer aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an einem Seminar zur modernen Springausbildung unter der Leitung von Lars Meyer zu Brexen teil.

Der Winter brachte dann weitere Verschärfungen im Reitbetrieb. Reiten war nur noch zu zweit in der Bahn, Unterricht nur noch als Einzelunterricht möglich. Besonders hart traf es die Voltigierer. Diesen ist es nicht möglich, ihren Sport auszuüben, da die Kontaktbeschränkungen nicht eingehalten werden können. So entstand die Idee, die Kinder und Jugendlichen über ein Online Seminar fit zu halten.

Bleibt zu hoffen, dass die notwendigen Beschränkungen bald ein Ende haben und ein erstes sportliches Großereignis im Kreis Cloppenburg stattfinden kann. Fünf Tage Pferdesport in den Bührener Tannen: Zu wünschen wäre es der rührigen Truppe des RuF allemal...

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