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Die schnelle Chance zur Wiedergutmachung

Drei Tage nach dem 1:2-Fehlstart gegen Bersenbrück absolvieren die Oberliga-Fußballer von BW Lohne ein weiteres Heimspiel. Am Mittwoch geht's gegen TB Uphusen.

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Des einen Freud', des anderen Leid: Bersenbrücks Torwart Nils Böhmann und sein Teamkollege Daniel Zimmermann feiern den 2:1-Sieg bei BW Lohne – zum Ärgernis von Kai Westerhoff. Für BWL geht's am Mittwoch gegen Uphusen weiter. Foto: Schikora

Des einen Freud', des anderen Leid: Bersenbrücks Torwart Nils Böhmann und sein Teamkollege Daniel Zimmermann feiern den 2:1-Sieg bei BW Lohne – zum Ärgernis von Kai Westerhoff. Für BWL geht's am Mittwoch gegen Uphusen weiter. Foto: Schikora

Der Start ist in die Hose gegangen, aber die Chance zur Wiedergutmachung kommt schnell. Nur drei Tage nach der bitteren Auftaktniederlage gegen den TuS Bersenbrück (1:2) sind die Oberliga-Fußballer von BW Lohne erneut in einem Heimspiel gefordert. TB Uphusen ist am Mittwoch um 18.30 Uhr im Heinz-Dettmer-Stadion zu Gast – und der Auftrag für die BWL-Crew von Coach Henning Rießelmann ist klar: Ein Sieg muss her, egal wie.

Dass es am Sonntag nicht mit einem Dreier gegen Bersenbrück geklappt hat und Lohne am Ende durch ein spätes Gegentor gar mit gänzlich leeren Händen vom Platz schlich, ging nicht spurlos an Rießelmann vorbei. „Wenn eine Mannschaft einfach besser ist und gewinnt, habe ich damit kein Problem. Wenn ein Gegner den Sieg aber mehr will als wir, dann ist das schon ein Problem für mich“, sagt der BWL-Trainer. Er gibt ganz offen zu: „Uns hat die letzte Gier gefehlt.“ Und er schickt noch eine klare Message hinterher: „90 Prozent reichen nicht, um in der Oberliga ein Spiel zu gewinnen.“

Für das Kräftemessen mit dem Turnerbund aus dem Kreis Verden wünscht er sich, „dass wir ein bisschen schneller und mutiger spielen, dass wir entschlossener in die Zweikämpfe gehen, dass wir enger dran sind, dass wir giftiger sind“. Rießelmann spricht gerne von „Grundtugenden“ und von „Demut“ – so auch jetzt vor dem zweiten Spiel in der Weser-Ems/Lüneburg-Staffel der 5. Liga. Er weiß: BWL, in der Oberliga hoch gehandelt und auch selbst sehr ambitioniert, muss sich alles selbst erarbeiten.

Neben Oevermann fällt auch Prüne aus

Dass Uphusen seinen Saisonstart in den Sand gesetzt hat und nach dem frühen Pokal-Aus beim Rotenburger SV (1:2) auch den Liga-Auftakt bei Eintracht Celle gehörig vermasselte (1:5), blendet Rießelmann aus. Er sagt: „Wir tun gut daran, auf uns zu schauen. Ich erwarte einen sehr motivierten Gegner. Es gibt keinen Freifahrtschein, wir müssen unsere Leistungen bringen.“

Und dass man sich gegen Uphusen schwer tun kann, wissen die Blau-Weißen aus eigener Erfahrung. Am 31. Oktober 2020, im letzten Spiel vor dem Lockdown und damit vor dem späteren Abbruch, kam Lohne über ein 0:0 im Achimer Ortsteil nicht hinaus und verpasste so den Sprung auf Platz eins. „Das Spiel ist noch in guter Erinnerung“, sagt Rießelmann. Es dient als Warnung.

Mit Blick auf das Personal und die Aufstellung für Mittwoch wollte Rießelmann noch das Abschlusstraining am Dienstag abwarten. In die Beratungen werde auch das Kunstrasen-Spiel am Sonntag beim VfL Oldenburg mit einfließen, verrät der Coach. Drei Spiele binnen acht Tagen, dazu ein breiter Kader – da ist mit Blick auf die Belastung eine Rotation nicht abwegig.

Fakt ist: Felix Oevermann, ein Fixpunkt in der Dreierkette, fällt weiter mit einer Zerrung aus. Und am Dienstagmorgen meldete sich auch Stürmer Lennard Prüne verletzt ab. Diagnose nach einer MRT-Untersuchung: Muskelfaser-Teilriss im hinteren Oberschenkel. Eigentlich wollte Rießelmann nicht am 3-5-2-System rütteln („Wir stellen jetzt nicht alles infrage, nur weil wir gegen Bersenbrück verloren haben“), der Ausfall von Angreifer Prüne lässt aber die Varianten 4-2-3-1 und 4-4-2 im Kurs steigen. „Das würde zu Uphusens 4-1-4-1 passen“, erklärt Rießelmann.

Apropos Uphusen: TB-Coach Christian Ahlers-Ceglarek kochte nach dem 1:5 (0:1) in Celle vor Wut. Mit Ausnahme der ersten 20 Minuten habe man „alles vermissen lassen“, sagte er in der Kreiszeitung. Sein Team habe in der zweiten Halbzeit „keine Moral gezeigt“ und sich „komplett ergeben“. Ahlers-Ceglarek, von 2011 bis 2013 Spieler beim BSV Rehden, bezeichnete die Körpersprache als „katastrophal“ und hielt noch fest: „Ohne Arbeit geht es nicht auf dem Platz.“ Rießelmann wird zustimmend nicken.

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