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Ein bisschen Druck – und einmal Puls 240

Am Sonntag um 15.00 Uhr steigt in der Fußball-Landesliga Staffel 2 das Derby zwischen GW Mühlen und dem TV Dinklage.

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Wer drückt hier wen weg – und wer kriegt den Ball? Mühlens Leo Westermann (rechts) im Pokal-Zweikampf mit Sefa Oral von Amasyaspor Lohne. Mühlen erwartet nun den TVD. Foto: Schikora

Wer drückt hier wen weg – und wer kriegt den Ball? Mühlens Leo Westermann (rechts) im Pokal-Zweikampf mit Sefa Oral von Amasyaspor Lohne. Mühlen erwartet nun den TVD. Foto: Schikora

Der frühe K.o. im Pokal bei Amasyaspor Lohne war relativ schnell abgehakt, das 1:2 zum Landesliga-Auftakt in Schüttorf wirkte indes noch ein paar Tage nach. Keine Frage: Die Fußballer von GW Mühlen hatten sich einen anderen Start in die Saison 2021/22 erhofft.

Für Andreas Hinrichs, den neuen Trainer der Grün-Weißen, kein Grund zur Panik, wohl aber für geschärfte Sinne. „Mit jedem Spiel, das nicht gewonnen wird, steigt der Druck, das ist ja normal. Und ein bisschen Druck ist jetzt auch schon da. Ich hoffe, dass am Sonntag der Knoten platzt und wir ein wenig von diesem Druck abbauen können“, sagt der 38-Jährige vor seinem ersten Derby als GWM-Coach. Der TV Dinklage ist am Sonntag um 15.00 Uhr zu Gast im Münsterlandstadion. Und der TVD reist sehr selbstbewusst an – weil er zum Liga-Start ein 4:0 gegen Union Lohne verbuchte und am Mittwoch per 3:1-Sieg in Emstekerfeld als einziger VEC-Landesligist die dritte Runde im Bezirkspokal erreichte.

Zurück zu GW Mühlen. Hinrichs fand die Leistung in Schüttorf „okay“, er sah „Fortschritte in der Spielanlage“. Man habe es nur versäumt, sich zu belohnen, also Tore zu schießen. Das sei in der Grafschaft das einzige Manko gewesen. Klingt im ersten Moment ganz ordentlich, aber Hinrichs weiß auch: „Gut gespielt und verloren – das kann ich maximal zwei-, dreimal erzählen, dann glaubt es keiner mehr. Klar, dass die Ergebnisse auch irgendwann stimmen müssen.“

Für Hinrichs gibt's Wiedersehen mit vier Ex-Spielern

Gegen den TVD muss Hinrichs in der Abwehr umstellen. Innenverteidiger Jan Bünnemeyer schied in Schüttorf früh mit einer Knieverletzung aus, eine genaue Diagnose wird in Kürze erwartet. Paul Wessels, ein potenzieller Nachrücker für das Abwehrzentrum, ist nach einer Weisheitszahn-OP auch nicht dabei. Gleiches gilt für Simon Pille (Achillessehne). Alexander Landwehr, der zuletzt Leistenprobleme hatte, hat sich derweil wieder fit gemeldet. Dafür hat Torsten Stukenborg mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen.

Diese Personalien zeigen: Das GWM-Puzzle für das Derby wird nicht so einfach. Für Hinrichs gibt's am Sonntag auch ein Wiedersehen mit vier Spielern, die er in den letzten zwei Jahren als Trainer der A-Jugend von BW Lohne unter seinen Fittichen hatte: Bene Blömer, Tom Behrendt, Johann Kühling und Dirk Averdam. Behrendt kann jedoch nicht spielen, er ist verletzt.

Der 20-Jährige ist nicht der einzige TVD-Akteur, der fehlen wird. „Markus und Wilke sind auch nicht dabei“, sagt Coach Stefan Arlinghaus und meint damit Abwehrchef Markus Espelage und Spielmacher Wilke Weßling. Immerhin: Lasse Barz und Steffen Buddelmeyer sind nach Urlaub bzw. Klausuren wieder an Bord. Und wer steht im Tor? „Lukas Bornhorst wird es nicht sein“, antwortet Arlinghaus mit einem Grinsen. Bornhorst, eigentlich Abwehrspieler, stand in E'feld in den letzten Minuten im Tor, da der zur Pause für Sven Neuefeind eingewechselte Keeper Marcel Nuxoll verletzt vom Feld musste. Kurz vor Schluss habe Emstekerfeld noch einen 20-m-Freistoß gehabt, so Arlinghaus: „Ich glaub', Lukas hatte Puls 240. Es ist aber nichts mehr passiert.“ Und wer steht jetzt im Derby im Tor? „Wir warten Freitag ab“, so Arlinghaus. Stammkeeper Jan Rohe kehrt nach seiner Fußverletzung (Tritt in eine Scherbe) ins Training zurück. Neuefeind, gegen Union Lohne ein Garant für das „Zu Null“, steht Gewehr bei Fuß.

Unabhängig von der T-Frage will Dinklage am Sonntag ein „Statement nach unten“ setzen, so Arlinghaus. Dass die Offensive bislang auch ohne Felix Schmiederer funktioniert hat, freut den Coach: „Wir haben da viel Qualität.“ Ein halbes Dutzend Spieler seien in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Dazu passt, dass die acht Tore in den drei Pflichtspielen von sieben verschiedenen Spielern erzielt wurden. Im Wissen um diese Qualität hofft der Coach auch auf spielerische Fortschritte. Er sagt: „E'feld hat sehr defensiv gespielt. Da war bei uns die Geduld nicht so da. Wir wollten zu oft mit dem Kopf durch die Wand.“ Aber die Ausbeute stimmte – das hat der TVD den Mühlenern voraus.

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