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Der TV Visbek und die Lust auf ein Abenteuer

Die Tennisspielerinnen des TVV fiebern dem Saisonstart in der 2. Bundesliga Nord entgegen. Wann wird gespielt? Wer sind die Neuzugänge? Wie lautet das Saisonziel? Alle Antworten gibt's hier:

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Neun Teams in der 2. Liga Nord: Der TV Visbek und Versmold sind die Aufsteiger. Grafik; von der Heide

Neun Teams in der 2. Liga Nord: Der TV Visbek und Versmold sind die Aufsteiger. Grafik; von der Heide

Die Gruppen sind eingeteilt, der Spielplan steht, der Kader ist komplett – und die Vorfreude auf das Abenteuer steigt immer mehr. Der Tennisverein Visbek, genauer gesagt die 1. Damen-Mannschaft des TVV, startet im Frühjahr erstmals in der 2. Bundesliga Nord. Es wird ein Debüt mit einer extrem engen Taktung – alle acht Spiele sollen im Mai stattfinden.

„Wir sind sehr gespannt, was uns erwartet“, sagt Peter Bahlmann aus dem TVV-Vorstand. Fakt ist: Der Aufstieg in die 2. Liga ist für Visbek der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung auf der roten Asche. Als Vizemeister der Regionalliga Nord-Ost 2020 schaffte Visbek mit Blick auf die Sommer-Spielzeiten den vierten Aufstieg binnen fünf Jahren. „Wir freuen uns riesig auf die 2. Liga. Das wird eine tolle Herausforderung, eine intensive Zeit“, erklärt Visbeks Kapitänin Barbara Schneider.

Da die Zweitliga-Sommersaison 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie komplett ausfallen musste, in den Regionalligen aber gespielt wurde, gab's in der 2. Bundesliga eine Aufstockung von zwölf auf 16 Teams. Aufsteiger in die Nord-Staffel, in die der Deutsche Tennis Bund neun Mannschaften aus Hamburg (1), Berlin (2), Niedersachsen (2) und Nordrhein-Westfalen (4) einsortierte, sind Visbek und der Tennispark Versmold. Neu in der kleineren Süd-Staffel sind der TC SG Heidelberg und der VfL Sindelfingen.

Aus der Nord-Staffel steigen drei Teams ab

Die beiden Meister steigen in die 1. Liga auf. Insgesamt gibt's fünf Absteiger in die Regionalligen, drei im Norden und zwei im Süden. Das Ziel des TVV ist der Klassenerhalt. „Wir hoffen, dass wir mithalten können und am Ende dann auch drin bleiben“, sagt Bahlmann. „Noch sind die Meldelisten der Teams nicht raus, aber uns ist klar, dass es super schwer wird. Drei Absteiger bei neun Teams – das ist hart“, so Barbara Schneider.

Um für die höheren Anforderungen gerüstet zu sein, hat der TV Visbek seinen Kader noch mal aufgestockt – und zwar im Bereich der Spitzenpositionen. „Wir haben uns lange den Kopf zerbrochen, was wir machen“, berichtet Bahlmann. Auf der einen Seite sollte es ein spürbares Upgrade für das Kollektiv geben, auf der anderen Seite sollten die Veränderungen aber auch so moderat wie möglich sein. Bahlmann formuliert es so: „Uns war klar, dass wir uns verstärken müssen, wenn wir eine Chance in der 2. Liga haben wollen. Aber wir wollten auch nicht alles auf den Kopf stellen.“

Der TVV holte zwei neue Spielerinnen für die Positionen eins und drei – und zwar keine Profis aus Osteuropa, sondern Spielerinnen aus Baden-Württemberg bzw. NRW.  Natalia Siedliska (25), in der DTB-Damen-Rangliste auf Platz 28 geführt, kommt aus Heidelberg zum Nord-Aufsteiger und löst Julia Middendorf als Visbeks Nummer eins ab. Hinter der 18 Jahre alten Dinklagerin, Nummer 40 im DTB-Ranking, wird der zweite TVV-Zugang die Position drei einnehmen – gemeint ist Chiara Tomasetti (23/DTB-Nr. 51), die bislang für den TC Grün-Gold Bensberg spielte.

Es folgen die bewährten Kräfte Shaline Pipa, Eva Siska (Einsätze wegen Studium in den USA noch offen), Marie-Charlot Lonnemann, die Niederländerin Annelou Nab, Lola Glantz, die 17-jährige Leonie Möller aus Nordhorn, die bereits für die ausgefallene Winterserie geholt worden war, Merle Herold, Hanna Fangmann, Theresa Stukenborg, Iris Schwärter sowie Barbara Schneider.

„Ich denke, wir sind gut aufgestellt“, sagt Bahlmann mit Blick auf den Kader, der bis zum 15. März endgültig gemeldet werden muss. „Wir haben gemacht, was möglich war. Ich glaube, wir haben ein gutes Paket“, ergänzt Barbara Schneider.


TV Visbek in der 2. Bundesliga

  • Termine der Heimspiele: TP Versmold (2. Mai), TC SCC Berlin (9. Mai), DTV Hannover (16. Mai), Bayer Leverkusen (28. Mai).
  • Termine der Auswärtsspiele: TC Union Münster (7. Mai), Bielefelder TC (13. Mai), Club an der Alster (22. Mai), TC Blau-Weiß Berlin (30. Mai).

Saisonstart ist am 2. Mai mit einem Spiel gegen Versmold. Die vier Heim- und vier Auswärtspartien wechseln sich ab. Im Mai geht's Schlag auf Schlag. Viermal wird sonntags gespielt, zweimal am Freitag, dazu an Himmelfahrt, am Pfingstsamstag sowie am Pfingstmontag, an dem Visbek spielfrei hat. Glück für den TVV: Es geht nur einmal nach Berlin, der zweite Berliner Klub reist ebenso nach Visbek wie Leverkusen.

Der genaue Ablauf an Spieltagen und die Corona-Auflagen sind noch offen. Bahlmann hofft, dass es bald Klarheit gibt. Bei der Anzahl der Partien geht Barbara Schneider davon aus, dass es wie immer sechs Einzel und drei Doppel gibt.

Und die Kosten? Visbeks Gesamtetat beträgt knapp 20 000 Euro. Bahlmann und der TVV-Vorsitzende Jürgen Fangmann legen Wert auf die Feststellung, dass das ausgegliederte Budget für das Zweitliga-Team komplett durch Sponsoren gedeckt ist. „Der Gesamtverein wird nicht belastet“, sagt Fangmann.

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