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Dümmerläufer trotzen Wind und Corona

SW Osterfeine freute sich beim Comeback des Events für "Sportler gegen Hunger" über 309 Finisher. Andreas Bröring siegte über 18 Kilometer – und war dabei so schnell wie noch nie.

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Kleine Läufer, großer Ehrgeiz: Katharina Stark (links) gibt den Startschuss für den Kinder- und den 18-Kilometer-Lauf. Foto: Frank Wenzel

Kleine Läufer, großer Ehrgeiz: Katharina Stark (links) gibt den Startschuss für den Kinder- und den 18-Kilometer-Lauf. Foto: Frank Wenzel

Starker Wind ist am Dümmer nichts Ungewöhnliches, aber dieser Wind war den Organisatoren des 8. Dümmerlaufs für "SgH" dann doch etwas zu heftig. "Die Zelte für die Zeitmessung sind uns schon beim Aufbauen 2-mal um die Ohren geflogen", berichtete Dawid Wadulla vom Lauftreff von SW Osterfeine. Gut, dass man sich am Dümmer kennt und hilft. "Wir haben dann kurzfristig 2 Anhänger von der Firma Runnebaum zur Verfügung gestellt bekommen", erzählte Wadulla. Organisieren heißt manchmal auch improvisieren. 

Und so konnte das Comeback des Dümmerlaufs für die OV/KSB- Aktion "Sportler gegen Hunger" nach der Corona-Zwangspause problemlos über die Bühne gehen. Problemlos und erfolgreich: Trotz Wind und Regens und trotz der Corona-Auflagen, die zur Folge hatten, dass spontane Nachmeldungen nicht möglich waren, gingen 309 Aktive auf den verschiedenen Strecken an den Start. Die mit Abstand meisten – nämlich 175 – absolvierten dabei die komplette Dümmerrunde über 18 Kilometer.

Und das zum Teil in einem atemberaubenden Tempo. Der Lohner Andreas Bröring, der schon beim Vechtaer Brückenlauf dem Top-Läufer Viktor Kuk ein packendes Rennen geliefert hatte, gewann – wie bei der letzten Auflage im Jahr 2019 – die 18 Kilometer. Und trotz des heftigen Windes, der vor allem auf den ersten 6 Kilometern von vorne kam, verbesserte er in 1:02:53 Stunden seine Dümmer-Bestzeit aus 2019 (1:05:10) noch einmal um 2:17 Minuten.

Foto: Wenzel
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Um Platz 2 lieferten sich Alexander Krenz – Freund der Lohner Top-Läuferin Kathi Stark – und der Vechtaer Lars Ulbrich einen Zweikampf. Im Ziel verwies Alexander Krenz (1:05:27) Ulbrich (1:05:29) ganz knapp auf Rang 3. Bei den Frauen siegte Judith Niehaus (1:20:16) vor der Langfördenerin Linda Rachel (1:24:09) und der Vechtaerin Johanna Wieferig (1:25:30), die auch im Pensionsalter noch ganz vorne mitmischt.

Auf der 10-km-Distanz triumphierte mit dem Dammer Alexander Hasselbach, der mittlerweile für den BV Garrel startet, ebenfalls ein heimischer Läufer – und das unter erschwerten Bedingungen. „Er ist vor kurzem Vater geworden und konnte kaum trainieren“, berichtete Dawid Wadulla: "Und in der Nacht vorher hat er auch nicht viel geschlafen." Dafür konnte sich seine Siegerzeit von 35:04 Minuten durchaus sehen lassen.

Kathi Stark, die eine Woche zuvor noch den Berlin-Marathon in persönlicher Bestzeit von 2:51:27 Stunden absolviert hatte, ging diesmal nicht an den Start. Was aber weniger an ihren müden Beinen als einer leichten Erkältung lag. Sie machte sich dennoch nützlich und gab die Startschüsse für die einzelnen Läufe.

Insgesamt zog der Lauftreff Osterfeine, der mit 28 Helfern im Einsatz war, eine positive Bilanz: "Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir trotz der Auflagen über 300 Läufer an den Dümmer bekommen", sagte Dawid Wadulla: "Wir haben sehr viel positives Feedback bekommen und wir hatten sehr viele externe Läufer. Das hat uns sehr gefreut. Alle waren froh, wieder an einem Wettbewerb teilnehmen zu können. Das konnte man den Leuten ansehen." Einen besonderen Dank richteten die Organisatoren an die Segelvereine Olga-Hafen, Südoldenburger Seglerclub und Clarholz, die den Läufern ihre Infrastruktur zur Verfügung stellten, sowie an die Stadt Damme, die Malteser Damme und die Freiwillige Feuerwehr Osterfeine.

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