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Der Mann, der sich um den Molberger Fußball-Nachwuchs kümmert

Michael Wulfers ist beim SVM seit vielen Jahren nicht nur Trainer, sondern auch Jugendobmann. Vom Landesverband wurde der 30-Jährige für seine ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet.

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Engagiert: Molbergens Jugendobmann Michael Wulfers. Foto: Bettenstaedt

Engagiert: Molbergens Jugendobmann Michael Wulfers. Foto: Bettenstaedt

Michael Wulfers und der SV Molbergen. Diese Fußballehe besteht nun schon seit fast genau einem Vierteljahrhundert. „Mit vier Jahren habe ich meinen Spielerpass bekommen“, sagt Wulfers, der gerade 30 geworden ist. Doch es ist nicht eine fulminante Karriere auf dem Platz, mit der sich Wulfers einen Namen beim SVM gemacht hat – es ist sein beeindruckendes Engagement im Nachwuchsbereich des Klubs. Darauf wurde nun auch der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) aufmerksam, der ihn mit dem Ehrenamtspreis „Fußballheld“ auszeichnete.

Doch zunächst ein Blick zurück. Michael Wulfers war 15 Jahre alt, als er seine ersten Erfahrungen als Trainer sammelte. Papa Günter – damals Coach der Molberger F-Junioren – hatte ihn um Unterstützung gebeten. In dem Team kickte einst auch sein kleiner Bruder Jan. Michael Wulfers kam mit – und blieb dabei. „Mir hat es sofort Spaß gemacht, mit den Kleinen zu trainieren.“

2011 – Wulfers war inzwischen 19 – übernahm er gemeinsam mit Kumpel Hendrik Burke seine erste eigene Mannschaft: die D-Junioren des SVM. Diese Truppe sollte das Duo sechs Jahre lang, also bis zur A-Jugend, betreuen. Die ganz großen Erfolge blieben in dieser Zeit zwar aus, mehrere Vizetitel auf Kreisebene sind dennoch beachtlich. Nebenbei durchlief er noch sämtliche Jugendmannschaften, hilft seit einem Kreuzbandriss mittlerweile aber nur noch sporadisch bei den 2. Herren aus.

Seit vielen Jahren Jugendcoach: Aktuell trainiert Michael Wulfers (Mitte) die C-Junioren der JSG MolbergenPeheimErmke in der Kreisliga Cloppenburg. Foto: BettenstaedtSeit vielen Jahren Jugendcoach: Aktuell trainiert Michael Wulfers (Mitte) die C-Junioren der JSG Molbergen/Peheim/Ermke in der Kreisliga Cloppenburg. Foto: Bettenstaedt

Doch die diversen Trainerjobs – Michael Wulfers war parallel teilweise für zwei Teams verantwortlich – reichten ihm ganz offensichtlich nicht. Er trat in den Jugendvorstand ein und schlüpfte einige Zeit später in die Rolle des Jugendobmanns. Da war er 24 Jahre alt. „Der damalige Obmann wollte nicht mehr weitermachen. Ich habe mich um die Aufgabe nicht gerissen, dann aber doch zugesagt.“

Aktuell ist er für insgesamt zehn Jugendmannschaften verantwortlich, koordiniert den Trainings- und Spielbetrieb, vertritt die Interessen der Jugend bei Vorstandsitzungen und repräsentiert den Klub nach außen. Zudem trainiert er die C-Junioren der JSG Molbergen/Peheim/Ermke in der Kreisliga Cloppenburg.

Über sein großes Hobby, den Fußball, hat der gelernte Informatikkaufmann vor einiger Zeit sogar zu seinem Traumjob gefunden – und der hat mit Computern kaum etwas zu tun. Aufgrund seiner Arbeit mit den jungen Kickern beim SV Molbergen dachte er irgendwann, dass der Beruf des Lehrers etwas für ihn sein könnte. „Ich habe gemerkt, dass es mir großen Spaß macht, den Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen und ich ganz gut bei ihnen ankomme. Wichtig ist mir in diesen Zusammenhang vor allem, dass ich ihnen auf Augenhöhe begegne.“

„Ich werde so oft es geht bei den Spielen meiner Mannschaft sein"Michael Wulfers

Michael Wulfers machte Nägel mit Köpfen. An der Universität Vechta begann er ein Lehramtsstudium in Mathe und Politik, machte im vergangenen September seinen Master und beginnt in diesen Tagen sein Referendariat an einer Oberschule in Apensen bei Stade (rund 50 Kilometer westlich von Hamburg). Zwar ist durch den Referendariatsplatz beruflich ein Traum in Erfüllung gegangen, auf der anderen Seite hat dies natürlich auch Auswirkungen auf seinen Job als Jugendobmann und C-Jugend-Coach in Molbergen.

Das heißt allerdings keineswegs, dass die Fußballehe zwischen Michael Wulfers und dem SVM kurz vor der Scheidung steht. „Ich werde so oft es geht bei den Spielen meiner Mannschaft sein und meine Aufgaben als Obmann in enger Absprache mit Stefan Willenborg aus dem Vorstand so gut es geht von Stade aus erfüllen.“

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