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Eine Überraschung im Derby und eine 6:0-Serie

Außenseiter SFN Vechta setzt sich im Bezirkspokal-Stadtduell beim VfL Oythe im Elfmeterschießen durch. GW Mühlen sorgt derweil schneller für Klarheit.

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Duell unter Beobachtung: Vechtas Flemming Sager (links) gegen Oythes Jakob Kühn. Foto: Schikora

Duell unter Beobachtung: Vechtas Flemming Sager (links) gegen Oythes Jakob Kühn. Foto: Schikora

Überraschung am Oyther Berg: Fußball-Bezirksligist SFN Vechta hat in der dritten Runde des Bezirkspokals das Stadtderby beim Landesligisten VfL Oythe gewonnen. SFN, das aufgrund der aktuellen Platznot am Bergkeller das Heimrecht an den Nachbarn abgeben musste, setzte sich am Mittwochabend auf dem Oyther Kunstrasenplatz mit 4:3 im Elfmeterschießen durch; nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 (0:0) gestanden.

Vechtas Coach David Riesner freute sich über einen „verdienten Sieg“ und sagte: „Wir haben es richtig gut gemacht.“ Er ärgerte sich jedoch „ein bisschen“, dass seine Mannschaft nach einer 2:0-Führung noch ins Elfmeterschießen musste. Quendrim Krasniqi (46.) und Leo Kamke (65.) hatten für SFN getroffen – und das mit zwei herrlichen Distanzschüssen, die beide genau im Winkel einschlugen. „Zwei tolle Tore“, so Riesner. Auch Oythes Coach Daniel Roth hielt fest: „Viel besser kann man nicht treffen.“

Roth, der exakt die gleiche Startelf aufbot wie drei Tage zuvor beim Liga-Derby gegen Steinfeld, haderte nach dem Spiel vor allem mit der ersten Halbzeit: „Wir waren zu hektisch und nicht zielstrebig genug.“ Auf die zwei Gegentore habe sein Team dagegen gut reagiert. „Die zweite Halbzeit war besser.“ Niklas Ellmann sorgte mit einem Doppelpack binnen zwei Minuten für den Ausgleich (78./ 79.). Die beiden schnellen Gegentreffer gaben Riesner derweil Rätsel auf. „Wir haben bis zur 78. Minute keine Chance zugelassen, wir hatten das Spiel komplett im Griff. Und dann waren wir kurz nicht auf der Höhe“, sagte er und sprach von einem „Blackout“. Er deutete an, dass das verletzungsbedingte Ausscheiden von Außenverteidiger Dominik Soremba eine gewisse Unordnung ausgelöst habe. Soremba droht ein längerer Ausfall. „Das Weiterkommen ist teuer bezahlt“, ärgerte sich Riesner.

Im Elfmeterschießen trafen Felix Stukenborg, Krasniqi, Florian Holm und Kamke für SFN. Ein fünfter Schütze war nicht nötig, da Vechtas Keeper Fabian Stuke gegen Felix Schneppe und Nico Emich parierte. Für Oythe waren nur Ellmann, Markus Lübberding und Lukas Büssing vom Punkt erfolgreich. „Elfmeterschießen ist Lotterie – aber natürlich sind wir enttäuscht“, sagte Roth. Für SFN geht die Pokalreise weiter, und zwar mit dem Achtelfinale am 5. Oktober beim SV Bad Bentheim, der Landesliga-Spitzenreiter Holthausen/Biene ausschaltete (4:2).

6:0, 6:0, 6:0 - Mühlens starke Pokalbilanz

Mit dem dritten 6:0 in Serie sind die Fußballer von GW Mühlen in die nächste Runde des Bezirkspokals eingezogen. Beim TSV Wallenhorst machte Trainer Andreas Hinrichs auch in der dritten Runde von der Breite seines Kaders Gebrauch. Sieben Änderungen nahm er im Vergleich zum letzten Ligaspiel beim SV Bevern (1:2) in der Startelf vor. Die zweite Garde hatte laut Hinrichs „Bock zu spielen“ und besiegte den Bezirksligisten ohne Mühe.

Hinrichs war am Ende stolz auf seine Spieler. „Das war sehr beachtlich. Sie haben direkt die Leistung gezeigt, waren drin in den Abläufen“. Bereits nach drei Minuten schob Leonard Westermann zum 1:0 ein. Michael Kolbeck erhöhte später per Kopf (16.). In der Schlussviertelstunde sorgten Robert Kröger (77.), Jan Leiber (79.), Constantin Westermann (84.) und Peter Sieve (89.) für klare Verhältnisse. Im Achtelfinale trifft GW Mühlen am 5. Oktober auswärts auf dem Titelverteidiger und Landesliga-Rivalen SV Bevern.

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