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Ein Nordsee-Urlauber wird in Lohne zum Pokalhelden

Keeper Sebastian Deike hat Amasyaspor Lohne mit 2 Paraden im Elfmeterschießen gegen GW Mühlen zum Bezirkspokal-Triumph geführt. Zuvor waren die Lohner ohne echten Torschuss geblieben.

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In Erwartung eines Eckballs: Das Amasyaspor-Team um Keeper Sebastian Deike; dazwischen Mühlens Patrick Hinxlage. Foto: Schikora

In Erwartung eines Eckballs: Das Amasyaspor-Team um Keeper Sebastian Deike; dazwischen Mühlens Patrick Hinxlage. Foto: Schikora

Als Ahmet Tarti den entscheidenden Elfmeter versenkt hatte, erteilte er seinen Teamkollegen kurzerhand einen Jubelbefehl. Sein Kommando: Alle zur Eckfahne. Die gelb-schwarze Formation ließ sich nicht zweimal bitten. Alle sprinteten im plätschernden Regen auf ihn zu und feierten lautstark den Triumph, während sich die 250 Zuschauer bereits unter das Tribünendach, die umliegenden Bäume und unter das Abdach des Vereinsheims verzogen hatten. Den Fußballern von Amasyaspor Lohne war der fiese Schauer indes herzlich egal. Das 4:2 im Elfmeterschießen gegen den Landesligisten GW Mühlen sorgte beim Bezirksligisten am frühen Sonntagnachmittag für sonnige Gemüter.

Besonders strahlen durfte Sebastian Deike. Der Torhüter, der im Sommer aus Steinfeld nach Lohne gewechselt war, parierte die Elfmeter von Patrick Albers und Paul Wessels stark und wurde dadurch zum Pokalhelden. Die kurze Unterbrechung seines Nordsee-Urlaubs für das Bezirkspokal-Erstrundenduell hat sich damit bezahlt gemacht. Das sah auch der Lohner Trainer Thomas Schmunkamp so. Er gestand aber auch: "Elfmeterschießen haben wir vorher jetzt nicht extra trainiert."

Dass der Gewinn des Tickets für das Zweitrunden-Spiel bei GW Brockdorf am 11. August (Mittwoch) glücklich war, wollte Schmunkamp gar nicht bestreiten. Er hielt fest: "Natürlich kann man jetzt sagen, dass der Sieg aus dem Spiel heraus unverdient war. Aber was soll ich dazu sagen?" Er selbst war mit der Spieleröffnung nicht ganz zufrieden. Einverstanden war er hingegen mit der Defensivarbeit: "Gegen den Ball war's okay."

Vor der Halbzeitpause hat Amasyaspor Dusel

Trotzdem gab es in einem sehr zähen Spiel einige brenzlige Situationen, nach denen die Lohner erleichtert durchatmen konnten. In einer ausgeglichenen Anfangsphase traf Mühlens Tom Ungemach aus 18 Metern den Pfosten, wenige Sekunden später köpfte Jonas Pöhlking aus kurzer Distanz drüber (18.). Richtiger Hochbetrieb herrschte im Amasyaspor-Strafraum aber vor allem in der Phase vor der Halbzeitpause. Hier hätte Ungemach völlig freistehend aus zehn Metern zur Mühlener Führung treffen müssen, doch Deike erwies sich auch schon hier als starker Rückhalt (39.); im Nachschuss scheiterte dann auch noch Patrick Hinxlage.

Die Pause kam für Mühlen ungelegen, der Druck fiel danach merklich ab. Zwar gab es weitere Chancen wie etwa den Fernschuss von Benjamin Willenbrink (74., Deike hält) oder den Kopfball von Markus Stukenborg in der Nachspielzeit (90.+1, daneben). Aber es gab immer wieder Phasen, in denen Lohne Luft holen konnte. So gewann Amasyaspor im Elfmeterschießen das Spiel, auch ohne vorher einen gefährlichen Torschuss abgegeben zu haben.

Mühlens Trainer Andreas Hinrichs resümierte nach der Gratulation an Lohne: "Es war kein Chancenfestival, aber wir hatten schon 3, 4 Hochkaräter." Er sah ein "solides Spiel" seines Teams mit guter Abwehrarbeit, monierte aber: "Nach vorne müssen wir genauer werden."

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