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Ein Derby, das noch mal so richtig wichtig werden könnte

In der Fußball-Landesliga empfängt Falke Steinfeld den TV Dinklage. Trainer Artur Zimmermann ist genervt von Rechenspielen.

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Geht hier noch ein Kopfball? Dinklages Steffen Espelage im Hinspiel gegen Falke; rechts Halil Ablak. Foto: Wenzel

Geht hier noch ein Kopfball? Dinklages Steffen Espelage im Hinspiel gegen Falke; rechts Halil Ablak. Foto: Wenzel

Derbyzeit im Südkreis: Am Sonntag (14.00 Uhr) empfängt der Fußball-Landesligist Falke Steinfeld den TV Dinklage zum Nachbarschaftsduell. Die Steinfelder wollen die 0:7-Packung beim SV Holthausen wiedergutmachen. Währenddessen schielt Dinklage schon auf die Aufstiegsrunde.

Falken-Trainer Artur Zimmermann wollte eigentlich keine Ausreden suchen. Aber als er ein paar Sätze gesagt hatte, bemerkte er schnell, dass es doch welche waren. Viele angeschlagene Spieler, wenige Akteure im Training und zu viel Risiko in Hälfte zwei in Holthausen. Zimmermann brach die Aufzählung ab. Er hielt fest: „Wir waren nicht auf dem Stand, um Paroli zu bieten.“ Und noch deutlicher: „Wir haben übelst schlecht gespielt.“

Das soll sich im Derby gegen Dinklage nicht wiederholen. Die Falken, die auf ihren Top-Torjäger Georges Baya Baya (Schlag aufs Knie) verzichten müssen, rechnen mit einem engen Duell und mit viel eigenen Spielanteilen. Zimmermann sagt: „Wir haben etwas gutzumachen.“ Steinfeld wartet zudem seit sechs Spielen (drei Niederlagen, drei Remis) auf einen Sieg.

Arlinghaus will Steinfeld nicht unterschätzen

Auch der TV Dinklage konnte zuletzt nicht gewinnen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Arlinghaus verlor ebenfalls in Holthausen (0:2) und gegen den SC Melle (0:2). Also gegen die beiden Spitzenteams. Aber in den VEC-Derbys haben die Dinklager eine starke Bilanz. In fünf Spielen gab's in dieser Saison drei Siege und zwei Remis. Unterschätzen werde man Steinfeld aber nicht, so Arlinghaus: „Die werden hellwach sein.“

Es ist ein Derby – und Derbys sind immer wichtig. Sind immer hart umkämpft. Aber dieses Mal geht's nicht nur ums Prestige – sondern möglicherweise auch um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Dass die Falken den Gang in die Abstiegsrunde antreten müssen, ist derzeit wahrscheinlich.

Dinklage will "großen Schritt" machen

Offen ist die Situation allerdings noch beim TVD. Die ersten vier Teams qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde und haben den Klassenerhalt sicher. Aber nur ein Punkt trennt den TVD von den Rängen fünf und sechs. Dinklage, das derzeit auf Platz drei liegt, kann also durchaus noch in die Abstiegsrunde rutschen. Käme es so, würden die Punkte aus den beiden Aufeinandertreffen mitgenommen werden. Das Hinspiel gewann Dinklage (2:1).

Begeistert von diesen Rechenspielen ist Falken-Coach Artur Zimmermann nicht. „Ich hasse sowas. Man ist Sportler. Wir möchten immer alles gewinnen. Das möchten wir den Zuschauern bieten“, sagt er. Natürlich hofft auch Stefan Arlinghaus auf einen Sieg. Dann hätte Dinklage „einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde gemacht“.

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