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Ein Radsport-Highlight vor der Haustür

Am kommenden Sonntag feiert das Crossrennen "Rund um den Lohner Aussichtsturm" sein Comeback. Es bildet einen Doppelpack mit dem Bundesliga-Lauf in Düsseldorf.

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Ein Anstieg, der Kraft kostet: Eine Vierergruppe auf der Start- und Zielgeraden hinauf zum Lohner Aussichtsturm. Foto: Stuntebeck

Ein Anstieg, der Kraft kostet: Eine Vierergruppe auf der Start- und Zielgeraden hinauf zum Lohner Aussichtsturm. Foto: Stuntebeck

Als nicht-olympische Sportart fristet das Querfeldein-Radfahren zumindest in Deutschland eher ein Nischendasein. Dabei ist das „Cyclocross“ nicht nur eine hervorragend Technikschule für Straßenprofis, wie die Erfolge von Superstars wie Wout van Aert oder Mathieu van der Poel eindrucksvoll zeigen. Mit den „Gravelbikes“ (Schotter-Räder) – einer Art Crossrad für jedermann – erobert der Querfeldeinsport seit einigen Jahren auch den Fahrradmarkt. Nicht zuletzt ist der Sport hochspannend und zuschauerfreundlich. Denn anders als bei Straßenrennen, wo das Feld oft nur kurz vorbeifliegt, wird beim Cyclocross auf kleinen Rundkursen gefahren – und nach einer Stunde ist alles vorbei.

Eines der bekanntesten und größten deutschen Crossevents hat seit mittlerweile fast vier Jahrzehnten seine Heimat im Kreis Vechta: das Rennen „Rund um den Lohner Aussichtsturm“, das am Sonntag nach der Corona-Pause sein Comeback feiert.

Für die heimischen Zuschauer sind vor allem drei Rennen interessant: Bei den Schülern (Start: 9.55 Uhr) sind einige junge RSG-Talente am Start. In der Ü-40-Klasse Masters 2 (13.00 Uhr) kommt es in einem hochkarätig besetzten Feld zum Duell der Lohner Brüder Thomas und Sebastian Hannöver. Und um 15.10 Uhr beginnt das Hauptrennen der Männer Elite – ein sportliches Spektakel, bei dem die Fahrer aus der erweiterten deutschen Spitze in irrwitzigem Tempo den Anstieg zum Turm hochfliegen.

Der Weg zum Sieg führt traditionell über das Stevens-Team

Hier führt der Weg zum Sieg in Lohne traditionell über das Stevens-Team. Auch diesmal sind die Hamburger am Start. Neben Jannick Geisler, Zehnter der Deutschen Meisterschaft in Kehl, werden wohl auch die Brüder Paul (6. der DM) und Max Lindenau (11.) am Turm antreten. RSG-Rennwart Thomas Hannöver kann sich auch gut vorstellen, dass der Deutsche Vizemeister Manuel Müller (Wyhl) nach Lohne kommt.

Auch das neue deutsche Crossteam Schamel wird in Lohne vertreten sein – und zwar mit dem deutschen U-23-Meister Pascal Tömke aus Neustadt an der Weinstraße. Das Rennen in Lohne bildet in diesem Jahr einen Doppelpack mit dem erstmals ausgetragenen Bundesliga-Lauf am Samstag in Düsseldorf. Fahrer aus Süddeutschland können so an einem Wochenende gleich zwei wichtige Rennen bestreiten, so dass sich die Anreise für sie mehr lohnt.

Aber auch interessierte Kinder und Jugendliche können in den Hobbyklassen Rennluft schnuppern. Es besteht Helmpflicht und die Hobbykids (Jahrgänge 2008/2009) brauchen eine Einverständniserklärung der Eltern. Infos: www.rsg-lohne-vechta.de.

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