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Die CLP-Derbysieger heißen Thüle, Molbergen und Altenoythe

Der SVT feierte in der Fußball-Bezirksliga einen 2:1-Erfolg in Garrel. Der SVM gewann gegen Petersdorf 3:2 und der SVA mit 2:1 beim TuS Emstekerfeld.

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Thüler Aktivposten: Tobias Böhmann (rechts) gelang am Sonntag in Garrel zwar kein Treffer, er war allerdings an vielen Offensivaktionen des SVT beteiligt. Foto: Bettenstaedt

Thüler Aktivposten: Tobias Böhmann (rechts) gelang am Sonntag in Garrel zwar kein Treffer, er war allerdings an vielen Offensivaktionen des SVT beteiligt. Foto: Bettenstaedt

BV Garrel - SV Thüle 1:2 (0:1). Während die Fußballer des BV Garrel am späten Sonntagnachmittag mit gesenkten Köpfen in Richtung Kabine trotteten, herrschte beim SV Thüle Partystimmung. Mit lautstarken „Derbysieger, Derbysieger“-Gesängen feierte der Bezirksligist den 2:1-Auswärtserfolg, durch den das Team des Trainerduos Michael Macke und Sebastian Thunert am zweiten Spieltag die Tabellenführung übernahm. „Ich denke, dass wir einen Tick besser waren und verdient gewonnen haben“, sagte Macke. „Kompliment an meine Mannschaft, die hier einen leidenschaftlichen Auftritt hingelegt hat.“

BVG-Coach Steffen Bury hingegen trauerte insbesondere der schwachen Leistung seiner Elf in Halbzeit eins nach. „Die erste Hälfte haben wir verschlafen. Am Ende haben wir noch einmal alles versucht, leider hat es aber nicht für einen Punkt gereicht.“ Durch die 0:2-Auftaktniederlage beim SV Petersdorf und das Bezirkspokalaus unter der Woche in Bümmerstede haben die hoch gehandelten Garreler nun einen klassischen Fehlstart in die neue Saison 2022/32 hingelegt.

Trotz Temperaturen um die 30 Grad sahen die Zuschauer von Beginn an eine muntere und zumeist temporeiche Partie. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase hatten die Gastgeber in der 12. Minute die erste nennenswerte Chance, doch der Schuss von Neuzugang Kacpar Lazaj ging rechts am SVT-Gehäuse vorbei. Besser machte es auf der Gegenseite Lucas Duen, der nach einem feinen Pass von Jan-Ole Rahenbrock zur Gästeführung einnetzte (20.).

Keine 60 Sekunden später rauschte einen sehenswerter Distanzschuss des Garrelers Marcel Meyer nur Zentimeter am Tor vorbei. Auch ein Versuch von BVG-Torjäger Mateusz Kolodziejski fand nicht den Weg ins Netz – Thüles Keeper Carsten Hackstette parierte, sodass es bis zur Pause beim 0:1 blieb.

In den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff war die Partie von einem Privatduell zwischen Stürmer Tobias Böhmann (Thüle) und Torhüter Jakob Flerlage (Garrel) geprägt. Zweimal (53./55.) versuchte der Angreifer einzunetzen, zweimal war der junge Schlussmann zur Stelle. Kurz vor der Doppelchance hatte Böhmann drüber geschossen (50.).

Neun Minuten, nachdem Carsten Hackstette eine Ecke von Pascal Looschen an die Latte gelenkt hatte, erhöhten die Gäste verdient auf 2:0. Nach einem Einwurf in den BVG-Strafraum ließ der gerade eingewechselte Frank Waden den Ball geschickt durch auf Jan-Ole Rahenbrock, der einschob (72.).

Doch die Garreler steckten auch nach diesem Rückschlag nicht auf und versuchten noch einmal alles. Steffen Bury brachte fünf frische Spieler in die Partie, mehr als der Treffer zum 1:2 von Mateusz Kolodziejski, den Patrick Looschen hervorragend vorbereitet hatte, sprang in der Schlussphase jedoch nicht heraus.

Tore: 0:1 Lucas Duen (20.), 0:2 Jan-Ole Rahenbrock (72.), 1:2 Mateusz Kolodziejski (90.).

Garrel: Flerlage – Fink (57. Lizenberger), Backhaus, Walker, Pascal Looschen (78. Menke), Sat (78. Boll), Meyer, Patrick Looschen, Wulfing (57. Engelmann), Lazaj (66. Zejnilovic), Kołodziejski.

Thüle: Hackstette – Spirlicenco (80. Höhne), Robert Göken, Thunert (30. Ziemba), Bickschlag, Menzen, Rahenbrock, Metzger, Claas Göken, Böhmann, Duen (71. Waden).

Jubel bei Molbergens Torschützen: Michael Abramczyk (rechts) und Robin Budde nach dessen 3:2-Siegtreffer. Foto: WulfersJubel bei Molbergens Torschützen: Michael Abramczyk (rechts) und Robin Budde nach dessen 3:2-Siegtreffer. Foto: Wulfers

SV Molbergen - SV Peterdorf 3:2 (0:0). Riesenjubel bei Spielern und Fans des SV Molbergen: Mit einer Energieleistung der ganz besonderen Art sicherten sich die Gastgeber einen 3:2 (0:0)-Sieg gegen den spielstarken Aufsteiger SV Peterdorf.

„Wir sind einfach eine geile Truppe“, hatte Molbergens Doppeltorschütze Michael Abramczyk eine höchst einleuchtende Erklärung für den Derbysieg. Dabei deutete lange wenig auf einen Erfolg der Hausherren hin. In der torlosen ersten Halbzeit besaßen die spieltechnisch mit Vorteilen ausgestatteten Gäste ein leichtes Übergewicht, die größte Chance hatten indes die Platzherren. Stefan Langliz scheiterte jedoch an Petersdorfs Schlussmann Silas Tapken (35.).

Nach dem Wechsel ging die Post dann richtig ab. Zunächst verwandelte Samir El-Faid einen von Molbergens Schlussmann German Brozmann an Robert Plichta verursachten Foulelfmeter zum 0:1 (50.). Die Freude der Gäste dauerte gerade einmal vier Minuten, da war Michael Abramczyk zur Stelle und verwertete ein tolles Zuspiel von Matthias Abornik zum 1:1.

Und weiter ging's mit dem munteren Toreschießen. Robert Plichta entwischte den Molberger Innenverteidigern und netzte in typischer Torjägermanier zum 1:2 ein (62.). Freude bei den Gästen, doch die Hausherren setzten dem Glücksgefühl erneut ein – noch – schnelleres Ende. Michael Abramczyk traf mit einem spektakulären Volleyschuss aus 16 Metern zum erneuten Gleichstand (63.).

Und die Gastgeber wollten mehr. Gegen die physisch abbauenden Gäste startete der SVM eine Schlussoffensive, die von Erfolg gekrönt wurde. Nach perfektem Zuspiel von Kristian Westerveld belohnte Robin Budde sein Team. Zuvor war der Molberger Kapitän einige Male am Petersdorfer Schlussmann gescheitert, doch elf Minuten vor Schluss bewies er seine Klasse und ließ dem SVP-Keeper keine Chance. Auch wenn die Gäste alles versuchten, der SVM-Erfolg geriet nicht mehr in Gefahr.

Tore: 0:1 Samir El-Faid (50./FE), 1:1 Michael Abramczyk (54.), 1:2 Robert Plichta (62.), 2:2 Michael Abramczyk (63.), 3:2 Robin Budde (79.)

Molbergen: Brozmann – Ebben, Rahmani, Varga, Stjopkin, Abornik, Westerveld, Budde, Abramczyk (89. Gildenstern), Suleimann (83. Miller), Langliz.

Petersdorf: Tapken – Ly, Tekce, Temin, Schlarmann (38. Fofana), Wierzbicki, Akbulut, El-Faid, Ostendorf, Becovic, Plichtal.

In die Parade gefahren: Jules Louis Capliez (rechts, im Duell Kai Stratmann) erzielte das 1:1 für Altenoythe. Foto: LangoschIn die Parade gefahren: Jules Louis Capliez (rechts, im Duell Kai Stratmann) erzielte das 1:1 für Altenoythe. Foto: Langosch

TuS Emstekerfeld - SV Altenoythe 1:2 (1:0). Es war ein hartes Stück Arbeit für den SV Alten-oythe in seinem ersten Spiel der neuen Saison der Fußballbezirksliga, aber mit einem schwer erkämpften 2:1-Erfolg (0:1) beim TuS Emstekerfeld hielt er sich schadlos.

Dabei hatten die Platzherren eine Stunde lang nicht nur mitgehalten, sondern auch die bessere Mannschaft gestellt. Mit großem Einsatz ließen sie den hoch gehandelten SVA nicht zur Entfaltung kommen. Mehr noch: Der TuS setzte immer wieder Nadelstiche und ging nach einer guten halben Stunde nicht unverdient in Führung. Linus Funke setzte mit blitzgescheitem Anspiel Raphael Wedemeyer in Szene, der freistehend vor Torhüter Julian Sebastiany die Ruhe behielt und überlegt zum 1:0 einschob (32.). Dominik Brendjes hatte unmittelbar vor dem Pausenpfiff noch die Chance zum 2:0, sein Chipball landete aber nur am Pfosten.

Die Gäste taten sich weiterhin schwer, es fehlten die klaren Aktionen, um die Emstekerfelder in Verlegenheit zu bringen. Aber Trainer Luca Scheibel reagierte und sorgte mit Auswechslungen für neuen Schwung. Zur zweiten Halbzeit kam Arek Wojcik als Stabilisator im Mittelfeld, Jules Louis Capliez belebte das Angriffsspiel. Scheibel aber hatte noch mehr nachzulegen. Patryk Cuper (55.) und Michael Wisiorek (58.) kamen beizeiten zwei weitere frische Kräfte. Letzterer sollte auch prompt den Ausgleich vorbereiten. Nach seinem starken Flankenlauf fand er mit seiner Maßflanke Capliez, der zum 1:1 einköpfte (63.). Die Joker hatten gestochen.

Mit diesem Tor drehte sich die Partie. Altenoythe wurde überlegen und mit der ersten Aktion nach der Trinkpause in der zweiten Halbzeit landete Rocco Burys sehenswerter Abschluss zum 2:1 für die Gäste im Tor (74.). Nach diesem Rückstand brauchte der TuS ein wenig, um sich wieder zu sammeln. Die Gastgeber warfen in der Schlussphase alles nach vorn, aber der Ausgleich war ihnen nicht mehr vergönnt. Funke traf mit einem Kopfball nur die Latte (85.).

„Ein Punkt wäre verdient gewesen. Die Leistung war in Ordnung, aber wir stehen immer noch mit null Punkten da“, ärgerte sich TuS-Coach Christian Kellermann. Sein Gegenüber, Luca Scheibel, freute sich über den Sieg: „Unsere breit besetzte Bank hat das Spiel entschieden. Es ist schön, dass wir reagieren können, wenn es mal nicht läuft und nicht darauf hoffen müssen, dass uns irgendwie die Wende gelingt.“

Tore: 1:0 Raphael Wedemeyer (32.), 1:1 Jules Louis Capliez (63.), 1:2 Rocco Bury (74.).

Emstekerfeld: Gaak – Claus, gr. Kohorst, Nöh, K. Stratmann, Wedemeyer (74. N. Stratmann), Schumacher, Wiebe, Brendjes (74. Spils), Backhaus, Funke.

Altenoythe: Sebastiany – Kotyrba (55. P. Cuper), Wichmann, Pfeiffer (58. Wisiorek), Tholen, Bury, Brünemeyer, Butau (46. Wojcik), Fokken (79. D. Cuper), Root (46. Capliez), Banemann.

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