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DHB verlängert Pause bis zum Jahresende

Online-Staffeltage in der dritthöchsten deutschen Spielklasse: Der Spielbetrieb soll erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Mannschaften zuvor wieder durchgängig trainieren können.

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Pause nach nur drei Spielen: Für Jeppe Villumsen (links) und den TV Cloppenburg ist das Handballjahr 2020 vorbei. Foto: Langosch

Pause nach nur drei Spielen: Für Jeppe Villumsen (links) und den TV Cloppenburg ist das Handballjahr 2020 vorbei. Foto: Langosch

Wie soll es für die Handballer in den 3. Ligen weitergehen? Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte den Spielbetrieb erst einmal bis zum kommenden Sonntag (15. November) ausgesetzt. Dass die Saison 2020/2021 planmäßig fortgeführt und zu Ende gebracht wird, ist angesichts der Coronalage im Land nahezu ausgeschlossen. Daher hat der DHB die Drittligisten zu einem Online-Staffeltag eingeladen und verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Serie modifiziert werden kann. Fakt ist aber, dass der DHB als erstes Ergebnis gestern den Spielbetrieb bis zum Jahresende ausgesetzt hat und eine Fortführung vorerst für das Wochenende 9./10. Januar 2021 ins Auge gefasst hat.

Zu den im Online-Staffeltag unterbreiteten Vorschlägen verschickt der DHB zudem an die Vereine Fragebögen. Bis zum Sonntag haben die Klubs Gelegenheit, diese zu beantworten und dem DHB ihre favorisierte Lösung mitzuteilen. Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes – darüber herrschte bei den Vereinen große Einigkeit – ist, dass zuvor im Dezember durchgängig trainiert werden kann.

In den vier Männerstaffeln mit jeweils 18 Mannschaften – in der Gruppe Nord-West spielt der TV Cloppenburg – gibt es folgende Möglichkeiten:

Drei verschiedene Varianten stehen im Raum

Variante 1: Sollte keine Rückserie möglich sein, würden nach Beendigung der Hinrunde die jeweiligen Staffelsieger die Aufsteiger ermitteln, sofern sie denn für die 2. Bundesliga gemeldet haben. Für alle anderen Mannschaften wäre die Saison beendet, die vier Letztplatzierten einer jeden Staffel würden absteigen.

Variante 2: Nach der Hinrunde werden die Staffeln dreigeteilt. Die Plätze eins bis sechs spielen in einer einfachen Serie die Aufsteiger und Teilnehmer am DHB-Pokal aus, die Plätze sieben bis zwölf bestreiten Platzierungsspiele, die Plätze 13 bis 18 spielen um den Klassenerhalt. Die Ergebnisse der direkt beteiligten Mannschaften in jeder „Untergruppe“ werden mitgenommen, dazu kommen dann die Rückspiele. Die Teams auf den Rängen 15 bis 18 steigen ab.

Variante 3: Nach der Hinrunde wird die Liga zweigeteilt. Die Mannschaften auf den Plätzen elf bis 18 ermitteln die vier Absteiger. Die Duelle des Elften gegen den 18., des Zwölften gegen den 17., des 13. gegen den 16. und des 14. gegen den 15. werden im Modus „Best of three“ ausgetragen. Das heißt, Sieger ist der Verein, der zuerst zwei Spiele gewonnen hat, der Verlierer steigt ab. Der höher platzierte Klub hat im ersten und möglichen dritten Spiel Heimrecht. Die beiden jeweiligen Erstplatzierten – bereits für den DHB-Pokal qualifiziert – spielen in einer Entscheidungsrunde gegen die Topteams der anderen Staffel die Aufsteiger aus. Die Mannschaften auf den Rängen drei bis zehn bestreiten ein Playoff um einen Platz im DHB-Pokal. In Hin- und Rückspiel geht es zunächst in ein „Viertelfinale“ (Platz drei gegen zehn, vier gegen neun, fünf gegen acht, sechs gegen sieben), über Halbfinals und Endspiele sichert sich der Sieger ein Ticket für den Pokal.

Ungewissheit für die Zukunft

„Welche Möglichkeit in Betracht kommt, hängt natürlich davon ab, wie es mit der Pandemie weiterläuft und wann die Hinrunde durch ist“, sagt Christian Bien, kommissarischer Handball-
abteilungsleiter beim TV Cloppenburg. „Ob es realistisch ist, dass wir im Dezember wieder regelmäßig trainieren dürfen, weiß ich nicht. Das wäre aber für alle Mannschaften die Grundvoraussetzung, wenn der Wettbewerb fair bleiben soll. Die Saison aber ganz abzusagen, das ist für uns keine Option.“

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