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Die Amasya-Traumreise führt bis ins Finale

Die Lohner haben ihr Bezirkspokal-Halbfinale gegen den TV Bunde verdient mit 3:0 gewonnen. Danach feierten trotzdem beide Teams.

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Fußball Bezirkspokal Amasyaspor Lohne - TV Bunde

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Wenn man einem Zuschauer erst nach dem Schlusspfiff Zugang zum Amasyaspor-Stadion gewährt hätte, dann hätte er vermutlich nicht erkannt, wer die Sieger und wer die Verlierer sind. Mitten auf dem Platz färbten Pyros die Luft gelb, während neben dem Tor Richtung Trainingsplatz rot-weiße Rauchschwaden zu sehen waren. Hier feierten die Bezirksliga-Fußballer von Amasyaspor Lohne mit ihren Fans, dort hüpften und sangen die Akteure des TV Bunde mit der mitgereisten Anhängerschaft. Man musste schon genauer hinsehen, um zu erkennen, dass die völlige Ekstase der Heimmannschaft vergönnt war. Die Lohner sind durch einen verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg vor rund 250 Zuschauern gegen den Meister der Bezirksliga I ins Bezirkspokal-Finale eingezogen.

Kein Wunder, dass danach alle durchdrehten. Vor der Tribüne sah man Trainer Thomas Schmunkamp mehrfach in die Luft fliegen, danach tauchte er leicht durchnässt vor dem Kabinentrakt auf. Er war auch noch unfreiwillig abgeduscht worden. Womit? Das Bier war zu schade, das türkische Nationalgetränk Raki verschüttet man nicht – und so fiel die Wahl auf Sekt.

Völlig runtergekühlt war Thomas Schmunkamp logischerweise trotzdem noch nicht. Er genoss den Moment und sagte: „Das war jetzt ein richtiges Highlight für uns.“ Ihm gefiel die Leidenschaft, die der Bezirksliga-Elfte in die Waagschale warf. Der Spielverlauf kam seinem Team ebenfalls zugute. „Das Tor in der ersten Halbzeit war Gold wert“, so der Coach. Der schnelle Alper Yilmaz hatte es nach einem überragenden Steckpass von Dennis Bart erzielt (43.). Schmunkamp: „Eigentlich wollten wir dann schnell ein zweites nachlegen.“ Das klappte nicht.

Fußball Bezirkspokal Amasyaspor Lohne - TV Bunde
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Fußball Bezirkspokal Amasyaspor Lohne - TV Bunde
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Amasyaspor hatte sich nach einem Bilderbuchkonter schon zum Jubeln bereit gemacht, doch Alper Yilmaz traf nur den Innenpfosten, von dem der Ball zurück ins Feld sprang (62.). Die Erlösung gab es erst in der Schlussphase, als Bundes Keeper Marcel Kayser den Ball ins eigene Tor anstatt über die Latte lenkte (80.). Ahmet Koc setzte nach einer Bart-Flanke später noch das 3:0 oben drauf (90.+2).

Es gab keinerlei Zweifel daran, dass der Lohner Sieg verdient war. Der TV Bunde hatte zwar in vielen Phasen den Ball, aber Amasya arbeitete gut dagegen. Die Gastgeber wirkten entschlossener, bissiger, frischer. Ob das wirklich an den – nach dem Spiel fortgesetzten – Meisterfeierlichkeiten der Bunder lag? Darauf gab es keine Antwort.

Thomas Schmunkamp nahm jedenfalls erfreut zur Kenntnis, dass der Amasyaspor-Plan aufgegangen war. Nach einer anstrengenden Anfangsphase, in der das starke Zentrum mit den Innenverteidigern Markus Weimer und Henning Tönnies sowie „Sechser“ Jannik Gerdesmeyer noch recht viel Arbeit hatte, kam Lohne mit den Offensivbemühungen der Gäste sehr gut zurecht – und setzte selbst Akzente. „Das Chancenplus war auf unserer Seite“, hielt Thomas Schmunkamp treffend fest.

Vor dem 1:0 hatten Bart (21., Torwart lenkt Schuss an die Latte), Weimer (23., Kopfball übers Tor) und Alper Yilmaz (36., Fernschuss) schon gute Möglichkeiten, danach verpassten Firat Tarti (45.+2) und Bart (52.) weitere Chancen. Im Hälfte zwei wurde auch Bunde gefährlicher. Amasya-Torwart Franz Zerhusen hatte erst Glück, dass Eike-Tjark Schmidts Kopfball auf die Latte fiel (55.), danach entschärfte er eine Doppelchance (69.).

Später wurde es gar ein klarer Sieg, für den es faire Bunder Gratulationen gab. Dann wurde gefeiert – das galt für beide. Die nächste Party soll am 11. Juni (Samstag) folgen. Dann steigt in Lohne das große Finale.

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