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Die lange Bustour soll sich lohnen

Die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld und vom VfL Oythe sind am Mittwochabend auswärts gefordert. Die Steinfelder gastieren zum Nachholspiel in Holthausen/Biene, die Oyther bei Union Lohne.

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In Steinfelds Viererkette gesetzt: Innenverteidiger Julian Pille. Foto: Wenzel

In Steinfelds Viererkette gesetzt: Innenverteidiger Julian Pille. Foto: Wenzel

SV Holthausen/Biene - Falke Steinfeld (Mittwoch, 20.00 Uhr). Sie sind der krasse Außenseiter, daran gibt's keinen Zweifel. Und dass es am Mittwochabend für die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld um Punkte für die Abstiegsrunde im Frühjahr geht, ist auch eher unwahrscheinlich, schließlich ist der Gegner SV Holthausen/Biene ein heißer Kandidat für die Meisterrunde. Dennoch haben sich die Falken für ihr erstes von mittlerweile zwei Nachholspielen in der Staffel 2 einiges vorgenommen, wie Julian Pille betont. „Wir fahren doch nicht an einem Mittwochabend im November zwei Stunden mit dem Bus, um dann ein Spiel abzuschenken. Wir wollen da gewinnen und uns ein gutes Gefühl für die nächsten Spiele holen“, sagt Steinfelds Innenverteidiger vor dem Gastspiel beim Tabellenzweiten (20.00 Uhr).

Dass die Falken eine hohe Hürde vor sich haben, ist allen klar. „Der Gegner ist schon stark. Da kommt einiges auf uns zu“, sagt Pille. Holthausens Heimbilanz ist makellos. Sechs Spiele, sechs Siege, 19:6 Tore – am Biener Busch gab's bislang für alle nichts zu holen, auch nicht für Spitzenreiter Melle (1:2) und den Tabellendritten Dinklage (0:2).

Für Steinfeld kommt am Mittwochabend erschwerend hinzu, „dass wir keinen richtigen Spielrhythmus haben“, so Pille. Ende Oktober war die Partie in Holthausen ausgefallen, es folgten das starke 3:3 gegen Melle und das ärgerliche 1:1 gegen Bad Rothenfelde, ehe am Sonntag die Partie in Schüttorf wegen einiger Corona-Fälle bei den Grafschaftern abgesagt wurde. „Das nervt schon ein bisschen“, gibt Pille zu – wohl wissend um die Tatsache, dass nun eine weitere Auswärtsaufgabe unter der Woche droht. „Wir müssen das Beste daraus machen“, sagt Pille.

Der 20-Jährige, der seit der F-Jugend ein Falke durch und durch ist und dessen Brüder in der 3. Herren und der B-Jugend spielen, ist ein Fixpunkt in Steinfelds Abwehr. Bis zum Ende der A-Jugend-Zeit war Pille eigentlich Sechser, Falke-Coach Artur Zimmermann beorderte ihn dann in die Innenverteidigung. In der Viererkette ist er zwischen Rechtsverteidiger Joshua Heyer und Jan Schockemöhle gesetzt, das Trio steht Woche für Woche Seite an Seite auf dem Platz. Pille verpasste nur das Derby beim VfL Oythe (Urlaub), in den zwölf anderen Partien stand er im Schnitt 87 Minuten auf dem Feld.

Mit der bisherigen Punktausbeute ist er „unzufrieden“, wie er zugibt. Pille, der beim Landkreis Vechta als Sachbearbeiter im Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung arbeitet, sagt: „Wir haben in einigen Spielen einiges liegen gelassen.“ Immerhin: Die bisherige Ausbeute für die Abstiegsrunde ist „nicht so schlecht“, so Pille.

SV Union Lohne - VfL Oythe (Mittwoch, 20.00 Uhr). Am Sonntagnachmittag, als das zehnte Kapitel der ebenso leidigen wie fatalen Sieglos-Serie amtlich war, bekamen Stephan Stukenborg und Co. wieder diesen Satz zu hören, mit dem sie so gar nichts anfangen können. „Es wurde ja wieder gesagt, dass die Leistung okay war, aber dass wir uns nicht belohnt haben“, sagt der Kapitän des taumelnden Fußball-Landesligisten VfL Oythe über das 1:2 beim SV Bad Rothenfelde. Und der 30-Jährige ergänzt: „Ich kann's nicht mehr hören. Es mag ja vielleicht stimmen, aber es hilft nicht, das bringt uns nicht weiter.“

Seit zehn Spielen ist der Tabellenvorletzte der Staffel 2 nun sieglos. Eine Durststrecke solchen Ausmaßes hat Stukenborg in Oythe, wo er seit 2010 spielt, noch nicht erlebt. Im Frühjahr 2012 gab's mal sieben sieglose Landesliga-Spiele in Folge, im Herbst 2018 mal fünf Niederlagen in Serie in der Oberliga. Aber zehnmal sieglos? „Das ist hart“, sagt der unermüdliche Mittelfeld-Abräumer.

Die Negativserie soll am Mittwoch (20.00 Uhr) enden. Nein, sie muss enden. Das Nachholspiel beim Schlusslicht Union Lohne steht an – und Stukenborg sagt mit Blick auf das Kellerduell und die anschließende Partie in Voxtrup: „Wir müssen beide Spiele gewinnen.“ Durch das 1:2 in Bad Rothenfelde hat sich der Druck „noch mal erhöht“, gibt Stukenborg zu, die Hypothek für die Abstiegsrunde dürfe nicht noch größer werden.

Er selbst kann in Lohne nicht mitwirken, in Bad Rothenfelde gab's die 5. Gelbe Karte. „Das ärgert mich tierisch“, sagt Stukenborg, der bislang nur 20 Minuten der Saison verpasst hat. Am 2. Spieltag gegen Schüttorf musste er nach 70 Minuten vom Feld, die 13 anderen Partien spielte er durch, zuletzt unter Neu-Coach Klaus Themann erstmals als Achter statt als Sechser. Und jetzt? „Not macht erfinderisch“, sagt Stukenborg. Immerhin: Nico Emich hat seine Gelbsperre abgesessen und kann mithelfen, dass in Lohne mehr herausspringt als nur ein Remis wie im Hinspiel (3:3 nach 0:3-Rückstand).

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