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DFB-Pokal rückt näher: BW Lohnes furiose sechs Minuten

Der Fußball-Oberligist ist durch ein 4:1 (0:1) beim VfL Oldenburg ins Niedersachsenpokal-Halbfinale eingezogen. Dabei nahm BWL nach der Halbzeitpause richtig Fahrt auf.

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Zwei Tore nach zähem Beginn: Der Lohner Thorsten Tönnies (rechts). Foto: Schikora

Zwei Tore nach zähem Beginn: Der Lohner Thorsten Tönnies (rechts). Foto: Schikora

Der Treffer zum 4:1 war gerade gefallen, da brach es aus einem mitgereisten Lohner Fan heraus: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Ganz so weit ist es zwar noch nicht, aber immerhin sind die Oberliga-Fußballer von BW Lohne ihrem Traum von einer Teilnahme am DFB-Pokal am Mittwochabend einen weiteren Schritt näher gekommen: Mit 4:1 (0:1) setzte sich BWL im Niedersachsenpokal-Viertelfinale beim Staffel-Gefährten VfL Oldenburg durch und ist jetzt nur noch zwei Siege vom Ziel entfernt.

„Wir haben eine überragende zweite Halbzeit gespielt. Das war Tempo-Fußball, das war Einbahnstraßen-Fußball. Die Jungs haben klasse Tore erzielt“, freute sich BWL-Trainer Henning Rießelmann: „Wir haben so eine Energie und so einen Zusammenhalt drin, dass dieser Flow einfach da ist.“

Die Lohner gaben von Beginn an den Takt vor, während die Oldenburger am eher passiven Part Gefallen fanden. Der VfL wirkte im Zweikampfverhalten sehr wach und entschlossen, sodass BWL nur ganz selten dazu kam, sich über mehrere Stationen in den Strafraum durchzukombinieren. Als das erstmals richtig gelang, wurde Aaron Goldmanns Schuss von Oldenburgs Keeper Jannik Schoon mit dem Fuß abgewehrt (8.). Ansonsten kam Lohne zunächst nicht mehr zu ganz großen Chancen.

Schöne Tore und ein Flickflack-Jubel

Auch Oldenburg wurde selten gefährlich, machte dann aber aus einem eigentlich recht harmlosen Vorstoß ein Tor: Ein Freistoß aus rund 45 Metern flog im hohen Bogen in den Strafraum, wo Simon Brinkmann zur umjubelten Oldenburger Führung einköpfte (35.); die Flanke hätte BWL-Keeper Christoph Bollmann durchaus entschärfen können. Um ein Haar wären die Gäste danach durch ein Kopfball-Eigentor von Nico Gereke zum Ausgleich gekommen, doch der Ball flog knapp am Pfosten vorbei (37.). VfL-Kapitän Sven Lameyer hätte kurz vor der Pause gar noch auf 2:0 erhöhen können, er schoss aber aus acht Metern freistehend drüber (42.).

Rießelmann reagierte schon in der Halbzeitpause und stellte vom 4-4-2- auf ein 3-5-2-System um. Für Rilind Neziri kam Leonard Bredol ins Spiel. Der Start in die zweite Hälfte verlief dann ganz nach Lohnes Geschmack: Thorsten Tönnies behauptete den Ball im Strafraum und schoss aus der Drehung mit Unterstützung des Innenpfostens schön zum Ausgleich ein (48.). Ebenso sehenswert war sein anschließender Flickflack-Jubel.

Lohne war nun wieder voll drin und ganz klar am Drücker. Nach einigen vergebenen Chancen platzte der Knoten – und wie: Zuerst stellte Christopher Schepp mit einem Seitfallzieher auf 2:1 (68.), bevor Aaron Goldmann per Foulelfmeter den dritten Treffer nachlegte (71.). Und dann setzte Thorsten Tönnies wenige Augenblicke später auch noch das 4:1 oben drauf (73.). Binnen sechs Minuten war das Spiel nicht nur gedreht, sondern auch entschieden.


Vfl Oldenburg - BW Lohne 1:4 (1:0)

  • Oldenburg: Schoon - Zohrabian, Friedrichs, Gereke, Onnen - Blömer (57. Dwertmann), M. Brinkmann (88. J. Janßen), Lameyer, T. Janßen - de Buhr (75. Remmou), S. Brinkmann (88. Kühlke).
  • Lohne: Bollmann - Wengerowski, Düker (76. Oswald), Oevermann, Westerhoff - Bürkle - Tönnies (81. Selke), Neziri (46. Bredol) - Goldmann - Burke, Schepp (79. Prüne).
  • Tore: 1:0 S. Brinkmann (35.), 1:1 Tönnies (48.), 1:2 Schepp (68.), 1:3 Goldmann (71., Foulelfmeter), 1:4 Tönnies (73.).
  • Zuschauer: 450.
  • Nächstes Spiel: Sonntag (21. Nov., 14.00 Uhr) gegen Spelle-Venhaus.

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