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Ein Wiedersehen mit besonderen Vorzeichen

Im zweiten VEC-Derby der Landesliga-Saison 22/23 stehen sich am Sonntag die Fußballer von GW Mühlen und vom VfL Oythe gegenüber. Eine herbe Abreibung spielt dabei eine wichtige Rolle.

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Vom Gast zum Gastgeber: Mühlens Team um Coach Andreas Hinrichs trifft nach dem Sieg in Holdorf nun auf Oythe. Foto: Wenzel

Vom Gast zum Gastgeber: Mühlens Team um Coach Andreas Hinrichs trifft nach dem Sieg in Holdorf nun auf Oythe. Foto: Wenzel

Neuneinhalb Monate ist es jetzt her, dass sich die Fußballer von GW Mühlen und vom VfL Oythe letztmals in der Landesliga gegenüberstanden. An jenem 7. November 2021 erhielt Oythe eine historische 1:7-Abreibung. Es war die höchste Pleite für den VfL Oythe im Weser-Ems-Oberhaus, das mittlerweile im 18. Jahr die sportliche Heimat des Klubs ist. Mühlen agierte damals wie im Rausch, nimmermüde und nimmersatt. Am Sonntag um 15.00 Uhr gibt's das Wiedersehen, diesmal im Münsterlandstadion in Mühlen.

„Oythe wird nach der Vorgeschichte maximal motiviert sein“, ahnt Mühlens Trainer Andreas Hinrichs. Sein Oyther Amtskollege Daniel Roth kann das nur unterstreichen. „Eigentlich muss ich am Sonntag nur die Aufstellung sagen und ein ‚1:7‘ an die Wand machen. Dann weiß jeder Bescheid, dann sollte jeder heiß sein“, sagt der VfL-Trainer.

Die Vorzeichen für die Neuauflage könnten unterschiedlicher nicht sein. Mühlen ist nach vier Spielen noch ungeschlagen, Oythe noch sieglos. Dazu passen auch die Auftritte vom Mittwochabend. GWM präsentierte sich beim 7:2 in Holdorf in einer ähnlichen Ballerlaune wie einst in Oythe, während der VfL beim bitteren 3:5 gegen Vizemeister SV Bevern in den letzten zehn Minuten eine 3:2-Führung aus der Hand gab.

Auf beiden Seiten gibt's einige Ausfälle

„Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, uns aber nicht für den riesigen Aufwand belohnt“, hadert Roth mit etwas Abstand zum OM-Duell. Am Donnerstag und Freitag war laut Roth „Wunden lecken“ angesagt, die physischen und psychischen Wunden. „Wir müssen den Kopf oben halten“, sagt Roth und ergänzt: „Wir hatten jetzt mit Holthausen, Melle und Bevern drei Gegner, die wohl zusammen mit Friesoythe um die Top 3 kämpfen. Also: Alles gut, keine Panik. Wenn wir so weiterarbeiten, dann wird der erste Sieg bald kommen.“

Hinrichs ist die Oyther Diskrepanz zwischen Aufwand und Ertrag nicht entgangen. „Sie haben beim 0:0 gegen Melle und jetzt gegen Bevern gezeigt, dass sie gegen Topteams mithalten können.“ Mühlen ist also gewarnt und gehört inzwischen ja auch zum Kreis der Top-5-Kandidaten. Nach dem 7:2-Schützenfest in Holdorf sei ein „Höhenflug unangebracht“, so Hinrichs, der mit der bisherigen Ausbeute von acht Punkten sehr gut leben kann. „Das passt“, sagt er. In Bad Rothenfelde habe man zwei Punkte liegengelassen, gegen Schüttorf dann sehr glücklich gewonnen. Die „gute Ausgangslage“, die man sich erarbeitet habe, soll nun gegen die Oyther ausgebaut werden.

Mit welchem Personal soll das gelingen? Hinrichs lässt sich nicht in die Karten schauen. Vier Ausfälle sind aber klar: Constantin Westermann (im Aufbau nach Muskelfaserriss), Patrick Albers (Urlaub), Leo Westermann (Rotsperre) und Robert Kröger (Studium) fehlen – aber das galt ja auch schon für das Holdorf-Spiel.

Die Oyther Ausfallliste ist länger. Felix Schneppe, Jakob Kühn, Tim Kröger, Lennart Feldhus, Markus Kohls und Stephan Stukenborg, die bereits gegen Bevern fehlten, sind weiter nicht dabei. Hinzu kommen die Ausfälle von Luka Luniku (Knie), Niklas Ellmann (Leiste) und Nils Schmedes (Urlaub). „Das reicht jetzt auch“, hadert Roth, betont allerdings sofort: „Wir rechnen uns trotzdem etwas aus.“

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