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Ein Fehler im System

Thema: Spielmodus nach Corona-Pandemie – Der Modus für die Fußball-Oberliga und die Landesliga ist alles andere als optimal.

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Carsten Boning

Carsten Boning

Zugegeben: Es ist nicht leicht, für die Oberliga mit ihren 20 Teams und die Landesliga mit ihren 21 Mannschaften einen Spielmodus zu finden, der nach zwei Corona-Saisonabbrüchen alltagstauglich ist, der alle glücklich macht und der möglichst viele Unwägbarkeiten in Pandemie-Zeiten berücksichtigt.

Der Spielmodus, der für die beiden aufgeblähten Ligen gewählt wurde, ist alles andere als optimal – das kristallisiert sich jetzt immer mehr heraus. Dass Mitte Dezember rund 50 Prozent der absolvierten Spiele einfach aus der Wertung fallen, kann nicht im Sinne des Wettbewerbs sein. Und es ist sehr bitter für jene Teams, die bislang eine tolle Saison gespielt haben – siehe BW Lohne, Hansa Friesoythe oder den TV Dinklage, um nur drei Beispiele zu nennen.

Dass sich Teams im letzten Drittel der Saison mit Blick auf die Teilung in Meister- und Abstiegsrunde aus nachvollziehbaren Gründen Gedanken darüber machen, ob eine Niederlage gegen einen bestimmten Gegner nicht sinnvoller ist als ein Sieg, ist eine Farce. Nein, das kann's nun wirklich nicht sein. Das führt den Wettkampf ad absurdum.

Wer immer sich diesen Modus ausgedacht hat, hat diesen Fehler im System entweder übersehen, unterschätzt oder gar ignoriert. Klingt alles nicht gerade gut. Ändern kann man es nicht mehr, dafür ist es zu spät. Aber es ist nicht zu spät, um diesen Modus für die Zukunft in die Tonne zu werfen.

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