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Die Torhüter-Position in festen Händen

Außen vor: In einer Serie rückt OM online ehrenamtliche Mitarbeiter heimischer Sportvereine in den Vordergrund. Heute den Torwarttrainer von Amasyaspor Lohne.

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Den Ball vor oder auf der Linie halten: Das war 16 Jahre lang die Aufgabe von Amasyas Ex-Keeper Stephan Dammann (38). Mittlerweile engagiert er sich als Torwarttrainer bei den Lohnern. Foto: von Holt

Den Ball vor oder auf der Linie halten: Das war 16 Jahre lang die Aufgabe von Amasyas Ex-Keeper Stephan Dammann (38). Mittlerweile engagiert er sich als Torwarttrainer bei den Lohnern. Foto: von Holt

Zwei von fünf Schlagwörtern am Schild über dem Vereinsheim von Amasyaspor Lohne lauten "Freundschaft" und "Freude". Hätte Stephan Dammann sein eigenes Schild, stünde dort wohl noch "Fingerfertigkeit" drauf. Nach 16 Jahren als Schlussmann von Amasyaspor Lohne ist bei ihm von Toresschluss noch lange keine Rede. Und das erklärt sich eben auch durch die zwei benannten Mottos auf dem Vereinsschild, die am Amasyaweg noch gelebt werden. "Wenn man hier Probleme hat, kann man immer jemanden zur Seite nehmen, mit dem man mal reden kann", sagt der 38-Jährige, der nun als Torwarttrainer im Klub tätig ist. Für eine kurze Zeit war er auch schon als Co-Trainer unter Ex-Coach Murat Önder im Einsatz.

Nachdem Dammann seine Jugend beim innerstädtischen Nachbarn Blau-Weiß verbracht hatte, "wollte ich was Neues ausprobieren", sagt der Kunststoffformgeber. Anfangs als Stürmer im Einsatz, ging's über einen Platz im Mittelfeld dann dauerhaft ins Tor. "In der B-Jugend habe ich mal zwölf Tore kassiert, da hatte ich eigentlich keine Lust mehr", sagt Dammann. Doch er blieb im Kasten. Im Jahr 2000 begann Dammanns Zeit bei den Schwarz-Gelben unter dem jetzigen Fußballvorstand Norbert Vornhagen, der zuvor Co-Trainer bei BW Lohne II gewesen war und Dammann gleich mit an den Amasyaweg nahm.

Anfangs gab's das ein oder andere Vorurteil

"Ich wollte mir das eigentlich nur ein Jahr anschauen", sagt Dammann, "aber ich wurde sehr gut aufgenommen, es hat richtig Spaß gemacht." Und nach mittlerweile 20 Jahren im Verein stellt er fest: "Ich hatte hier nie Ärger, die Leute waren immer hilfsbereit." Aufgrund der Internationalität des Klubs hatten er und sein Team zu seiner Anfangszeit gelegentlich noch mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass "man uns schnell provozieren kann", sagt Dammann: "In den letzten Jahren haben wir uns aber ein gutes Image aufgebaut", ist der Lohner Torwarttrainer überzeugt.

Als Ex-Keeper weiß er nur zu gut, dass es für einen Schlussmann nicht allzu spaßig ist, alle Lauf- und Konditionseinheiten der Truppe im Training mitzumachen. Von daher nimmt er seinen Nachfolger Franz Zerhusen nun häufig zur Seite und bringt ihm das bei, was er selbst gelernt hat. "Ein paar DVDs mit Übungsvorschlägen habe ich auch zu Hause und im Internet gibt's ja auch genug Videos", beschreibt Dammann die Quellen seiner Trainingsmethoden.

Persönliche Klubhighlights liegen rund 15 Jahre zurück

Highlights hat es in seiner aktiven Vereinslaufbahn einige gegeben. Er nennt dabei den Bezirksklassen-Aufstieg 2004/05 unter Ali Yilmaz, mit dem "niemand gerechnet hat", und das Aufstiegsspiel zur Bezirksklasse ein Jahr zuvor (2003/04) gegen den SV Evenkamp vor 900 Zuschauern, das Amasya unglücklich mit 4:5 im Elfmeterschießen verlor, wodurch es den Sprung in die höhere Liga im ersten Anlauf zunächst verpasste.

Wenn's heutzutage mal eng wird im Kader, springt Stephan Dammann auch ab und an noch mal ein. Danach leckt er sich zwar nicht mehr unbedingt die Finger, aber das Fingerspitzengefühl dürfte immer noch vorhanden sein.

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