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Die Serie läuft – und Rasta hat Lust auf mehr

Am Samstag geht's gegen die Uni Baskets Paderborn. Nicht dabei sein werden Krause und Nelson, die verletzungsbedingt ausfallen.  Unterdessen wurde der Fan-Rückkehr eine Absage erteilt.

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Gute Laune in Jena: Robin Lodders, Sa'eed Nelson und Co. feiern den Sieg beim bisherigen ProA-Spitzenreiter. Foto: Worsch

Gute Laune in Jena: Robin Lodders, Sa'eed Nelson und Co. feiern den Sieg beim bisherigen ProA-Spitzenreiter. Foto: Worsch

Die drei Aufgaben gegen das Schlusstrio der 2. Liga haben sie mehr oder weniger souverän erfüllt, der Coup beim bisherigen Spitzenreiter Jena war das i-Tüpfelchen auf den kleinen Zwischenspurt der Basketballer von Rasta Vechta, so etwas wie die Kür nach dem Pflichtprogramm.

Im Lager des Tabellen-13. der 2. Bundesliga ProA, bei dem Coach Vladimir Lucic „neues Selbstvertrauen“ ausgemacht hat, hat man nun Lust auf mehr, auf den fünften Sieg in Serie – und die Chance dazu gibt's am Samstag (8. Januar, 19.30 Uhr) im ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen die Uni Baskets Paderborn. Die jüngste Aufbruchstimmung beim lange wankenden BBL-Absteiger hat unter der Woche allerdings drei Dämpfer erhalten.

Hiobsbotschaft Nummer eins: Kristofer Krause fällt länger aus. Der 21-jährige Shooting Guard, der dank seiner bissigen Defense zuletzt viermal in Folge in der Starting Five stand, verletzte sich in Jena im ersten Viertel am Sprunggelenk. Er muss nun vier bis sechs Wochen aussetzen.

Nelson für zwei Wochen raus

Schlechte Nachricht Nummer zwei: Auch Sa'eed Nelson, den Rasta rund um die Weihnachtstage unter Vertrag genommen hat, hat eine kleine Pause von zwei Wochen verordnet bekommen. Beim Ex-Heidelberger, der nach dem ProA-Finale gegen Leverkusen Anfang Mai knapp acht Monate nicht mehr gespielt und gegen Itzehoe sowie in Jena zwei Kurzeinsätze absolviert hatte, sind Oberschenkelprobleme als Reaktion auf die höhere Belastung nach der langen Pause aufgetreten.

Lucic ist nun sehr gespannt, wie James Washington reagiert. Der 34-Jährige, wie Nelson Point Guard und vor dessen Ankunft sehr fahrig im Spielaufbau, hatte in der neuen Konstellation zwei konzentrierte Auftritte hingelegt (29 Punkte, zehn Assists, nur zwei Ballverluste).

Zuschauer-Pläne zurück in der Schublade

Dämpfer Nummer drei: Beim Wiedersehen mit Ex-Rasta-Profi Steven Esterkamp, der 2013/14 fünf Erstliga-Spiele für Vechta absolviert und im Sommer 2019 das Traineramt in Paderborn übernommen hat, wollte Rasta eigentlich eine Fan-Rückkehr im kleinen Rahmen durchziehen. Doch diese Pläne verschwanden am Mittwoch aufgrund der Corona-Entwicklung wieder in der Schublade.

Also: Geisterspiel-Atmosphäre, Teil vier. Gemäß der niedersächsischen Corona-Verordnung hätte Rasta am Samstag bis zu 499 Personen in den Dome lassen können – Spieler, Betreuer, Offizielle usw. inklusive. Rasta hatte bereits seinen Fanklub und weitere treue Anhänger angeschrieben und dabei in Summe rund 350 Tickets angeboten. Ein Angebot, das ein paar Tage später nicht mehr zur Corona-Lage passte. Die „Annäherung an die Normalität“, auf die Rastas Geschäftsführer Stefan Niemeyer gehofft hatte, verschiebt sich also abermals.

Erstes Geisterspiel für Paderborn

Für den Tabellensechsten aus Paderborn, der eine gute Hinserie gespielt und mit neun Siegen fast schon den Wert aus der Vorsaison (zehn Siege in 28 Spielen) erreicht hat, ist es das erste Geisterspiel in dieser Saison. Die Ostwestfalen haben auch zuletzt immer vor Publikum gespielt – egal, ob auswärts in Quakenbrück und Itzehoe oder daheim gegen Nürnberg und Leverkusen, als jeweils über 1000 Fans im Sportzentrum Maspernplatz waren.

In jener Halle hatte Rasta Mitte Oktober eine 86:99-Pleite kassiert – es war nicht nur die erste Niederlage im neunten ProA-Duell mit Paderborn, es war auch das letzte Spiel unter der Regie von Derrick Allen, der zwei Tage nach dem Defense-Kollaps seinen Posten als Rasta-Trainer räumen musste.

Bei Rasta ist das Selbstvertrauen zurückgekehrt

Knapp drei Monate später will es Rasta besser machen. Man habe aus der Vergangenheit gelernt, versichert Preston Purifoy. Und der nach Josh Young zweitbeste Rasta-Scorer ergänzt: „Das Selbstvertrauen ist zurück.“ Das Team sei auch in der Lage, die Ausfälle von Krause und Nelson zu kompensieren. Purifoy setzt auf die „Next Man Up“-Mentalität des Teams.

Heißt: Fällt einer aus, springt der nächste in die Bresche. Lucic hofft indes auf „Konstanz über 40 Minuten“. In fünf der letzten sechs Spiele lag Rasta zur Pause zurück. Und dann ist da noch die Chance, die Lücke zu den Playoff-Plätzen zu schließen. Die drei Gegner nach Paderborn heißen Nürnberg, Trier und Schwenningen.

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