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Ein Derby als Weg aus dem Abwärtsstrudel

In der Fußball-Landesliga treffen am Sonntag die kriselnden Klubs TV Dinklage und Falke Steinfeld aufeinander. Daniel Nuxoll und Andreas Zimmermann sprechen über die Situation.

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Szenen eines Derbys: Falke-Trainer Artur Zimmermann (hinten) und TVD-Coach Stefan Arlinghaus an der Seitenlinie. Foto: Wenzel

Szenen eines Derbys: Falke-Trainer Artur Zimmermann (hinten) und TVD-Coach Stefan Arlinghaus an der Seitenlinie. Foto: Wenzel

„Wake me up when September ends“, heißt es im Rocksong von Green Day. „Weckt mich auf, wenn der September vorbei ist.“ Wenn man sich die jüngsten Ergebnisse des TV Dinklage und von Falke Steinfeld anschaut, dann könnte dieser Satz auch der Gemütslage der beiden Fußball-Landesligisten entsprechen. Der neunte Monat des Jahres war für beide Teams nach ihren guten Starts in die Saison bislang ein schlechter. Die Flaute begann für beide aber schon im August: Der TVD hat drei Liga-Spiele in Folge verloren, die Falken gar vier. Am Sonntag wird mindestens eine der beiden Serien enden: Um 15.00 Uhr treffen die schwächelnden Teams im Dinklager Jahnstadion aufeinander.

TVD-Kapitän Daniel Nuxoll hatte nach dem schwachen Auftritt in Melle (1:3) eine „Aufbruchstimmung“ verspürt. Und dann gab es am Mittwoch den Bezirkspokal-K.o. im Elfmeterschießen beim FC Lastrup. Man habe diese Partie eigentlich dazu nutzen wollen, mit Schwung ins Derby gegen Steinfeld zu gehen, erklärt Nuxoll. Aber daraus wurde nichts.

Der 31-Jährige nennt als Grund für die derzeitige Flaute „zu viele und zu einfache Gegentore“. Besonders stört ihn die Tatsache, dass Dinklage in den letzten vier Spielen jeweils in den ersten zehn Minuten ein Gegentor kassiert hat. Das Defensivverhalten des Kollektivs müsse verbessert werden, während man sich um die Offensive keine Sorgen machen müsse. „Es ist nicht das Problem, dass wir keine Tore mehr erzielen“, sagt er. Angesichts der „extrem verjüngten“ Mannschaft sei es aber auch normal, dass mal Fehler passieren.

Steinfeld möchte auch mal in Führung gehen

Angesprochen aufs Derby gegen Steinfeld hält Nuxoll fest: „Beide sind aktuell, glaube ich, auf dem gleichen Weg – und der ist nicht positiv.“ Er betont aber auch: „Alles, was war, ist jetzt egal.“ Vor dem Derby „sollte jeder wissen, worum es geht. Da mache ich mir keine Sorgen.“

Der Steinfelder Leistungsträger Andreas Zimmermann hat mehrere Gründe für die Misere ausgemacht. Einer davon sei die Chancenverwertung. Der 31-Jährige konkretisiert: „Wir haben bis jetzt in jedem Spiel die erste dicke Chance gehabt. Wir müssen einfach mal in Führung gehen. Das kriegen wir im Moment nicht gebacken.“

Aber auch das Defensivverhalten sei ausbaufähig, was die elf Gegentore bei den letzten drei Niederlagen in Melle (0:5), in Bad Rothenfelde (1:4) und gegen Schüttorf (0:2) unterstreichen. Zimmermann führt als Grund an, dass den Falken in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehler unterlaufen. „Wer oft das Spiel macht, macht auch mehr Fehler“, sagt er. Die seien zuletzt eiskalt genutzt worden. Außerdem seien die Steinfelder bei Standardsituationen aktuell zu anfällig. Alles schwarzmalen will der Mittelfeldstratege aber nicht. Er meint: „Das kriegen wir hin.“

Wenngleich mit Paul Kosenkow (Leistenprobleme) und Fynn Dauny (Knieverletzung) zwei Spieler ersetzt werden müssen, herrscht große Vorfreude auf Sonntag. „Ein Derby kommt immer gelegen“, sagt Zimmermann, der bislang in allen sechs Saisonspielen über die volle Distanz gegangen ist. Und: „Ein Spiel kann komplett alles ändern.“ Auf diesen Effekt hofft man auch in Dinklage. Damit der September doch noch erträglich wird.

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