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Eine Saison ohne ein einziges Pflichtspiel

Die Basketballer des VfL Löningen rechnen in der 2. Regionalliga fest mit dem coronabedingten Abbruch der aktuellen Serie. Derweil laufen die Planungen für die kommende Saison.

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Lange ist es her: Wann VfL-Coach Guido Thöle (Mitte) den Löninger Basketballern wieder taktische Anweisungen geben darf, ist ungewiss. Das Team geht aber davon aus, dass es auch in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga West auflaufen wird. Archivbild: Langosch

Lange ist es her: Wann VfL-Coach Guido Thöle (Mitte) den Löninger Basketballern wieder taktische Anweisungen geben darf, ist ungewiss. Das Team geht aber davon aus, dass es auch in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga West auflaufen wird. Archivbild: Langosch

So sehr hatten sich die Basketballer des VfL Löningen nach ihrem Aufstieg im Frühjahr 2020 auf das "Abenteuer 2. Regionalliga West" gefreut. Doch die nicht enden wollende Corona-Pandemie machte der Mannschaft des Trainers Guido Thöle einen dicken Strich durch die Rechnung. Lokale und bundesweite Lockdowns sorgten dafür, dass der VfL bislang nicht eine einzige Partie der aktuellen Saison 2020/21 austragen konnte. Und dabei wird es höchstwahrscheinlich bleiben. Denn: Die Verantwortlichen der Basketball Regionalliga Nord (RLN), der die Fachverbände von 8 Bundesländern angehören, werden die Spielzeit wohl in Kürze offiziell abbrechen.

Grundlage der erwarteten Entscheidung ist ein Stimmungsbild, das die RLN bei den Vereinen bis vergangenen Sonntagabend eingeholt hatte. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht gänzlich ausgewertet wurden, deutet vieles darauf hin, dass fast die Hälfte der befragten Basketball-Klubs den Spielbetrieb in dieser Saison nicht mehr aufnehmen möchte.

Auch der VfL Löningen nicht. "Aus unserer Sicht macht nur ein Saisonabbruch Sinn. Wir beim VfL befinden uns quasi seit Anfang September im permanenten Lockdown. Auch eine verkürzte Runde ist zeitlich eigentlich nicht mehr machbar, selbst wenn wir um Ostern herum wieder in die Halle könnten", sagt Ansgar Behne, der die Basketball-Abteilung leitet und neben Guido Thöle und Nils Drees zum Trainerteam gehört.

Guido Thöle. Foto: VfL LöningenGuido Thöle. Foto: VfL Löningen

Der RLN-Vorsitzende, Helge Oldach, sieht das ähnlich. "Ich will den Gesprächen mit meinen Vorstandskollegen nicht vorgreifen, aber ich persönlich halte es für unrealistisch, dass wir die Saison – in welcher Form auch immer – seriös zu Ende spielen können." Bleibt die Frage, wie die Serie 2020/21 gewertet wird. Auch hier wollte Oldach den kommenden Sitzungen des Gremiums nicht vorgreifen, sagt aber: "Ich könnte mir vorstellen, dass die Saison annulliert wird – ohne Ab- und Aufsteiger." Wenn Vereine, die die Tabelle anführen, den Sprung in die höhere Klasse unbedingt wagen wollten, könne man darüber reden.

Beim VfL Löningen geht man derweil fest davon aus, dass das Team auch in der Spielzeit 2021/22 in der 2. Regionalliga West auf Punktejagd gehen wird. "Davon bin ich zu 95 Prozent überzeugt", sagt Ansgar Behne.

"Sobald es möglich ist, legen wir wieder los."Ansgar Behne, Basketball-Abteilungsleiter des VfL Löningen

Mit Guido Thöle, der weiterhin Chef-Coach sein wird, und Co-Trainer Nils Drees ist er sich darüber einig, dass der jetzige Kader an Bord bleiben soll. "Ob das gelingt, hängt vor allem davon ab, welche beruflichen und studienbedingten Pläne einige Jungs haben", so Behne. Das aktuelle Aufgebot soll nach Möglichkeit der eine oder andere Neuzugang verstärken. "Wenn wir zum Beispiel mit Aric Wessner einen Löninger von den Young Rasta Dragons aus der Nachwuchs-Bundesliga zurück zum VfL holen könnten, wäre das eine tolle Sache", sagt Ansgar Behne.

Zunächst einmal hoffen die Basketballer des VfL Löningen aber, dass sie endlich wieder gemeinsam Körbe werfen dürfen. Sei es im Training oder bei Freundschaftsspielen. "Sobald es möglich ist, legen wir wieder los. Die Jungs sind alle heiß auf den Ball", so Behne.

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