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Eine Niederlage, die auch ein wenig Mut macht

Vechtas Handballerinnen mussten im Drittliga-Derby in Oldenburg nahezu ihren kompletten Rückraum ersetzen. Dennoch nahm Trainer Nisius auch positive Erkenntnisse mit.

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Ein seltener Durchbruch: Vechtas Ria Hacek hat hier einmal die Lücke in der Oldenburger Abwehr gefunden. Foto: Gabi Müller

Ein seltener Durchbruch: Vechtas Ria Hacek hat hier einmal die Lücke in der Oldenburger Abwehr gefunden. Foto: Gabi Müller

Am Tag danach war Lächeln angesagt, auch wenn das nicht so ganz zur sportlichen Situation passte. Die Handballerinnen von SFN Vechta trafen sich in der Gärtnerei ihres Sponsors Pflanzen Tebbe zum Foto-Shooting mit den neuen Trikots, die kurz vor dem dritten Spieltag der 3. Liga Nord dann doch endlich eingetroffen waren.

Sportlich machte sich am Wochenende eher Ernüchterung breit bei den Vechtaer Damen. Mit dem 25:27 (13:12) beim Junior-Team des Bundesligisten VfL Oldenburg kassierte das Team von Trainer Christoph Nisius nach dem Auftaktsieg gegen LiT Tribe die zweite Auswärtsniederlage in Folge.

Angesichts der personellen Situation bei SFN konnte das Ergebnis niemanden überraschen. Mit Luca Vodde (Neuseeland) und Tina Schwarz (privat verhindert) fehlten zwei Rückraumstützen komplett. Carla Clasen war zudem angeschlagen. Und dann verletzte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit auch noch die junge Paula Zerhusen, die zuvor ein ordentliches Spiel gemacht hatte.

Neun Tore bei nur einem Fehlwurf: Svenja Ruhöfer machte ein super Spiel

So fehlte SFN viel Wurfkraft aus dem Rückraum. Oldenburg reagierte darauf mit einer „6-0-Betonabwehr“ (Nisius), gegen die sich Vechta schwer tat. Auch das Tempospiel kam nicht wie gewohnt ans Laufen. „Wir mussten uns jedes Tor mit viel Aufwand erarbeiten. Wir sind elfmal ins Zeitspiel gedrückt worden“, berichtete Christoph Nisius.

Immerhin schaffte es sein Team häufig, die Kreisläuferinnen freizuspielen. Vor allem Svenja Ruhöfer (neun Tore bei nur einem Fehlwurf) machte laut Nisus ein „überragendes Spiel, auch als Leaderin“.

So glich Vechta, das von rund 30 mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurde, in einer ausgeglichenen Partie nach frühen Führungen (6:4, 10:8) und einem Drei-Tore-Rückstand (16:19 bis 19:22) zum 23:23 aus. Erst das 25:27 eine gute Minute vor Schluss bedeutete den K.o.

Nisius sprach von einer „ärgerlichen Niederlage“, gab aber zu: „Sie war auch ein Stück weit verdient. Denn Oldenburg hatte mehr Mut und mehr Zug zum Tor. Uns hat in der zweiten Halbzeit die Durchschlagskraft im Rückraum gefehlt. Und wir hatten 23 Fehlwürfe, das ist natürlich viel zu viel.“ Zudem bekam SFN nur einen Siebenmeter zugesprochen – auch das ein Indiz für eine gewisse Harmlosigkeit in der Offensive.

Der Coach nahm aber auch positive Erkenntnisse aus der Partie mit. So zeigte Torfrau Ellen Loock, die bis auf einen Siebenmeter durchspielte, in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und wehrte zehn Bälle ab.

Was Nisius und seiner Mannschaft vor dem Heimspiel am Samstag gegen Halle-Neustadt II zudem Mut macht: „Trotz unserer Kadersituation konnten wir mit einem guten Team der 3. Liga mithalten und hätten einen Punkt verdient gehabt.“


VfL Oldenburg II - SFN Vechta 27:25

  • Halbzeit: 12:13
  • Zuschauer: 175
  • Vechta: Ellen Loock, Rike Kühling (für einen Siebenmeter) – Svenja Ruhöfer (9/1), Paula Zerhusen (4), Nele Wessels, Maya Janßen (je 3), Carla Clasen, Leonie Schreiber (je 2), Paula Clasen, Ria Hacek (je 1),  Klara Germann, Marie Majewski, Maike Deeben, Edna Esteves.
  • Beste Werferinnen Oldenburg II: Lena Klöcker, Luca Schumacher (je 5), Julia-Marina Schnell (5/4).
  • Nächstes Spiel: 24. September (Sa., 17.30 Uhr) gegen Halle-Neustadt II.

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