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Ein amtierender Meister für den Abstiegskampf

Rasta Vechta hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Der Basketball-Zweitligist hat den 23 Jahre alten Point Guard Sa'eed Nelson verpflichtet. Alles Wichtige zum Transfer gibt's hier.

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Neu bei Rasta: Sa'eed Nelson. Foto: ProA

Neu bei Rasta: Sa'eed Nelson. Foto: ProA

Zwei Stunden vor dem Spiel gegen die Itzehoe Eagles (Dienstag, 19.30 Uhr) gab Basketball-Zweitligist Rasta Vechta die Verpflichtung von Sa'eed Nelson bekannt. Hier einige Fragen und Antworten zum nächsten Transfer.

Woher stammt Nelson? Der 23 Jahre alte und 1,88 m große US-Aufbauspieler wuchs in Pleasantville/New Jersey auf. Von 2016 bis 2020 spielte er in Washington für die American University in der First Division der US-College-Liga NCAA (118 Partien mit 36:54 Minuten, 17,9 Punkten, 4,4 Assists und 4,7 Rebounds im Schnitt).

Wo stand Nelson zuletzt unter Vertrag? In Estland. Der Point Guard unterschrieb im September einen Vertrag bei Rapla KK; ein Klub, der in der lettisch-estnischen Liga spielt. Dort brach aber eine Verletzung, die er sich im Sommer zugezogen hatte, wieder auf. Nach drei Wochen ging's – ohne Einsatz für Rapla – zurück in die USA. Mittlerweile ist alles auskuriert, Nelson hat die Medizinchecks bestanden und war nach knapp acht Monaten Zwangspause vor seinem Comeback „tatsächlich sehr aufgeregt“, wie er einräumte: „Ich möchte wieder dieses Gefühl dafür bekommen, wie es ist, zu spielen.“

Vertrag mit Nigel Pruitt wurde aufgelöst

Hat er ProA-Erfahrung? Ja, in der Saison 2020/21 gehörte Nelson zu den Leistungsträgern bei den MLP Academics Heidelberg. Auf dem Weg zur ProA-Meisterschaft und zum BBL-Aufstieg absolvierte er 32 der 34 Spiele (24:19 Minuten im Schnitt). Mit 13,0 Punkten pro Partie war Nelson teamintern der drittbeste Scorer. Bei den Assists (5,0) lag er vorne, hinzu kamen noch 3,8 Rebounds.

Was erwartet der Trainer? Vladimir Lucic hofft, dass Nelson „die Offense besser organisieren wird“, dass das Turnover-Problem der Vergangenheit angehört. Lucic sagt: „Sa’eed hat die Liga kennengelernt und hatte mit Heidelberg großen Erfolg. Er ist ein junger Spieler, ein ambitionierter Profi, der im Sommer leider Verletzungspech hatte und deshalb lange nicht gespielt hat – aber jetzt ist er bereit.“

Hat der Nelson-Transfer weitere personelle Konsequenzen? Auf den ersten Blick (noch) nicht. Rasta reagiert zunächst einmal auf die Verletzung von A.J. Turner, der weiter ausfällt. Klar ist aber auch: Lucic hat nun 13 gesunde Profis im Kader (sieben Amerikaner, sechs Deutsche), nur zwölf können spielen, einer muss aussetzen. Ein Umstand, der Chancen (Konkurrenzkampf) bietet, aber auch Gefahren (Unzufriedenheit) birgt. Dass Rasta am Dienstag auch die Vertragsauflösung mit dem seit Oktober auf dem Abstellgleis geparkten Nigel Pruitt (nur zwei Kurzeinsätze) bekanntgab, steht in keinem Zusammenhang mit dem Nelson-Deal.

Wie oft hat Rasta eigentlich schon nachverpflichtet? Nelson ist nach James Washington, Tyrone Nash, Tajuan Agee und Joel Aminu die fünfte Nachverpflichtung in der laufenden Saison. Er ist zudem der 19. Spieler, den Rasta in dieser Serie einsetzt – Rekord weiter ausgebaut. Und: Nelson ist der 90. ausländische Rasta-I-Profi seit dem ProB-Aufstieg 2009.

Wie viele Transfers sind in dieser Saison noch möglich? In der ProA darf ein Verein 18 Profi-Lizenzen vergeben, Rasta steht jetzt bei 17, Youngster wie Kilian Brockhoff oder Justin Onyejiaka zählen nicht mit. Heißt: Rasta kann theoretisch noch einmal nachjustieren.

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