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Dragons patzen und kommen doch ans Ziel

Quakenbrücks Basketballer erreichen die Playoffs der 2. Bundesliga ProA trotz 79:85-Niederlage gegen Tübingen

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Erster Frust: Die Enttäuschung über die Niederlage gegen Tübingen war den Dragons ins Gesicht geschrieben. Erst Stunden später dürften sich die Mienen aufgehellt haben, als die Quakenbrücker erfuhren, dass sie doch die Playoffs sicher haben. Foto: Langosch

Erster Frust: Die Enttäuschung über die Niederlage gegen Tübingen war den Dragons ins Gesicht geschrieben. Erst Stunden später dürften sich die Mienen aufgehellt haben, als die Quakenbrücker erfuhren, dass sie doch die Playoffs sicher haben. Foto: Langosch

Wenige Minuten nach dem letzten Heimspiel der Hauptrunde in der 2. Bundesliga ProA versammelten sich die Basketballer der Artland Dragons in der Spielfeldmitte. Die hängenden Köpfe sprachen Bände. Durch die überflüssige und nicht eingeplante 79:85-Heimniederlage (41:41) gegen Kellerkind Tigers Tübingen hatten sie es verpasst, die Teilnahme an den Playoffs klarzumachen. Die Mienen sollten sich aber Stunden später aufhellen: Da die Gladiators Trier, die als Einzige den Dragons nach einen Platz unter den ersten acht hätte streitig machen können, gegen den Tabellenvorletzte, die Nürnberg Falcons, mit 82:85 verlor, kamen die Quakenbrücker doch vorzeitig ans Ziel und nehmen an der Meisterrunde teil.

Die Leistung gegen Tübingen verleitet indes nicht, große Zuversicht zu versprühen. Die Mannen um Cheftrainer Tuna Isler erwischten einen holprigen Start, schienen aber auf Kurs zu kommen, als sie aus einem 4:8 ein 17:8 machten. Bis zum Ende des ersten Viertels aber war die Führung schon wieder auf 18:14 geschrumpft.

Dass die Gäste in dieser Phase im Spiel blieben, verdankten sie neben ihrem Besten, Elias Valtonen, vor allem Roland Nyama, der in der ersten Halbzeit nicht weniger als 19 seiner insgesamt 25 Punkte erzielte und nahezu nach Belieben traf. Nach dem zweiten Abschnitt war beim 41:41 alles offen.

Topscorer unter sich: Quakenbrücks Adrian Breitlauch (weißes Trikot) erzielte für die Dragons 22 Punkte und acht Rebounds, Elias Valtonen für die Trierer 24 Zähler und sechs Rebounds. Foto: Langosch Topscorer unter sich: Quakenbrücks Adrian Breitlauch (weißes Trikot) erzielte für die Dragons 22 Punkte und acht Rebounds, Elias Valtonen für die Trierer 24 Zähler und sechs Rebounds. Foto: Langosch 

Im dritten Viertel schienen die Drachen die ersatzgeschwächten Gäste in den Griff zu bekommen. Über 53:47 setzten sie sich auf 66:59 ab. Ein kleines Polster, ja, aber alles andere als ein Ruhekissen, wie sich herausstellen sollte.

Denn im Schlussabschnitt legte Tübingen los und drehte mit einem 10:0-Lauf zum 69:66 für die Tigers den Spieß herum. Es dauerte fast vier Minuten, bevor Robert Oehle im letzten Viertel die ersten Punkte für die Hausherren erzielte. Damit waren die Drachen wieder dran. Die Chance, selbst den Einzug in die Playoffs zu erreichen, war nach wie vor da. Aber in der spannenden Schlussphase neigte sich die Waage letztlich auf die Seite der nervenstärkeren Gäste.

„Dass wir über unseren vorzeitigen Playoff-Einzug sprechen können, freut uns natürlich sehr – auch wenn das Ganze aufgrund der Niederlage einen kleinen Beigeschmack hat“, meinte Dragons-Coach Tuna Isler. „Dennoch möchte ich betonen, dass wir uns diesen Erfolg aufgrund unserer geleisteten Arbeit im bisherigen Saisonverlauf voll und ganz verdient haben.“ Wer die Gegner in der Post-Season sein werden, stellt nach Abschluss der Hauptrunde am nächsten Samstag heraus. Die Artland Dragons bestreiten ihr letztes Spiel der „normalen“ Runde jesdoch bereits am Donnerstag (8. April). Um 18.30 Uhr treten sie beim Tabellenvierten, Science City Jena, an.

Die Saison in der 2. Basketballbundesliga ProA muss bis zum kommenden Samstag (10. April) abgeschlossen sein. Das hat zur Folge, dass nicht alle Begegnungen ausgetragen werden können. Aufgrund von behördlich angeordneter Quarantäne sind die beiden Teams von Science City Jena und den PS Karlsruhe Lions mit ihren Spielen arg im Rückstand, sie haben erst 22 ihrer eigentlich 28 Partien bestritten. Beide Mannschaften hatten unabhängig voneinander am 17. März Coronainfektionen bestätigt, folglich wurden insgesamt sieben Partien abgesetzt.

  • Die 2. Basketballbundesliga hat Anfang März Änderungen im Saisonablauf beschlossen. So wird es unter anderem keine Absteiger geben.
  • Die Playoffs der ersten acht werden in einem veränderten Modus ausgetragen. Bisher galt, dass zunächst der Erste der Hauptrunde gegen den Achten, der Zweite gegen Siebten, der Dritte gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften im Vergleich „Best of five“ um den Halbfinaleinzug spielen. Die vier besten Teams hätten die Endspielteilnehmer ermittelt, die dann um den Aufstieg in die BBL gespielt hätten.
  • Jetzt gilt folgendes Verfahren: Die acht Mannschaften werden in zwei Gruppen eingeteilt. In Gruppe 1 spielen der Este, der Vierte, der Fünfte und der Achte der Hauptrunde, die übrigen vier Teams in der Staffel 2.
  • Es geht im Modus „Jeder gegen jeden“ in Hin- und Rückrunde gegeneinander, so dass jede Mannschaft sechs Spiele bestreitet n Die beiden Gruppensieger steigen in die BBL auf, ermitteln aber noch im Finale (Hin- und Rückspiel) den Meister der 2. Bundesliga ProA.
  • Die Playoffs beginnen am Samstag, 17. April, und sollen bis zum 2. Mai abgeschlossen sein. Die beiden Finalpartien sind am Freitag, 7. Mai, und Sonntag, 9. Mai angesetzt.

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