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Doppelte Vorfreude auf ein „geiles Finale“

Die Fußballer von BW Langförden und RW Damme bestreiten am Freitag das Endspiel um den VEC-Kreispokal. Anstoß am Bomhof ist um 19.00 Uhr.

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Gute Laune bei RWD: Dammes neuer Coach Fabian Lang (links) und seine Spieler feiern einen Treffer im Kreispokal-Halbfinale gegen Falke Steinfeld II. Am Freitag steigt das Finale in Langförden. Foto: Wenzel

Gute Laune bei RWD: Dammes neuer Coach Fabian Lang (links) und seine Spieler feiern einen Treffer im Kreispokal-Halbfinale gegen Falke Steinfeld II. Am Freitag steigt das Finale in Langförden. Foto: Wenzel

Die Vorbereitung auf die Fußball-Saison 2021/22 läuft auf Hochtouren – und mittendrin wird noch der letzte Titel der Serie 20/21 vergeben. Die beiden Kreisligisten BW Langförden und RW Damme stehen sich am Freitagabend im Endspiel um den Kreispokal gegenüber. Anstoß ist um 19.00 Uhr am Bomhof in Langförden.

„Das wird ein geiles Finale mit 90 Minuten Vollgas“, sagt Langfördens Coach Peter Siemer. Mit dieser Einschätzung ist er nicht alleine. „Das kann ich nur bestätigen“, erklärt Dammes neuer Trainer Fabian Lang. BW Langförden gegen RW Damme – das ist nicht nur das Kreispokal-Finale, das ist auch ein erster Vorgeschmack auf die neue Kreisliga-Spielzeit. BWL, in der kurzen Corona-Saison 20/21 der makellose Spitzenreiter, und die personell stark aufgerüsteten Dammer gelten als Titelkandidaten.

Am Freitag geht's aber erst mal um den Kreispokal. Beide Teams haben vor einer Woche im Halbfinale die erste Pflichtspiel-Hürde seit Oktober 2020 erfolgreich gemeistert. Langförden ließ bei seinem 2:0-Sieg in Lutten nichts anbrennen, während die Dammer die Nerven von Coach Lang und den RWD-Fans arg strapazierten. Gegen Falke Steinfeld II verspielte Damme ein 2:0 und rettete sich in der Nachspielzeit per 3:3 ins Elfmeterschießen, das dann mit 3:2 gewonnen wurde.

Halbfinale hat Spuren hinterlassen

Apropos Elfmeterschießen: Damme stand vor einem Jahr schon mal im Kreispokal-Endspiel – und verlor beim coronabedingten Elfmeter-Turnier in Lohne den finalen Shootout vom Punkt gegen BW Lohne III mit 2:4. Versäumtes soll nun nachgeholt werden. Langförden peilt unterdessen den zweiten Kreispokal-Triumph nach 2013 an.

Klar ist jedoch auch, dass die „pure Vorfreude“ (Siemer) auf das Finale nicht frei von kleineren Sorgen ist. „Es ist ein schwieriger Spagat zwischen der normalen Vorbereitung auf eine Saison und dem Ziel, den Pokal zu gewinnen“, sagt Siemer. Erst recht vor dem Hintergrund, dass die Corona-Zwangspause verdammt lang war. RWD-Coach Lang sieht's ähnlich: „Man muss bei der Belastung höllisch aufpassen.“

Bereits das Halbfinale habe Spuren hinterlassen, betonen beide Trainer. „Wir hatten acht, neun Spieler, die nach dem Spiel in Lutten im roten Bereich waren und danach ein paar Tage nur leicht trainieren konnten“, so Siemer. Bei RWD waren es „sieben Spieler, die die Belastung deutlich runterfahren mussten“, erklärt Lang. Beide Trainer sind aber guter Dinge, dass die Kader am Freitag halbwegs komplett sind. Denn, so Siemer: „Mitten in der Vorbereitung so ein Highlight – das ist eine tolle Sache, alle freuen sich riesig darauf und wollen dabei sein.“

Und wer geht als Favorit ins Finale? Siemer bezeichnet RWD als „klaren Favoriten“ und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Das werden sie sicher nicht zugeben, aber für mich ist es so.“ Durch die vielen Neuzugänge – es sind elf – habe RWD eine „unfassbar hohe Qualität, vielleicht sogar die höchste in der Kreisliga“, so Siemer. Er geht aber fest davon, dass BWL ebenfalls gut gerüstet ist. Er spricht von „Urvertrauen“ und dem „Fokus im richtigen Moment“.

Dass RWD aufgrund der üppigen Personaloffensive in den vergangenen Wochen an Qualität gewonnen hat, streitet Lang gar nicht erst ab. Er gibt allerdings zu bedenken, dass die Findungsphase im Dersa-Sportpark noch längst nicht abgeschlossen ist. „Elf neue Spieler, dazu ein neuer Trainer – es kann nicht alles sofort klappen. Wir haben noch viel zu tun“, sagt Lang und führt als Beispiel den Einbruch gegen Falke II an. Und mit Blick auf den Finalgegner ergänzt er: „Langförden ist viel eingespielter und geschlossener.“ Diesen BWL-Pluspunkten will Damme am Freitag – und danach in der Liga – eine „neue Aufbruchstimmung“ (Lang) entgegensetzen.

Beim Cup-Finale am Bomhof kommt erstmals die neue Tribüne mit knapp 200 Sitzplätzen zum Einsatz – kein schlechter Anlass für die Premiere. Erwartet wird eine große Zuschauerkulisse, beide Dammer Fanbusse waren ruck, zuck voll. Wie schon bei den zwei Halbfinal-Partien in Lutten und Damme gilt auch beim Endspiel die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet), die entsprechenden Nachweise müssen mitgebracht werden. Die Kontakterfassung erfolgt per Corona- und Luca-App oder handschriftlich. BWL bittet um rechtzeitiges Erscheinen der Zuschauer, damit es am Eingang möglichst zügig geht.

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