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Der VfL Oythe und seine zwei Gesichter

Volleyballtrainer Zoran Nikolic äußert sich im Zweitliga-Saisonfazit zu Höhen und Tiefen. Fest steht: 2022/23 will er mehr. Zwei Zugänge aus der Ukraine schon da.

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Redebedarf: Trainer Zoran Nikolic und sein Team in einer Auszeit gegen DSHS Köln. Foto: Schikora

Redebedarf: Trainer Zoran Nikolic und sein Team in einer Auszeit gegen DSHS Köln. Foto: Schikora

Ein zweigeteilter Blick auf die verflossene Saison mit Platz zehn – und die Absicht auf eine Verbesserung in der Spielzeit 2022/23: Das sind zwei wesentliche Teile der Bestandsaufnahme von Trainer Zoran Nikolic beim Volleyball-Zweitligisten VfL Oythe. Der 57-jährige Serbe sagt nach dem Ende der Saison und den zwei abschließenden Trainingseinheiten: „Mit der Hinserie bin ich zufrieden, mit der Rückserie unzufrieden.“ Für die neue Saison, die Mitte September beginnen soll und die Nikolic mit dem Vorbereitungsstart am 1. August angehen will, hat der VfL schon zwei Ukrainerinnen verpflichtet.

Ein wesentlicher Grund für den Abwärtstrend nach sehr ordentlicher Hinrunde seien die Auswirkungen der Coronakrise gewesen, so Zoran Nikolic. „Wir wollten nie absagen, immer spielen, teilweise waren wir aber nur acht Spielerinnen“, erläutert er. Es wäre aber aus heutiger Sicht besser gewesen, das eine oder andere Spiel abzusagen. Ausgefallen ist letztlich nur eine Partie beim VCO Münster – und die ist auch nicht nachgeholt, sondern von der Volleyball Bundesliga (VBL) schlussendlich mit 0:3 gegen beide Vereine gewertet worden.

Die ganze Saison stand im Schatten der Pandemie. Zusätzlich fand Zoran Nikolic den Spielplan mit seinen zahlreichen Pausen nicht ideal. Das am vergangenen Wochenende angehängte Spiel Stralsund gegen Sorpesee (3:0) als Nachklapp passt für Nikolic in den unrunden Saisonverlauf. Für sein eigenes Team hat der Coach den sportlichen Tiefpunkt im drittletzten Spiel gegen Absteiger RC Sorpesee (1:3) gesehen: „Das darf nie passieren.“

Lob für gute Rahmenbedingungen und Unterstützung

Als Höhepunkt betrachtet er das 3:2 gegen den VC Essen einen Monat zuvor. Auch das finale 2:3 gegen DSHS Köln mit seinen emotionalen Momenten zählt er zu den Highlights. Zoran Nikolic ist ansonsten mit den Arbeits- und Rahmenbedingungen in Oythe sehr zufrieden. Die Trainingsmöglichkeiten seien sehr gut. Bei allen – vom Klubchef bis zu den Helfern bei den Spielen – habe er großes Engagement erlebt, da habe alles gepasst.

Und der Trainingseinsatz des Teams sei „immer 100-prozentig gewesen, immer mit Vollgas und Spaß“, lobt Nikolic, nur mit der Umsetzung in den Spielen habe es nicht immer geklappt. Nikolic verdeutlicht mit Blick auf seine bevorstehende zweite VfL-Saison, in der er viermal statt dreimal die Woche Training machen möchte: „Platz zehn ist nicht mein Ziel. Auch in dieser Serie war mehr drin.“ Es habe teilweise extreme Schwankungen gegeben – eben „zwei Gesichter der Mannschaft“.

Zoran Nikolic hat zuletzt auch als Trainer der Vierten in der Bezirksklasse ausgeholfen und coacht außerdem – auch in der neuen Saison – die Zweite in der Oberliga, deren Saison noch bis zum 14. Mai läuft. Danach beginnt sein Heimaturlaub in Wien und dann in Serbien. Wobei er immer auch die neue Saison mit Beobachtungen von Spielerinnen im Blick haben wird.

VfL-Verstärkung I: Zuspielerin Tetyana Khyliuk (33). Foto: privatVfL-Verstärkung I: Zuspielerin Tetyana Khyliuk (33). Foto: privat

Zwei Neuzugänge sind schon seit Ende März da: Die Ukrainerinnen Tetyana Khyliuk (33, Zuspiel) und Ksenai Ratii (17, Mittelblock/Hauptangriff) haben durch den Krieg Zuflucht in Vechta gefunden, Ratii mit ihrer Mutter. Beide haben zuletzt beim Volleyballclub Polissya in Zhytomyr (1. Liga) gespielt, wurden schon bei Oythe II eingesetzt und sind echte Verstärkungen. Khyliuk ist Ex-Nationalspielerin, Ratii zurzeit mit der U 21 der Ukraine auf einem Lehrgang in Österreich für die nahende WM-Qualifikation in Polen.

VfL-Verstärkung II: Angreiferin Ksenai Ratii (17). Foto: privatVfL-Verstärkung II: Angreiferin Ksenai Ratii (17). Foto: privat

Weitere VfL-Detailplanungen folgen, wobei schon klar ist, dass Mittelblockerin Sandra Hövels nach einem Auslandssemester in Camarillo/Kalifornien vermutlich erst in der Rückrunde wieder zur Mannschaft stoßen wird.

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