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Derbys stehen auf dem Wunschzettel

Am Samstag erhalten die Frauen des BV Garrel und der SFN Vechta sowie die Männer des TV Cloppenburg endlich Infos, wie die Saison in der 3. Liga aussieht.

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Zurück in der 3. Liga: Melanie Fragge (grünes Trikot, hier im Heimspiel der Saison 2018/2019 gegen den 1. FC Köln) hat mit dem BV Garrel den Abstieg umgehend korrigiert und tritt nun wieder eine Spielklasse höher an. Foto: Langosch

Zurück in der 3. Liga: Melanie Fragge (grünes Trikot, hier im Heimspiel der Saison 2018/2019 gegen den 1. FC Köln) hat mit dem BV Garrel den Abstieg umgehend korrigiert und tritt nun wieder eine Spielklasse höher an. Foto: Langosch

Die Handballmänner des TV Cloppenburg sowie die -frauen des BV Garrel und der SFN Vechta warten gespannt, aber auch mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit auf den Samstag. An diesem 18. Juli wird sich herausstellen, wann die Saison in der 3. Liga beginnen soll und in welchen Staffeln die beiden CLP-Mannschaften antreten werden.

Die Garrelerinnen hatten sich in der Oberliga Nordsee den ersten Platz erobert und sind nach dem coronabedingten Abbruch der Saison 2019/2020 ohne Wenn und Aber wieder aufgestiegen. Die SFN-Frauen lagen zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs in der 3. Liga West auf dem sechsten Rang.  Für die TVC-Männer hatte sich die Frage nach der
3. Liga zu einer Hängepartie entwickelt. Punktgleich mit Spitzenreiter Habenhausen, lagen sie nur wegen des schlechteren Torverhältnisses auf dem zweiten Rang. Über ein Nachrückverfahren aber erhielt die Mannschaft von Trainer Barna-Zsolt Akacsos einen Platz in der 3. Liga.

Am Samstag nun trifft sich die Spielkommission der 3. Liga, angeführt vom Vorsitzenden Horst Keppler, der zudem Spielleiter für die Frauenestaffeln ist, und seinem Stellvertreter, Andreas Tiemann (Spielleiter Männer). In einer Woche, am 18. Juli, tagt die Spielkommission der 3. Liga.

Ungeduld stößt auf Verständnis

Die drängendsten Fragen, die das Gremium beantworten muss, sind: Wann soll die Saison 2020/21 in der 3. Liga starten? Wie wird die Staffeleinteilung sein? Und in welchem Modus soll überhaupt gespielt werden? Für die Planungen der Klubs sind die Auskünfte unerlässlich, schließlich steht die gesamte Planung und Organisation der kommenden Serie an. „Ich kann die Ungeduld verstehen“, sagt Tiemann auf Anfrage des Portals handball-world. „Die Vereine sind dankbar, wenn sie planen können, denn weiter im blauen Dunst leben, geht nicht. Wir haben diverse Pläne und Alternativen erarbeitet und wollen auf der Sitzung möglichst einen Termin finden, an dem wir eine große Wahrscheinlichkeit sehen, dass wir auch starten können.“

"Da jeder Kreis eigene Regelungen treffen kann, haben wir bis zu 72 unterschiedliche Regelungen.“Andreas Tiemann, Spielleiter Männer

Das Problem für die Spielkommission: Anders als die Landesverbände, die nur auf die Corona-Regelungen ihres Gebiets achten müssen, umfasst die 3. Liga das ganze Land. „Wir haben 72 Mannschaften aus 15 Bundesländern“, betont Tiemann. „Das sind nicht nur 15 unterschiedliche Regelungen - da jeder Kreis eigene Regelungen treffen kann, haben wir bis zu 72 unterschiedliche Regelungen.“

Die 3. Liga hat sich bei den 72 Männer und 60 Frauenteams ein Meinungsbild eingeholt. „Die Vereinsumfrage hat bei den Vereinen eine sehr positive Resonanz hervorgerufen“, freut sich Horst Keppler über die hohe Beteiligung von über 90 Prozent.

Die Spielkommission, in der pro Geschlecht auch zwei Vereinsvertreter sitzen, erwägt im Männerbereich verschiedene Modelle, die sich nach dem möglichen Saisonstart richten. Fällt die Entscheidung für einen Start im September, beziehungsweise Oktober dürfte das bewährte Modell mit vier Staffeln zur Anwendung kommen. Da es keinen normalen Pokalwettbewerb gibt, werden Termine frei. Aufgrund der Aufstockung würden 18 statt 16 Mannschaften in jeder Staffel antreten. Bei einem späteren Startschuss im November oder Dezember könnte die Entscheidung für ein Modell von sechs Staffeln mit jeweils zwölf Mannschaften oder acht Staffeln mit je neun Teams fallen. Keppler: „Anschließende Play-Off- bzw. Play-Down-Spiele sind in diesen Fällen natürlich ein Muss.“

Im Frauen-Bereich ist die Kalender-Situation durch die in den Oktober (U18) und Dezember (U20) verlegten Nachwuchs-Weltmeisterschaften angespannter. Daher haben Keppler und Co. verschiedene Spielplanmodelle entwickelt: Von vier Staffeln mit 15 Teams über fünf Staffeln mit je zwölf Teams bis hin zu sechs Staffeln mit je zehn Teams; auch Mischformen mit Play-Off- und Play-Down-Spielen wären denkbar.

„Für uns ist erst einmal wichtig, dass die Saison überhaupt losgeht.“Renee Verschuren, Trainerin beim BV Garrel

Auch, wenn die Spannung bei den beiden Cloppenburger Teams in der dritthöchsten Spielklasse natürlich groß ist, hegen sie keine besonderen Vorstellungen und Wünsche. „Für uns ist erst einmal wichtig, dass die Saison überhaupt losgeht“, meint Renee Verschuren, Trainerin der Garreler Frauen. „Sicherlich wäre es schön, wenn wir Derbys gegen die SFN Vechta, den VfL Oldenburg II und den TV Oyten II hätten, aber wir nehmen es, wie es kommt. Mehr als die Staffeleinteilung interessiert den BVG, wie die neue Saison laufen soll. „Wir brauchen Infos, wann es wieder losgeht, damit wir planen können. Aber in erster Linie haben wir wieder Lust, endlich wieder Handball zu spielen“, sagt Verschuren.

„Es ist ziemlich egal, in welche Staffel wir kommen, es wird überall schwer."Barna-Zsolt Akacsos, Trainer TV Cloppenburg

Ähnlich sieht es Barna-Zsolt Akacsos, Trainer der Cloppenburger Männer: „Es ist ziemlich egal, in welche Staffel wir kommen, es wird überall schwer. Und ob die eine oder andere Staffel stärker oder schwächer sein wird – das kann niemand vorhersagen. Darüber mache ich mir noch keine großen Gedanken.“ Einen kleinen Wunsch hat der 52-Jährige dann aber doch: „Wenn wir zusammen mit dem OHV Aurich und dem ATSV Habenhausen in eine Staffel kämen, wäre es klasse. Diese Derbys locken besonders viele Zuschauer an.“

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