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Ein Verletzungsschock trübt die Freude bei Vechtas Handballerinnen

Der Drittligist geht dank Garreler Hilfe mit einer exzellenten Ausgangsposition in die Abstiegsrunde. Allerdings fällt jetzt die nächste Schlüsselspielerin aus.

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Bei SFN zur Leistungsträgerin gereift: Ria Hacek im Spiel gegen Garrel. Foto: Schikora

Bei SFN zur Leistungsträgerin gereift: Ria Hacek im Spiel gegen Garrel. Foto: Schikora

Für die Handballerinnen von SFN Vechta war am Dienstagabend Multitasking angesagt. Per Liveticker verfolgte der Drittligist parallel zu seinem Training den Auftritt des BV Garrel beim SC Alstertal-Langenhorn in Hamburg. Dass sich die Garrelerinnen durch ein 35:25 (17:13) souverän den Meistertitel in der Staffel A sicherten, nahm man auch in Vechta erfreut zur Kenntnis. Durch Alstertals Niederlage hat SFN in der Anfang Mai beginnenden Abstiegsrunde nun die deutlich bessere Ausgangsposition.

Allerdings erhielt die Freude darüber, noch während das Spiel lief, einen heftigen Dämpfer. Spielmacherin Ria Hacek, die sich in den letzten Monaten zu einer echten Leistungsträgerin entwickelt hatte, knickte beim Zurücklaufen unglücklich mit dem Fuß um und zog sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. „Sie wird mindestens fünf bis sechs Wochen ausfallen“, berichtete Trainer Christoph Nisius und stellte mit Blick auf die Fortsetzung der Verletzungsmisere bei SFN frustriert fest: „Es zieht sich einfach durch die Saison. Und es trifft uns natürlich besonders, weil wir so einen kleinen Kader haben.“

Zuvor war die Personallage schon durch den langfristigen Ausfall von Maylin Aumann verschärft worden. Sie wird an der Schulter operiert und steht laut Nisius „vier bis fünf Monate“ nicht zur Verfügung. Zudem kommen die Müller-Schwestern Jane und Nele erst am Ostermontag von ihrer Auslandsreise zurück.

"Ich denke, dass wir noch zwei Siege brauchen. Aber die muss man erst mal holen“Vechtas Trainer Christoph Nisius

Die frohe Kunde aus Hamburg geriet so ein wenig in den Hintergrund. Dabei ist der Vorteil durch die Einordnung in die Staffel A der Abstiegsrunde gewaltig. Als Tabellenachter wäre SFN in der Staffel B gelandet, hätte statt 7:1 nur 2:2 Punkte mitgenommen und müsste obendrein noch zwei Spiele mehr bestreiten, darunter eine weite Auswärtsfahrt.

„7:1 statt 2:2 und zwei Spiele weniger – das ist bei unserem kleinen Kader natürlich ein großer Vorteil“, sagt Nisius, schiebt aber gleich hinterher: „Noch ist nichts gewonnen. Ich denke, dass wir noch zwei Siege brauchen. Aber die muss man erst mal holen.“

Vechta trifft nun in der Abstiegsrunde auf die Oststaffel-Vertreter Pfeffersport Berlin (8./16:22 Punkte) und HV Chemnitz (9./9:31). Die genauen Spieltermine stehen noch nicht fest. Vechta strebt für seine beiden Heimspiele seine angestammte Anwurfzeit Samstag, 17.30 Uhr an. Chemnitz trägt seine Heimspiele in der Regel sonntags um 16.30 Uhr aus, Pfeffersport seine samstags um 18.30 Uhr. Nisius ist beiden Teams schon in früheren Trainerstationen begegnet. Sein Urteil: „Das sind unangenehme Gegner.“

Um sich auf diese Gegner vorzubereiten, wird Vechta, das in dieser Woche vier Spielerinnen im Probetraining hatte, nun bis zum Start der Abstiegsrunde durchtrainieren. Sogar am Ostermontag ist von 9.00 bis 12.00 Uhr eine Einheit angesetzt.


Abstiegsrunde Gruppe A

  • HV Chemnitz - SFN Vechta  (8. Mai)
  • SFN Vechta - Pfeffersport Berlin  (14. Mai)
  • SFN Vechta - HV Chemnitz  (28. Mai)
  • Pfeffersport Berlin - SFN Vechta  (4. Juni)
  • Die Tabelle
    1. SFN Vechta  (7:1)
    2. Pfeffersport Berlin (4:0)
    3. TSV Altenholz  (3:5)
    4. TV Oyten  (2:6)
    5. HV Chemnitz  (0:4)
  • Die ersten beiden Teams bleiben in der 3. Liga. Die anderen steigen ab.

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