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Ein lehrreicher Auftakt, der auch Mut macht

Die Tennisspielerinnen des TV Visbek sind mit einer 3:6-Niederlage gegen Versmold in die 2. Bundesliga Nord gestartet. In den Einzeln war nur Julia Middendorf erfolgreich.

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Schläger-Gruß nach dem Match: Visbeks Julia Middendorf (links) und Julyette Steur. Foto: Schikora

Schläger-Gruß nach dem Match: Visbeks Julia Middendorf (links) und Julyette Steur. Foto: Schikora

Die Überraschung gegen den Top-3-Kandidaten blieb aus, die Enttäuschung hielt sich allerdings in Grenzen: Die Tennisspielerinnen des TV Visbek sind mit einer 3:6-Niederlage gegen TP Versmold in die 2. Bundesliga Nord gestartet. Es war eine lehrreiche Angelegenheit für den Aufsteiger, die aber auch Mut für den weiteren Verlauf der eng getakteten Debütsaison in der 2. Liga macht. Aufgrund der Corona-Pandemie und einer Verlegung der Sommersaison werden die neun Spieltage binnen vier Wochen durchgezogen.

Barbara Schneider, Kapitänin des TVV, hielt nach dem 3:6 gegen die ambitionierten Gäste aus dem Kreis Gütersloh fest: „Das Ergebnis geht so in Ordnung. Auf den Positionen eins, drei und vier war Versmold einfach besser besetzt – so ehrlich muss man sein.“ Nach den Einzeln lag der heimische Liga-Neuling mit 1:5 zurück, die Partie war damit bereits entschieden.

„Dass wir hinten raus noch zwei Doppel gewonnen haben, war echt gut. Für uns zählt ja jeder Punkt. Ein 3:6 sieht auch besser aus als ein 1:8. Wir haben in den Doppeln gezeigt, dass wir in der 2. Liga konkurrenzfähig sind. Das war wichtig für den Kopf“, sagte Barbara Schneider. Die Mannschaftsführerin, die früher selbst für Hildesheim in der 1. Liga gespielt hat, fühlte sich nach dem Start auch in ihrer Vorschau-Einschätzung bestätigt, „dass Versmold zu den Mannschaften gehört, die oben mitmischen werden“.

Während die Gäste ohne ihre Nummer eins Katharina Gerlach anreisten und wie Visbek nur eine ausländische Spielerin im Kader hatten, gab es beim TVV einen kurzfristigen Ausfall. Shaline Pipa, an Position vier gesetzt, fiel zweieinhalb Stunden vor dem ersten Aufschlag mit einem steifen Nacken aus. Alle physiotherapeutischen Anstrengungen waren erfolglos. „Sie war mega enttäuscht, dass sie nicht spielen konnte“, sagte Barbara Schneider. Marie-Charlot Lonnemann und Annelou Nab rückten eine Position hoch, Leonie Möller rutschte an Nummer sechs ins Team.

Visbeks Neuzugänge Natalia Siedliska und Chiara Tomasetti kamen wie geplant an den Positionen eins und drei zum Einsatz. Sie trafen auf die in der Ukraine geborenen und in Westfalen aufgewachsenen Zwillinge Yana und Tayisiya Morderger. Und beide TVV-Damen waren chancenlos: Siedliska verlor mit 0:6 und 3:6, Tomasetti mit 2:6 und 3:6. „Die Mordergers waren echt stark“, so Barbara Schneider.

Weitere Niederlagen gab es für Marie-Charlot Lonnemann (3:6, 1:6 gegen Charlotte Römer), Annelou Nab (2:6, 6:7 im Duell der Niederländerinnen gegen Merel Hoedt) und Leonie Möller (4:6, 2:6 gegen Joelle Steur). „Annelou und Leonie waren dicht dran. Wenn's perfekt läuft, wäre da etwas mehr drin gewesen“, sagte Barbara Schneider. So blieb es beim einzigen Einzelsieg durch Julia Middendorf, die an Position zwei ein 6:1, 6:1 gegen Julyette Steur holte. „Sie hat klasse gespielt, das war sehr souverän“, lobte Barbara Schneider die 18 Jahre alte Dinklagerin.

In den Doppeln gab es dann zwei Siege für Middendorf/Nab (6:1, 7:6) und Siedliska/Möller (6:4, 7:6), während Tomasetti/ Lonnemann im Spitzendoppel chancenlos waren (0:6, 2:6). Über 100 Zuschauern verfolgten Visbeks Start ins Zweitliga-Abenteuer. Barbara Schneider sprach von einer „schönen Resonanz“ und einer „coolen Atmosphäre“ – verbunden mit der Hoffnung, dass es bei den nächsten Heimspielen gegen Bielefeld (20. August) und Hannover (22. August) eine ähnliche Unterstützung gibt. Die Gastgeberinnen hatten auch großes Glück mit dem Wetter. „Drei Tropfen Regen, das war's“, so Barbara Schneider.

Am kommenden Wochenende geht's für Visbek zweimal auf Reisen: Am Freitag gastiert der TVV bei Union Münster, am Samstag folgt dann die Reise nach Berlin, wo am Sonntag die Partie beim TC SSC Berlin ansteht.

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