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Ein neuer Leader und ein Schweizer Taschenmesser

Rasta Vechta hat in Jordan Johnson, Andrew Jones, Ryan Schwieger und Chavares Flanigan vier neue Amerikaner verpflichtet. OM-Online stellt sie vor.

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Neuzugang bei Rasta: Chavares Flanigan. Foto: Bente

Neuzugang bei Rasta: Chavares Flanigan. Foto: Bente

Einer aus Glasgow, einer aus Paderborn und zwei aus den USA: Das sind die vier neuen US-Amerikaner bei Rasta.

Jordan Johnson: Es ist die spannendste Rolle – und zugleich eine, mit deren Besetzung sich Rasta zuletzt sehr schwergetan hat. Stefan Peno, Jean Salumu, Ikenna Iroegbu, Jannes Hundt, Carlos Medlock, James Washington, Sa'eed Nelson – Vechta hat auf der Point-Guard-Position einiges versucht, doch völlige Begeisterung lösten Rastas Spielmacher in der jüngeren Vergangenheit nicht aus. Das soll mit Jordan Johnson anders werden. Im Juni verpflichtete Rasta den 27-jährigen US-Amerikaner, der zuletzt für die Glasgow Rocks spielte. In Schottland kam er im Schnitt auf 18,2 Punkte und 8,2 Assists. Johnson, der gut mit dem Ex-Quakenbücker und heutigen NBA-Profi Isaiah Hartenstein befreundet ist, kam mit einigen Vorschusslorbeeren. So sagte Coach Ty Harrelson: „Ich kann nur jedem Fan empfehlen, sich eine Eintrittskarte zu kaufen, denn Jordan Johnson zuzusehen, macht Spaß.“

Andrew Jones: Der 24-jährige neue Shooting Guard blickt trotz seines jungen Alters bereits auf eine bewegende Lebensgeschichte zurück. Im Alter von neun Jahren überlebten er und seine Schwester Alexis einen schweren Autounfall, sein Vater ist seitdem von der Brust abwärts gelähmt. Jones lernte früh Kochen und pflegte seinen Vater. Und er startete im Basketball durch. Anfang 2018, da träumte er gerade von der NBA, erhielt er die Schockdiagnose Leukämie. Sein Leben spielte sich vorerst nur außerhalb des Parketts ab. Doch er besiegte den Blutkrebs und kehrte zurück aufs Basketballfeld. Nach sechs Jahren an der University of Texas sucht er nun in Vechta sein Glück als Profi. Coach Harrelson, Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele sowie die Co-Trainer Miguel Zapata und Marius Graf sahen ihn im Rahmen der NBA Summer League in Las Vegas live – und verpflichteten ihn dann auch zügig.

Chavares Flanigan: „Chip“ Flanigan ist aus dem US-Quartett der einzige, der die ProA bereits kennt: In der vergangenen Saison war der 26-Jährige mit 80 Steals in 37 Spielen für Paderborn der beste Balldieb der Liga. Kersten-Thiele beschrieb ihn bei seiner Verpflichtung als „Schweizer Taschenmesser“, weil er sehr variabel sei. Dafür spricht auch die Statistik des Small Forwards, der auch als Guard eingesetzt werden kann: Er kam in der vergangenen Saison neben seiner starken Steal-Ausbeute auch noch auf 11,5 Punkte, 5,2 Assists und 4,4 Rebounds pro Partie und hatte damit einen großen Anteil am Viertelfinal-Einzug der Paderborner. Nach seiner Zeit am College in Wisconsin (bis 2019) war Flanigan zuerst in England und in Norwegen aktiv.

Ryan Schwieger: Ein Rasta-Held aus der Saison 2018/19 hat nur gute Worte für Ryan Schwieger übrig. „Ryan ist ein Spieler, der von allem ein bisschen kann. Ich habe es wirklich genossen, ihn in Princeton und Loyola zu sehen“, sagte T.J. Bray, der einst als Taktgeber in Vechta überragte und sich nun im Basketball-Ruhestand befindet. Ryan Schwieger steht dagegen erst am Anfang: Nach seinem Princeton-Abschluss und dem Master-Studium in Loyola geht es für ihn erstmals nach Europa. Der Small Forward überzeugte in den Staaten mit einer guten Dreier-Quote – und er hat auch ansonsten einiges auf dem Kasten: Er hat einen Bachelor in Soziologie, einen Master in Urbanistik und ist Mitbegründer des Demokratie-Projektes „The Poll Hero Project“.

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