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Dinklage und Oythe feiern Siege, Steinfeld schiebt Frust

In der Landesliga-Abstiegsrunde untermauert der TVD den ersten Platz, während Oythe neue Hoffnung schöpft. Falke ärgert sich derweil über eine gefühlte Niederlage.

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Sieg in Leer: Dinklages Trainer Stefan Arlinghaus. Foto: Wenzel

Sieg in Leer: Dinklages Trainer Stefan Arlinghaus. Foto: Wenzel

Germania Leer - TV Dinklage 2:4. Die „Drinbleib-Formel“ scheint aufzugehen, der TV Dinklage hat den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga dicht vor Augen. Mit einem verdienten 4:2 (1:0)-Arbeitssieg bei Germania Leer festigte das Team von Trainer Stefan Arlinghaus am Ostermontag die Tabellenführung in der Abstiegsrunde und baute den Vorsprung auf die Abstiegsplätze aus.

„Unterm Strich war es ein verdienter Sieg, aber wir hatten mehr Arbeit, als nötig gewesen wäre“, fasste TVD-Betreuer Michael Ostermann das Geschehen vor rund 150 Zuschauern – darunter etwa 30 aus Dinklage – zusammen. Worauf er anspielte, war, dass Dinklage eine beruhigende 2:0-Führung binnen fünf Minuten verspielte und die Partie fast noch gekippt wäre. Mit einem Traumtor hatte Thomas Wulfing die Dinklager in der ersten Halbzeit in Führung gebracht. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke drosch er den Ball aus 25 Metern in den Winkel. Der TVD hatte das Geschehen im Großen und Ganzen im Griff. Nur in der 45. Minute ließen die Gäste sich einmal auskontern und hatten Glück, dass Leer das Tor nicht traf.

Als Steffen Espelage kurz nach Wiederbeginn nach feiner Einzelleistung von Bastian Dödtmann im Nachschuss auf 2:0 erhöhte (62.), schien dies eine Vorentscheidung zu sein. Doch dann verlor der TVD für ein paar Minuten völlig die Kontrolle. Mit zwei 20-Meter-Schüssen trafen Julian Jauken (64.) und Arlind Joncic (68.) per Doppelschlag zum 2:2. Steffen Espelage hatte danach Pech, dass ihm zwei Treffer wegen Abseits und Foulspiel abgepfiffen wurden (69./70.). Dinklage kam ins Schwimmen – bis Dödtmann kurz vor Schluss zum erlösenden 3:2 traf (86.). Der eingewechselte A-Jugendliche Bjarne Korte schoss den Ball dann in der Nachspielzeit noch zum 4:2 ins leere Tor (90.+3) – es war im zweiten Landesliga-Einsatz der erste Treffer für den Youngster. Ein Riesen-Laufpensum absolvierte Steffen Buddelmeyer, der allerdings die fünfte Gelbe Karte sah.

VfL Oythe hofft auf eine Initialzündung

GW Firrel - VfL Oythe 2:3. Im dritten Versuch hat's geklappt: Die Fußballer des VfL Oythe haben den ersten Sieg in der Landesliga-Abstiegsrunde eingefahren und damit ihre Mini-Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Nach dem 0:1 in Wilhelmshaven und dem 1:1 gegen Westrhauderfehn, als Oythe jeweils mit seinem Chancenwucher haderte, feierte der VfL am Ostermontag einen 3:2 (2:1)-Sieg bei GW Firrel. „Ich hoffe, dass der Sieg eine Initialzündung ist“, sagte Oythes Coach Daniel Roth nach dem Kraftakt im Kreis Leer.

Immerhin: Tabellarisch ging es für seine Mannschaft schon mal bergauf. Das bisherige Schlusslicht zog an Germania Leer und Union Lohne vorbei, verkürzte zudem den Rückstand auf Steinfeld, Wilhelmshaven und Bad Rothenfelde und wähnt sich als Tabellenneunter zurück im Geschäft. „Wir sind wieder im Rennen, das ist erst mal das Wichtigste“, sagte Roth. Er ließ allerdings nicht unerwähnt, dass sein Team in Firrel relativ weit von einem zufriedenstellenden Auftritt entfernt war. „Leistung schlecht, Ergebnis gut“, meinte der VfL-Coach in einer ersten Reaktion nach dem Spiel. Und er gab offen zu: „Verdient ist der Sieg ganz sicher nicht, wir haben hier dreckig drei Punkte mitgenommen.“

Die Partie war noch keine drei Minuten alt, da lagen die Oyther mit 0:1 zurück. Reinhard Grotlüschen brachte die Gastgeber nach einem VfL-Abwehrfehler in Führung (3.). Der frühe Schock war natürlich nicht hilfreich, die Oyther hatten große Probleme, ins Spiel zu finden. „Es hat nicht viel funktioniert“, so Roth. Kurz vor der Pause gelang den Gästen aber die Wende aus dem Nichts. Niklas Ellmann erzielte per Distanzschuss das glückliche 1:1 (40.), ehe es in der 45. Minute einen Handelfmeter für Oythe plus Rote Karte für Firrels Alex Schmidt gab. Jonas Suffner war die ganze Aufregung völlig egal – er traf eiskalt zum 2:1.

Direkt nach dem Seitenwechsel folgte die nächste kalte Dusche für Oythe: Reinhard Grotlüschen glich zum 2:2 aus (46.). „Dass wir in beiden Halbzeiten ein schnelles Tor kassieren, darf einfach nicht passieren“, haderte Roth. Oythe erholte sich aber schnell. Suffner verwandelte einen zweiten Elfmeter zum 3:2 (52., nach Foul an Nico Emich), und der VfL brachte diese Führung irgendwie ins Ziel. Eine Portion Glück war auch dabei: In der Nachspielzeit forderte Firrel einen Elfmeter, nachdem VfL-Keeper Lukas Katarius beim Luftkampf in Höhe der Fünfmeterraum-Linie einen Firreler weggeräumt hatte. Roth: „Wir hätten uns nicht beklagen dürfen, wenn es da auch Elfmeter gibt.“

Steinfelder Frust nach dem Remis

TuRa Westrhauderfehn - Falke Steinfeld 3:3. Der zweite Sieg in der Abstiegsrunde der Landesliga war greifbar nahe, angesichts einer 3:1-Führung nach 84 Minuten sah es richtig gut aus für die Fußballer von Falke Steinfeld. Aber gut zehn Minuten später war der Frust bei den Südkreislern riesengroß. Sie hatten den sicher geglaubten Auswärtserfolg bei TuRa Westrhauderfehn noch aus der Hand gegeben, das finale 3:3 (1:0) fühlte sich wie eine Niederlage an.

„Das war komplett unnötig und bitter“, haderte Steinfelds Taktgeber Andreas Zimmermann mit dem Resultat. Der Mittelfeldmotor hatte am Ostermontag auch das Amt des Spielertrainers inne. Er vertrat seinen Bruder Artur, der coronabedingt nicht wie gewohnt an der Seitenlinie stehen konnte. Während Andreas Zimmermann auf dem Spielfeld Regie führte, hatte der eigentliche Falke-Stammkeeper Constantin Nieberding von draußen alles im Blick.

Nieberding und Co. sahen gut 80 Minuten lang einen „richtig guten Auftritt“ der Steinfelder, wie Andreas Zimmermann erklärte. Er sagte: „Wir waren giftig in den Zweikämpfen und haben auch spielerisch überzeugt. Und wir hatten Chancen ohne Ende. Wir müssen hier sechs, sieben Tore schießen. Leider haben wir uns nicht belohnt.“

Paul Kosenkow (19., Elfmeter), Halil Ablak (63.) und Georges Baya Baya (69.) sorgten mit ihren Toren für eine 3:1-Führung der Gäste. Für Westrhauderfehn war Ole Eucken zwischenzeitlich zum 1:2 erfolgreich (64.). „Als es 3:1 steht, müssen wir einfach das vierte Tor machen“, erklärte Andreas Zimmermann. Er dachte dabei vor allem an die Möglichkeiten von Hendrik Brundiers und Michael Michaelis. „Wir haben das 4:1 nicht gemacht, und das wurde bestraft“, so Zimmermann. Sönke Weßling sorgte mit dem 2:3 für neue Spannung (85.), ehe Eucken mit seinem 3:3 in der Nachspielzeit den großen Frust bei den Steinfeldern auslöste (90.+3).

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