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Ein Wandervogel für den Abstiegskampf

Basketball-Bundesligist Rasta Vechta hat den 33 Jahre alten Guard Edgar Sosa verpflichtet. Für den Ex-Ulmer ist Vechta die 17. Station in 11 Profi-Jahren.

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Seine erste Saison in der BBL: Rastas Neuzugang Edgar Sosa (links) im Mai 2014 im Ulmer Trikot; hier im 4. Playoff-Viertelfinale gegen den damaligen Berliner Leon Radosevic. Foto: dpa / Puchner

Seine erste Saison in der BBL: Rastas Neuzugang Edgar Sosa (links) im Mai 2014 im Ulmer Trikot; hier im 4. Playoff-Viertelfinale gegen den damaligen Berliner Leon Radosevic. Foto: dpa / Puchner

Rasta Vechta hat auf die sportliche Krise und das große Verletzungspech reagiert: Der Tabellenletzte der 1. Basketball-Bundesliga gab am Dienstagnachmittag die Verpflichtung von Edgar Sosa bekannt. Der 33 Jahre alte Guard wechselt vom französischen Erstligisten Boulazac Basket Dordogne an die Pariser Straße und feiert damit ein Comeback in der BBL. In der Saison 2013/14 spielte Sosa für Ratiopharm Ulm und erreichte mit dem Team die Playoffs, das Pokalfinale und das EuroCup-Achtelfinale; er absolvierte 34 BBL-Spiele für Ulm und kam unter anderem beim 86:67-Heimsieg gegen BBL-Neuling Rasta Vechta auf sieben Punkte.

"Als wir die Chance hatten, Edgar zu verpflichten, haben wir schnell zugeschlagen. Er ist eine große Bereicherung für uns und ich bin sehr froh, dass er in Vechta ist", sagte Rastas Coach Thomas Päch über den neuen Hoffnungsträger, für den Vechta bereits die 17. Station in 11 Profi-Jahren ist. Päch hofft auf "Entlastung in Sachen Kreativität", Sosa sei ein "unglaublich erfahrener Profi". Rastas dritte Nachverpflichtung nach Ike Iroegbu (schon wieder weg) und Jesse Hunt habe „überall in seiner Karriere eine gute Mischung aus Scoring und Vorbereitung“ gehabt, so Päch. Und weiter: "Er wird uns auf jeden Fall helfen – jetzt sofort und auch, wenn die Verletzten zurück sind." Auf der Guard-Position fällt bei Rasta das Fehlen von Topscorer Jean Salumu (Sehnenverletzung in der Fußsohle) gerade schwer ins Gewicht. Wann der Belgier wieder spielen kann, ist ungewiss.

Sosa hatte in Dordogne einen starken Start (12,3 Punkte und 3,3 Assists pro Partie; 45,5 Prozent Dreier-Quote), dann folgten eine Corona-Quarantäne für das ganze Team und eine weitere Zwangspause wegen einer Knöchelverletzung. Der in New York geborene Spielmacher, der sowohl die Staatsangehörigkeit der Dominikanischen Republik als auch die der USA besitzt, freut sich nun auf ein neues Kapitel. "Ich bin froh und dankbar, dass es praktisch einen Neustart in die Saison 2020/21 für mich gibt", teilte er mit. Er wolle jetzt so schnell wie möglich die neuen Teamkollegen kennenlernen. Rastas nächstes Spiel findet erst am 27. Februar (Samstag, 20.30 Uhr) in Bonn statt.

Sosa nahm 2014 mit der Dominikanischen Republik an der WM in Spanien teil und holte 2015 mit Dinamo Sassari das Double in Italien, Einsätze in der EuroLeague inklusive. Er wurde zudem Meister im Iran (2017) und im Libanon (2018) und spielte bereits in zehn Ländern auf vier Kontinenten.

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