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Duathlon-WM in Viborg: Inga Hintze kehrt als Weltmeisterin zurück

Die dreifache Mutter aus Lohne holte sich in Dänemark den Titel in ihrer Altersklasse. Dabei hatte ihr Start bis zuletzt auf der Kippe gestanden - wegen Corona.

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Gruß aus Viborg: Inga Hintze mit Medaille und dänischer Flagge. Foto: Bittner

Gruß aus Viborg: Inga Hintze mit Medaille und dänischer Flagge. Foto: Bittner

Eigentlich wollte sie nach ihrer zweiten Corona-Erkrankung nur „dabei sein“ – doch am Ende kehrte Inga Hintze sogar als Weltmeisterin zurück. Bei der Duathlon-WM im dänischen Viborg sicherte sich die 41-jährige Ausdauersportlerin auf der Mitteldistanz einen starken sechsten Platz in der Gesamtwertung der Frauen. In ihrer Altersklasse 40-44 bedeutete dies den WM-Titel für die dreifache Mutter.

Erst im April hatte sich Inga Hintze, die für BW Lohne startet, bei den Deutschen Meisterschaften in Alsdorf bei Aachen als Gesamtzweite den Altersklassentitel im Sprint geholt. Doch dann erwischte sie erneut Corona. „Nach Alsdorf war ich das zweite Mal positiv und wieder außer Gefecht“, berichtete die Lohnerin: „Nach dem Belastungs-EKG am letzten Dienstag habe ich dann grünes Licht für den Wettkampf bekommen und wollte einfach nur dabei sein. Umso schöner war es dann, dass man doch noch was abrufen konnte und der Wettkampf erfolgreich war.“

10 Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren und noch einmal 10 Kilometer Laufen – das war die Distanz, die die Duathleten in Viborg auf der Mittelstrecke zu absolvieren hatten. Und die Strecke forderte den Aktiven einiges ab. Gelaufen wurde auf einem laut Inga Hintze „wahnsinnig kraftraubenden“ Rundkurs durch die historische Innenstadt Viborgs, der viermal zu absolvieren war.

Der zweite 10-km-Lauf wurde für Inga Hintze "richtig hart"

„Die Strecke war gespickt mit kräftezehrenden Anstiegen und schnellen Bergab-Passagen. Die langgezogenen Kopfsteinpflaster ließen vor allem beim zweiten Lauf die Muskulatur glühen und krampfen“, berichtete die Lohnerin. Die ersten 10 Kilometer brachte sie in 41:00 Minuten hinter sich.

Auch die Radstrecke – ein zweimal zu durchfahrender Rundkurs mit insgesamt 500 Höhenmetern – hatte es in sich. Über ein 500 Meter langes Kopfsteinpflasterstück ging es raus aus der Innenstadt und weitere 3 Kilometer auswärts nach Dollerup Hills. „Die wellige und anspruchsvolle Radstrecke mit Kopfsteinpflaster lag mir allerdings und ich konnte zwei Damen überholen“, sagte Inga Hintze. Sie absolvierte die 60 km auf dem Rad in 1:50:58 Stunden.

Der zweite 10-km-Lauf war für die Lohnerin dann „richtig hart“. Hier habe sich das teils fehlende Training bemerkbar gemacht. In 45:14 Minuten brachte die 41-Jährige die letzte Etappe hinter sich. In einer Gesamtzeit von 3:19:43 Stunden erreichte sie so das Ziel. In der Gesamtwertung der Frauen bedeutete das Platz sechs unter 58 Starterinnen. Den Sieg sicherte sich hier die Dänin Trine Andersen in 3:00:13 h.

In der AK 40-44, wo sieben Damen angetreten waren, holte sich Inga Hintze mit ihrer Zeit den Weltmeistertitel.

Beeindruckend auch die Zeiten der Profis, die ebenfalls die WM austrugen. Bei den Männern triumphierte der Slowake Ondrej Kubo in 2:28:25 Stunden (31:27 min/1:23:09 h/32:05 min). Bei den Frauen siegte Melanie Maurer (Schweiz) in 2:54:50 (36:11 min/1:37:41 h/38:44).

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