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Digitalisierte Gladbacher spenden 3021 Euro an SgH

582 Lose, elf Gewinner: Die Ersatzaktion der Fohlenfreunde für "Sportler gegen Hunger" erfreute sich großer Beliebtheit.

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Die Losfee: Der Fanklub-Wirt Heinz-Hermann Jordan von der Gaststätte am Sportplatz bei der digitalen Verlosung der Fohlenfreunde. Foto: Vocke

Die Losfee: Der Fanklub-Wirt Heinz-Hermann Jordan von der Gaststätte am Sportplatz bei der digitalen Verlosung der Fohlenfreunde. Foto: Vocke

Das farbenfrohe Fußballfest fiel dem Virus zum Opfer. So blieb der TVD-Sportpark leer. Keine Anhänger, die von der Tribüne aus ihre Fanklubs anfeuern, kein Räumkommando, das mit XXL-Besen nach dem Konfettiregen fröhlich klar Schiff macht. Aber Spannung gab es trotzdem, nur anders. Die Dinklager Fohlenfreunde, die sonst immer am Jahresanfang das Traditionsevent für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ ausrichten, hatten sich einen Ersatz überlegt. Die Fans des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach wollten auch in diesem SgH-Winter wieder einen Teil zur Hungerhilfe beitragen. Und so stellten sie eine Verlosung auf die Beine. Das Ergebnis sorgte für Staunen: Satte 3021 Euro überwiesen die Fohlenfreunde an SgH.

„Das hat uns alle überrascht und wir sind sehr beeindruckt“, teilte Bernard Vocke stellvertretend für den Fanklub mit. Er richtete umgehend ein „riesiges Dankeschön“ an alle Spenderinnen und Spender, die per Loskauf zum Gelingen der SgH-Aktion beigetragen haben. Mit Überweisungen von mindestens fünf Euro hatten sich die Teilnehmer eines bzw. mehrere Lose sichern können. Ausgelobt wurden ursprünglich zwei Preise: Ein signiertes Gladbach-Trikot und ein signierter Ball. Wegen der großen Teilnehmerzahl dehnte man die Aktion auf elf Gewinne aus. Es kamen drei Fanklub-Freifahrten für eine der nächsten Touren zu einem Gladbach-Spiel sowie sechs Kisten Bier hinzu. Letztere sponserte Fohlenfreunde-Wirt Heinz-Hermann Jordan, der zugleich als Losfee fungierte.

Die Durchführung der Auslosung war in Corona-Zeiten eine logistische Herausforderung. Die Fohlenfreunde fanden dafür eine digitale Lösung. Alle Spender wurden nach zeitlichem Geldeingang nummeriert und in eine Excel-Tabelle eingetragen. Diese Tabelle kannten nur drei Leute aus dem Vorstand. Dann wurden Losabschnitte mit den Nummern 1 bis 600 gekauft. Am Ende wurden exakt 582 Lose gebraucht. Diese Lose wurden dann zur Losfee in die Gaststätte Fetisch-Jordan gebracht.

Die Gewinner werden benachrichtigt

Im Rahmen einer Videokonferenz zog Heinz-Hermann Jordan dann nacheinander die Gewinner – beginnend mit dem Hauptpreis. „Alle Gewinnerinnen bzw. Gewinner werden in Kürze noch zum Gewinn und zur Organisation der Gewinnübergabe informiert“, teilte Bernard Vocke mit.

Die Fohlenfreunde danken allen Mitgliedern und Freunden dafür, dass sie sich auch ohne das Hallenfußball-Spektakel verbunden gefühlt und sich so zahlreich an der Spendenaktion für SgH beteiligt haben. So gelang es den Fohlenfreunden, deren Auswahl sich im Vorjahr den hölzernen Wanderpokal gesichert hatte, an die Erfolgsgeschichte anzuknüpfen.

Auch digital kann angestoßen werden 

Unterdessen demonstrierten die Dinklager, wie auch in Zeiten von Pandemien und Lockdowns ein reges Fanklub-Leben stattfinden kann – wenn auch überwiegend in virtueller Form. Der Vorstand des zweitgrößten Gladbach-Fanklubs, der dank des Engagements von Klaus Borchers auch über eine App kommuniziert, hat sich bereits mehrfach per Videokonferenz getroffen. Bernard Vocke sagte nun in Richtung der Mitglieder: „Das Fandasein ist in dieser Zeit schon schwer genug. Daher werden wir unseren digitalen Austausch regelmäßig weiter durchführen, fachsimpeln, Ideen austauschen und gemütlich mit einer Flasche Bier – auch digital – anstoßen.“ Dass die Digitalisierung viele Chancen bietet, zeigt auch die aktuelle SgH-Saison.


Die Gewinner:

  • 1. Preis (signiertes Trikot): Frank und Nicole Herzberg
  • 2. Preis (signierter Ball): Günter Kalvelage
  • 3. bis 5. Preis (Fanclub-Fahrt)Rudolf Schumacher, Jannik Böckmann, Helmut und Maria Hüttig
  • 6. bis 11. Preis (Kiste Bier) Günter Wichmann, Antonius Hülsmann, Andreas Buddelmeyer, Benno Kramer, Monika Niehaus, Ralf Tebbert

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