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Die übliche Regionalliga-Qualität schlägt BW Lohne

Der Aufsteiger unterlag der abgezockten Kieler Reserve mit 0:1. Trainer Henning Rießelmann fand kritische, aber auch positive Worte. Am Samstag geht es zu Weiche Flensburg.

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Eine Hand am Ball: Lohnes Torwart Marko Dedovic im Spiel gegen Holstein Kiel II. Foto: Wenzel

Eine Hand am Ball: Lohnes Torwart Marko Dedovic im Spiel gegen Holstein Kiel II. Foto: Wenzel

Im Kellerduell der Fußball-Regionalliga gab's ein 0:1 (0:0) gegen Holstein Kiel II: BW Lohne hat bei der fünften Saisonniederlage aufs Neue erfahren, mit welcher Qualität die Gegner in der neuen Staffel aufwarten. So war im Lohner Lager vier Tage nach dem 2:1-Sieg gegen den BSV Rehden weniger Ernüchterung anzutreffen als vielmehr die Erkenntnis, dass man in jedem Spiel an Grenzen gehen muss, um erfolgreich zu sein. Apropos Grenzen: Am Samstag (13.30 Uhr) steht mit dem Spiel beim Spitzenteam Weiche Flensburg eine ganz schwere Prüfung bevor. Die Lohner machen sich schon am Freitag auf den Weg in Richtung deutsch-dänische Grenze.

Für BW Lohne kam am Mittwochabend die personelle Situation erschwerend hinzu. „Das ist für uns schon hartes Brot“, beschrieb Trainer Henning Rießelmann die Situation mit den Ausfällen der verletzten Felix Oevermann, Marek Janssen und Bennet van den Berg sowie des beruflich verhinderten Aaron Goldmann; dazu musste der angeschlagene Kai Westerhoff zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Kiel II wirkte mit seinem hochqualifizierten Personal in vielen Phasen des Spiels abgeklärter und gewitzter. „Sie haben uns im ‚Eins gegen eins‘ oft weh getan“, beschrieb der Lohner Coach seine Eindrücke. Bis zur Pause kam BWL kaum zu zwingenden Torchancen. Nach dem Seitenwechsel überließ Lohne dem Gast zunächst weite Teile des Spielfelds. „Wir waren zu passiv. Aber wir wollten auf Konter spielen“, beschrieb Rießelmann seinen Schlachtplan.

Ausgebremst: Der Lohner Phil Sarrasch (links). Foto: WenzelAusgebremst: Der Lohner Phil Sarrasch (links). Foto: Wenzel

Kiel II kam in dieser Phase durch den eminent gefährlichen Eric Babacar Gueye zum Tor des Tages (62.).  „Das war da auch verdient“, erklärte Rießelmann. Bei zwei Pfostentreffern hatte BWL anschließend Glück, dass das Resultat nicht noch klarer wurde. Nach rund 70 Spielminuten wurde Lohne wieder aktiver und hatte die eine oder andere gefährliche Aktion, unter anderem nach Eckbällen. „Mit etwas Glück hätten wir heute auch einen Punkt mitnehmen können. Das 1:1 lag irgendwie in der Luft“, fand der Lohner Coach. Am Ende verpasste Lennard Maßmann im Getümmel direkt vor dem Tor den Abschluss (89.).

Henning Rießelmann bekannte aber, dass es in zu vielen Phasen des Spiels zu wenig Konstruktives gegeben habe und man zu viele Kieler Möglichkeiten zugelassen habe. Rießelmann machte seinem Team aber keine Vorwürfe: „Jeder hat alles gegeben. Es ist ein bitteres Ergebnis für uns.“ Er sei trotz der Niederlage schon stolz auf seine Mannschaft und darauf, wie sie sich Woche für Woche reinhänge. „Wir versuchen alles – mit unseren Mitteln. Aber man muss auch sagen, hier und da reicht's einfach nicht von der Qualität. Aber wir wissen, was vor uns liegt in dieser Saison. Von daher ist die Stimmung in der Mannschaft gut.“

Verwundern kann das Resultat gegen die Kieler Zweitliga-Reserve allerdings nicht. Die Gäste von Trainer Sebastian Gunkel kamen mit vier Spielern aus dem Zweitliga-Kader, dazu hatten sie mit Holstein-Veteran Tim Siedschlag (34/289 Spiele für Kiel I) einen sehr erfahrenen Leader in der Mannschaft. Die spielerische Klasse war nicht jederzeit spürbar, blitzte aber immer wieder auf.

Der Coach hofft auf Nadelstiche im hohen Norden

Am Samstag ist nun Weiche Flensburg Lohner Gastgeber – der Vizemeister der abgelaufenen Regionalliga-Meisterrunde hinter dem späteren Aufsteiger VfB Oldenburg. Rießelmann spricht von einem Kandidaten für die 3. Liga, der bislang sechs Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto hat. „Da rechnet niemand mit etwas. Aber wir werden auch dort versuchen, Nadelstiche zu setzen.“

Die Lohner werden am Samstagnachmittag nach einer intensiven und eng getakteten Startphase bereits die Hälfte der Hinrunde hinter sich haben; schon jetzt haben sie ein Drittel ihrer Saison-Heimspiele absolviert. Nach Flensburg hat Lohne am letzten September-Wochenende spielfrei, weil das Heimspiel gegen Spitzenreiter VfB Lübeck auf den 1. November (Dienstag) verlegt worden ist. Das Pokalspiel bei Atlas Delmenhorst wurde für den 3. Oktober angesetzt, das Duell beim TSV Havelse rückt vom 2. Oktober auf den 28. September (Mittwoch 20.00 Uhr) vor.

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