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Der Countdown für München läuft

Für die Basketballer von Rasta Vechta geht's am 8. November beim BBL-Schwergewicht los.

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Das angeschlagene Trio: Dennis Clifford, Philipp Herkenhoff und Josh Young (von links), hier beim Pokalspiel gegen Göttingen, sollen ab Montag ins Teamtraining zurückkehren. Foto: Schikora

Das angeschlagene Trio: Dennis Clifford, Philipp Herkenhoff und Josh Young (von links), hier beim Pokalspiel gegen Göttingen, sollen ab Montag ins Teamtraining zurückkehren. Foto: Schikora

Die Saisonvorbereitung neigt sich dem Ende entgegen, das erste Liga-Spiel rückt näher: Für die Basketballer von Rasta Vechta läuft der Countdown für die fünfte Spielzeit in der 1. Bundesliga. „Ab Montag bereiten wir uns gezielt auf München vor, die ganze Trainingswoche ist dann auf den Sonntag ausgerichtet“, sagte Rasta-Coach Thomas Päch am Samstagmittag nach dem Ende einer „sehr intensiven Woche“. Am kommenden Sonntag (8. November, 18.00 Uhr) startet Rasta mit einem Auswärtsspiel beim BBL-Schwergewicht Bayern München in die neue Serie.

Rasta kehrt also zum Saisonauftakt dorthin zurück, wo vor knapp fünf Monaten Vechtas Serie 2019/20 zu Ende gegangen war. Damals, am 16. Juni, war's beim BBL-Finalturnier im Audi-Dome in München das Spiel um Platz neun gegen die Crailsheim Merlins, das Rasta mit 95:66 gewann. Nun gibt's ein typisches David-gegen-Goliath-Duell. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Päch vor dem Kräftemessen mit dem Luxuskader von der Isar.

Eigentlich hätte Rasta Vechta am Samstagabend noch ein letztes Testspiel bei den Hamburg Towers absolvieren wollen, doch angesichts der Verletzungen von Josh Young, Dennis Clifford und Philipp Herkenhoff sagte Päch die Generalprobe ab. „Natürlich hätten wir irgendwie mit sieben oder acht Mann durchpowern können, aber dann wären wir mit Problemen in die Saison gegangen“, sagte Päch, dessen Team im Pokal einen Sieg gegen Gießen (99:85) und zwei Niederlagen gegen Göttingen (87:99) und Frankfurt (80:89) verbucht hatte. „Der Pokal hat uns ein gutes Bild gegeben“, so der Coach.

Saisonstart verschieben? Niemeyer hält nichts davon

So wurde die Woche genutzt, um neben diversen Feinjustierungen auch konditionell noch mal nachzulegen; vor allem Jean Salumu und Björn Rohwer hatten nach ihrer Zwangspause vor dem Pokal etwas nachzuholen. „Alle haben sehr gut gearbeitet“, so Päch. Von Dienstag bis Freitag wurde täglich zweimal trainiert, gefolgt von einer Einheit am Samstagvormittag. Danach gab's für alle anderthalb Tage frei.

Young und Clifford, die im Pokalspiel gegen Göttingen umgeknickt waren, trainierten unter der Woche nur individuell mit Athletikcoach Andreas Finsinger. Gleiches galt für Herkenhoff (Sehnenreizung in der Fußsohle). Ab Montag soll das Trio dann nach und nach wieder ins Teamtraining einsteigen. „So ist jedenfalls der Plan“, sagte Päch.

Apropos Plan: Gunnar Wöbke, Geschäftsführer der Skyliners Frankfurt, regte am Samstag an, den Saisonstart aufgrund der „explodierenden Coronazahlen“ nach hinten zu verschieben – und zwar „mal mindestens um vier Wochen“, sagte der 53-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Oberste Prämisse sei es, „dass wir es in der kommenden Saison schaffen, alle Spiele zu spielen. Aber es wäre auch sinnvoll, wenn wir mit Zuschauern oder zumindest teilweise mit Publikum spielen können.“ Im November sind nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschluss keine Zuschauer erlaubt.

Und was hält Rastas Klubchef Stefan Niemeyer von der Idee, den Saisonstart nach hinten zu verschieben? „Überhaupt nichts“, sagte er: „Was soll das denn bringen? Glaubt er etwa, dass in vier Wochen alles besser ist? Es gibt dafür keine Garantie. Und sind wir doch mal realistisch: Wir müssen vielleicht damit leben, dass es auch im März noch regional, vielleicht sogar bundesweit keine Zuschauer gibt. Der Profisport hat jetzt grünes Licht bekommen, dass wir spielen können. Das ist erst mal gut, und das sollten wir auch tun. Klar ist es bitter, dass keine Fans dabei sind. Aber wir sollten jetzt anfangen, um zumindest die Sponsoren bedienen zu können.“

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