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Dinklage köpft sich aus der Ergebniskrise

Steffen Buddelmeyer und Lasse Barz haben beim 2:1-Heimsieg im Landesliga-Derby gegen Falke Steinfeld getroffen. Gäste-Trainer Artur Zimmermann fand: "Insgesamt haben wir mehr investiert als Dinklage."

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TVD in Ekstase: Philipp Wendeln, Torschütze Lasse Barz und Vorlagengeber Johann Kühling (von links) feiern das 2:1; im Hintergrund der Steinfelder Joshua Heyer. Foto: Wenzel

TVD in Ekstase: Philipp Wendeln, Torschütze Lasse Barz und Vorlagengeber Johann Kühling (von links) feiern das 2:1; im Hintergrund der Steinfelder Joshua Heyer. Foto: Wenzel

Als gerade die Nachspielzeit angebrochen war, gab es im Dinklager Jahnstadion noch einen kleinen Fehlalarm. „Tor für den TVD“, schallte es aus den Boxen. Doch statt jubelnden Spielern auf dem Rasen hörte man nur ein wenig Gelächter unter den rund 270 Zuschauern. Zwei Minuten später wurde dann allerdings doch gefeiert. Die Partygesellschaft trug rote Trikots und blaue Hosen: Der TV Dinklage hat sein Heimspiel gegen Falke Steinfeld in der Fußball-Landesliga am Sonntagnachmittag mit 2:1 (1:1) gewonnen. Es war das Ende der drei Liga-Spiele umfassenden TVD-Niederlagenserie. In einem Derby, das nicht wirklich einen Sieger verdient gehabt hatte.

Dass es in Dinklage keinen Hurra-Fußball zu sehen gab, bestätigte auch Stefan Arlinghaus. „Man hat den beiden Mannschaften angemerkt, dass sie zuletzt ein paar Mal verloren haben“, sagte der Dinklager Trainer. „Am Ende hatten wir das Quäntchen Glück, das uns in den vorherigen Spielen gefehlt hat.“ In der Tat hatte das Derby für den TV Dinklage das deutlich bessere Ende. Zuvor hatte es lange 1:1 gestanden.

Für die Steinfelder Führung sorgte der schnelle Georges Arthur Baya Baya. Er preschte über die rechte Seite durch, spielte TVD-Innenverteidiger Arne Blömer aus und schoss mit links schön ins lange Eck (20.). Die Falke-Führung hatte aber nicht lange Bestand, weil Steffen Buddelmeyer einen Eckball des agilen Johann Kühling zum 1:1 einköpfte (24.). Steinfelds Torhüter Constantin Nieberding war aus dem Tor gestürmt, kam aber nicht an den Ball.

Frank Wenzel
Frank Wenzel
Frank Wenzel
Frank Wenzel
Frank Wenzel
Frank Wenzel

Den Siegtreffer für Dinklage erzielte schließlich Lasse Barz in der 80. Minute. Erneut lieferte Kühling per Flanke die Vorlage und Barz köpfte aus kurzer Distanz zum 2:1 ein. Damit verschärfte er die Steinfelder Ergebniskrise. Seit nunmehr fünf Partien sind die Falken punktlos.

Artur Zimmermann wollte seiner Mannschaft nach der Niederlage in Dinklage allerdings keinen Vorwurf machen. „Am Ende des Tages glaube ich nicht, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat“, sagte er. Er fand: „Insgesamt haben wir mehr investiert als Dinklage.“ Man habe mehr Ballbesitz gehabt, während sich der TVD zurückgezogen habe. Zimmermann musste aber auch eingestehen: „Wir haben viel versucht, aber so richtig durch kamen wir nicht.“

In der Vergangenheit hatten die Falken damit gehadert, die erste dicke Chance gehabt zu haben und nicht in Führung gegangen zu sein. Das lief am Sonntag komplett anders. Johann Kühling besaß für den TVD die erste Riesenchance: Er schoss nach einer Hereingabe von Lasse Barz aus fünf Metern über das leere Tor (14.); der Ball war vorher einmal aufgetippt. Danach gab es außer den beiden Toren wenig zu sehen. Beide Mannschaften streuten hier und da ein paar lange Bälle ein – und keiner davon war zielführend.

Phasenweise wurden die Zuschauer auf eine harte Probe gestellt. Dabei blieb es zwar auch nach der Pause, aber zumindest gab es hier ein paar gefährlichere Szenen. Für Dinklage verpassten Bastian Dödtmann (58., weit drüber), Kühling (68., geklärt) und Philipp Wendeln (69., geblockt), während Falke nach zwei schwachen Abschlüssen von Maxim Repinetchii (47.) und Louis Lahrmann (60.) die große Chance zum Führungstreffer hatte: Michael Michaelis schlenzte den Ball in der 75. Minute knapp am TVD-Tor vorbei.

Ein paar Minuten später schlug der Ball dann im Falke-Gehäuse ein. Und aus den Boxen schallte: „Tor für den TVD.“

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