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Ein Abenteuer voller Pleiten, Pech und Pannen

Die Tennis-Herren des TV Lohne zahlen in der Nordliga reichlich Lehrgeld. Der Aufsteiger war auch beim 0:9 gegen den Harvestehuder THC chancenlos.

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Chancenlos im Einzel: Lohnes Arkadiy Kharenko. Foto: Schikora

Chancenlos im Einzel: Lohnes Arkadiy Kharenko. Foto: Schikora

Sie hatten sich so auf das Abenteuer Nordliga gefreut, und nun reiht sich eine bittere Lehrstunde an die andere: Die Tennis-Herren des TV Lohne bekommen nach dem sechsten Aufstieg binnen acht Jahren die Grenzen aufgezeigt. „Es ist eine Saison mit Pleiten, Pech und Pannen“, erklärte Lohnes Vorstandsmitglied Matthias Soika nach der jüngsten 0:9-Niederlage gegen den Harvestehuder THC. Nach drei Spieltagen ist Lohne das Schlusslicht in der Gruppe A der Nordliga und wartet weiter auf den ersten Einzel- oder Doppelsieg. Glück für Lohne: Wegen der Corona-Pandemie gibt's in der ersten Saison nach der Zwangspause keine Absteiger.

„Wir sammeln gerade viele Erfahrungen. Eine Erkenntnis ist, dass wir in dieser Konstellation nicht wirklich konkurrenzfähig sind“, sagte Soika und zitierte mit einem Schmunzeln den ehemaligen Fußball-Profi Jürgen Wegmann: „Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu.“ Von den ausländischen Spielern im Lohner Kader waren am Wochenende die kolumbianische Nummer eins Felipe Rojas (Quarantäne) sowie der Italiener Breno Rosetto, der Tscheche Richard Pavluv und der Schweizer Lars Aregger nicht dabei. Und kurzfristig fiel auch noch Arnd Weyhausen aus.

Ersatz gab's nicht, da die 2. Herren bereits unterwegs war zu ihrem Spiel. Folge: Lohne trat nur zu fünft an und schenkte ein Einzel sowie ein Doppel kampflos ab. „Ich glaube, auch in Bestbesetzung hätten wir gegen Harvestehude keine Chance gehabt“, sagte Soika. Der Gegner sei „unfassbar stark“ gewesen. Er sprach von einem „Quantensprung von der Oberliga zur Nordliga“.

Saison endet am Sonntag beim Club an der Alster II

In der Vorwoche beim 0:9 gegen Alfeld waren die Lohner gar nur zu viert, sie gaben drei Partien kampflos ab. Und am ersten Spieltag war Lohne aufgrund eines Corona-Verdachtfalls kurzfristig nicht angetreten – sehr zum Ärger des Gegners TC Rotenburg. Gegen die Wertung (9:0 für Rotenburg) und die Strafe (250 Euro) hat der TV Lohne Einspruch eingelegt. Der Fall liegt jetzt beim Sportgericht des Deutschen Tennis Bundes.

Zurück zum Spiel gegen Harvestehude: Christian Braun, in Abwesenheit von Rojas und Co. die Lohner Nummer eins und in der letzten Oberliga-Saison in allen Einzeln siegreich, hatte beim 2:6, 2:6 gegen den 2,08-m-Riesen Christian Seraphim keine Chance. „Der Gegner hatte ein Wahnsinnstempo“, so Soika. Auch Ioannis Brokakis, ein Grieche aus Bremen (0:6, 2:6), sowie Arkadiy Kharenko (2:6, 0:6), Julian Weyhausen (1:6, 0:6) und Marvin Schippmann (4:6, 1:6) verloren glatt in zwei Sätzen. Letzterer war der einzige Lohner, der zumindest einen Satz gut mithalten konnte.

Lohnes erste Nordliga-Saison endet am Sonntag (25. Juli, 11.00 Uhr) beim Club an der Alster II in Hamburg – dann sind Felipe Rojas und Kapitän Kai von der Assen nach ihrer Quarantäne wieder dabei. „Sie haben aber drei Wochen nicht richtig trainiert“, gab Soika zu bedenken.

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