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Eine Unachtsamkeit kostet einen Punkt

Die Landesliga-Fußballer des VfL Oythe haben mit dem 0:1 beim Tabellenführer SC Melle ihre dritte Niederlage in Folge kassiert. Sie mussten über 50 Minuten in Unterzahl spielen.

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Er trieb wie immer an: Oythes Kapitän Stephan Stukenborg (links). Foto: Schikora

Er trieb wie immer an: Oythes Kapitän Stephan Stukenborg (links). Foto: Schikora

Der Einsatz stimmte, sie gingen bei der Defensivarbeit bis an ihre Grenzen, aber der Lohn blieb aus: Die Fußballer des VfL Oythe haben am Freitagabend in der Landesliga mit dem 0:1 (0:0) beim Tabellenführer SC Melle ihre dritte Niederlage in Serie kassiert und bleiben damit Vorletzter in der Staffel 2. Nach den schwachen Leistungen gegen Voxtrup (1:4) und in Holthausen/Biene (1:5) zeigte Oythe diesmal eine kämpferisch tadellose Leistung, die unterm Strich aber nicht reichte, um Melles furiose Heimserie zu beenden. Der Oberliga-Kandidat feierte saisonübergreifend den zwölften Heimsieg in Folge, die letzte Niederlage daheim gab es am 17. November 2019 (0:3 gegen Firrel).

Oythe war von so einem Paukenschlag relativ weit entfernt – weil man über 50 Minuten in Unterzahl spielte und auch deshalb im Spiel nach vorne kaum Gefahr ausstrahlte. Oythes Trainer Raphael Dornieden sagte danach: „Läuferisch und kämpferisch war es eine sehr gute Reaktion auf die letzten Spiele. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, die zweite Halbzeit war stark.“ Und er ergänzte: „Wenn wir immer so auftreten, dann holen wir auch unsere Punkte.“ Die nächsten Gegner heißen Mühlen, Steinfeld und Union Lohne – drei Big-Point-Spiele in Serie.

Im Vergleich zum jüngsten 1:5 in Holthausen und aufgrund der Verletzungen von Markus Lübberding (Muskelfaserriss), Lukas Büssing (Leiste) und Nico Emich (Sprunggelenk/nur Joker) wurden beim VfL gleich sechs Positionen in der Startelf neu besetzt. Eine Rotation, die Oythe zunächst gut meisterte. Sehr viel Laufarbeit war nötig, um dem spielstarken Spitzenreiter keine Durchbrüche zu erlauben. Eigene Offensivakzente waren zwar Mangelware, aber im Gegensatz zu den ersten Halbzeiten in den letzten drei Spielen (0:2, 0:3, 1:4) hielt sich Oythe diesmal vor der Pause zumindest hinten schadlos.

Dornieden ärgert sich: "Rote Karte war ein Witz"

Ein Ärgernis gab's aber: Niclas van Geenberghe sah für ein hartes Einsteigen an der Mittellinie die Rote Karte (39.). Pech für den Dänen: In der Landesliga gibt's keinen „Kölner Keller“. Das Livestream-Video zeigt, dass der Ball gespielt wurde, eine harte Attacke war's dennoch. „Die Rote Karte war ein Witz. Er spielt den Ball, trifft dann den Gegner. Wenn überhaupt, dann Gelb“, so Dornieden, der kurz danach auch die Gelb-Rote Karte sah.

Oythe musste Melles Druck fortan in Unterzahl aushalten – und machte das richtig gut. Mit einer Ausnahme: Eine Unachtsamkeit in der Defensive kostete Oythe einen Punkt. Nach einer Standardsituation (Freistoß von halblinks) war Damian Hülsmann völlig frei und drückte den Ball aus fünf Metern über die Linie (69.). „Es ist ärgerlich und bitter, so in Unterzahl zu verlieren“, sagte Dornieden.

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