Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ein Paukenschlag zum Abschluss der Saison

Das Lohner Team Project 1 hat beim Finale der Langstrecken-WM in Bahrain triumphiert. Damit ging eine herausfordernde Saison zu Ende.

Artikel teilen:
Wenn es Nacht wird in Bahrain: Der Project-1-Porsche 911 RSR auf dem Weg zum Sieg in der GTE Am-Klasse. Foto: Lofthouse

Wenn es Nacht wird in Bahrain: Der Project-1-Porsche 911 RSR auf dem Weg zum Sieg in der GTE Am-Klasse. Foto: Lofthouse

Der logistische Aufwand war gewaltig, doch er sollte sich lohnen für das Motorsportteam Project 1. Zum Abschluss der Langstrecken-Weltmeisterschaft sicherte sich das Team aus Lohne beim Acht-Stunden-Rennen von Bahrain den prestigeträchtigen Sieg im letzten Rennen der Saison.

Das Project-1-Trio mit „Gentleman-Driver“ Egidio Perfetti sowie den Profifahrern Larry ten Voorde und Jörg Bergmeister steuerte den Porsche 911 RSR in der GTE Am-Klasse am schnellsten über den Sakhir International Circuit. Die drei siegten am Ende vor dem Team AF Corse im Ferrari 488 GTE und Dempsey Prozon Racing, das ebenfalls im Porsche 911 RSR unterwegs war.

Für Project 1 endete damit nach eigener Aussage „eines der herausforderndsten Jahre der Teamgeschichte“ spektakulär. „Wir haben schon viel durchgemacht, doch 2020 wurde mal alles auf den Kopf gestellt“, sagte Teamgründer Hans-Bernd Kamps mit Blick auf die Corona-Krise und ihre Folgen auch für den Motorsport. Er bedankte sich vor allem bei der Crew, die trotz der widrigen Bedingungen „über die Saison hinweg so unermüdlich für den Erfolg gearbeitet hat“.

Fehlerfreie Vorstellung als Grundlage

Auch in Bahrain zeigte Project 1 noch mal vollen Einsatz. Im Porsche mit der Nummer 56 legten Perfetti und Bergmeister mit einer fehlerfreien Vorstellung die Grundlage für den Erfolg. Das entscheidende Manöver gelang dann Larry ten Voorde, der in der letzten Rennstunde die Führung eroberte. „Wow! Was für ein Rennen und was für ein Abschluss!“, jubelte der Niederländer. „Unsere Strategie ging auf. Und trotz einer unverschuldeten Kollision in der frühen Phase des Rennens schlug noch unsere Stunde.“

Der Triumph ist auch ein Erfolg für die Nachwuchsförderung von Project 1. „Wir haben Larry über viele Jahre hinweg auf den Profisport vorbereitet. Dieses Jahr hat er den Porsche Supercup, den Carrera Cup Deutschland und nun noch ein weiteres WM-Rennen gewonnen. Das macht natürlich sehr stolz“, sagte Teamchef Axel Funke. Der zweite Project-1-Porsche mit Ben Keating, Jeroen Bleekemolen und Debütant Dylan Pereira fuhr auf Platz sechs.

Für Project 1 bedeutete das Rennen einen großen Aufwand. Schon Anfang Oktober hatte das Team die Autos und das Equipment in Lohne in zwei Übersee-Container verstaut und auf den Weg nach Bahrain gebracht.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ein Paukenschlag zum Abschluss der Saison - OM online