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„Ein bisschen fitter“ in die nächsten Begegnungen

Cloppenburgs Handballmänner schieben nach dem 21:47-Debakel beim TSV Altenholz noch Frust

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Niedergerungen: Mark Schulat (links) zieht in diesem Duell den Kürzeren. Eine durchaus symbolträchtige Szene, denn den TVC hatte insgesamt in Altenholz nichts zu bestellen. Foto: Langosch

Niedergerungen: Mark Schulat (links) zieht in diesem Duell den Kürzeren. Eine durchaus symbolträchtige Szene, denn den TVC hatte insgesamt in Altenholz nichts zu bestellen. Foto: Langosch

Der Frust nach dem Auftakt im Ligapokal sitzt tief. Auch zwei Tage nach dem brutalen 21:47 beim TSV Altenholz war Barna-Zsolt Akacos, Trainer der Drittligahandballmänner vom TV Cloppenburg, am gestrigen Montag noch arg geknickt.

„In den letzten beiden Nächten habe ich tatsächlich nicht gut geschlafen. Die Niederlage ist mir sehr nahe gegangen. Das haben wir uns anders vorgestellt“, sagt der Coach, der von einer Reihe von Trainerkollegen Zuspruch erhalten hat. „Einige haben aber auch gefragt, warum wir uns das antun“, erzählt Akacsos, der sich nach dem Debakel für die Leistung seiner Mannschaft sogar entschuldigt hatte. „Es ist ja wirklich eine sehr, sehr ungleiche Situation. Alle anderen Mannschaften in unserer Gruppe haben durchtrainieren können – nur wir nicht.“ Gerade einmal elf Einheiten hatten die Cloppenburger in der Vorbereitung, mit der sie erst am 8. März begonnen haben.

Immerhin, am Wochenende ist der TV Cloppenburg spielfrei und muss erst am übernächsten Samstag gegen die Zweitvertretung der Füchse Berlin ran. „Damit haben wir sechs Trainingseinheiten und das bietet mir die Gelegenheit, die Jungs ein wenig fitter zu kriegen“, sagt Akacsos.

Ob der TVC in seinem ersten Heimspiel während des Ligapokals auf seinen Spielmacher Mark Schulat zurückgreifen kann, ist indes fraglich. Eine Wadenverletzung macht ihm zu schaffen. „Ich kann noch nicht genau sagen, was es ist. Aber ich hoffe, dass es sich als Zerrung herausstellt und ich nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann.“

Mark Schulat hofft, gegen die Füchse II wieder dabei zu sein

Die Rückschau auf das Spiel in Altenholz fällt für Schulat sehr durchwachsen aus: „Natürlich war es cool, mal wieder ein Handballspiel zu bestreiten, aber unter den Voraussetzungen hätte ich persönlich an dem Wettbewerb lieber nicht teilgenommen. Wir müssen uns schon fragen, ob wir aus dem Ligapokal einen Mehrwert ziehen.“

Zumal eine derartige Klatsche alles andere als ein Spaß ist. „Wir waren von der Dynamik und Athletik her klar unterlegen, auch die handballspzifischen Sachen und die Spritzigkeit haben gefehlt“, meint Schulat. „Das waren schon Riesenunterschiede zu Altenholz. Wobei ich auch sagen muss, dass der TSV einen sehr schönen Handball gespielt hat. Das war sehr gut anzuschauen. Blöd nur, dass wir die Gegner waren.“

Für die kommenden Begegnungen hofft Schulat, dass es den Cloppenburgern gelingt, sich besser zu präsentieren. „Wir sollten die Partien als Trainingsspiele nehmen, um wieder Spielpraxis zu bekommen. Und wenn wir besser mithalten, dann können wir aus dem Ligapokal noch etwas Positives mitnehmen.“

Restlos bedient: Die langen Gesichter auf der Bank des TV Cloppenburg in Altenholz sprachen Bände. Foto: LangoschRestlos bedient: Die langen Gesichter auf der Bank des TV Cloppenburg in Altenholz sprachen Bände. Foto: Langosch

Die Aufgaben indes bleiben sehr anspruchsvoll. Die Füchse Berlin haben ihr Auftaktmatch bei den SC Magdeburg II Youngsters am Sonntagabend mit 30:23 gewonnen. Cloppenburgs Coach Akacsos schwant Böses: „Auch die zweiten Mannschaften dieser Vereine trainieren unter Profibedingungen und die Spieler stehen auf dem Sprung in die Bundesligakader. Da kommt also einiges auf uns zu. Aber wir werden uns intensiv vorbereiten und uns so teuer wie möglich verkaufen.“

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