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Das war's: Punktspielsaison ist für Vechta und Garrel beendet

Laut DHB-Spielleiter Horst Keppler ist eine Fortsetzung der Spielzeit in der 3. Handball-Liga „vom Tisch“. Absteiger wird es nicht geben, Aufsteiger schon.

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Das einzige Heimspiel der Saison um Punkte: Der BV Garrel (von links: Melanie Fragge, Johanne Fette und Lotta Stolle) in der Partie gegen Borussia Dortmund II am 17. Oktober.  Foto: Langosch

Das einzige Heimspiel der Saison um Punkte: Der BV Garrel (von links: Melanie Fragge, Johanne Fette und Lotta Stolle) in der Partie gegen Borussia Dortmund II am 17. Oktober.  Foto: Langosch

Die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta und vom BV Garrel werden in dieser Saison kein Punktspiel mehr bestreiten – die Corona-Spielzeit 2020/21 kann zumindest in ihrer bislang geplanten Form nicht zu Ende gespielt werden. Das teilte Spielleiter Horst Keppler vom Deutschen Handballbund (DHB) am Donnerstag auf Nachfrage mit. Tags zuvor hatte Keppler mit den Vertretern der 59 Frauen-Drittligisten in einer Videokonferenz über die aktuelle Lage beraten.

Das Ergebnis: Bereits vor der Bund-Länder-Konferenz der Politik am 25. Januar, auf der über eine Verlängerung des Lockdowns beraten wird, steht für Keppler fest, dass selbst der Notplan, statt Hin- und Rückrunde nur eine einfache Runde mit anschließenden Playoffs/Playdowns zu spielen, nicht mehr durchführbar ist. „Das ist für die Frauen vom Tisch“, sagt Keppler.

Grund ist die Termin-Not. In der 3. Liga haben die meisten Teams erst ein oder zwei Spiele absolviert, der VfL Oldenburg II nach einer Spielannullierung noch gar keins. Verschärft wird die Situation durch die parallel stattfindende Jugend-Bundesliga. „Von den 16 Teams in der Zwischenrunde sind zwölf Drittligisten“, erklärt Keppler. „Und bei einem Vorlauf von vier Wochen könnten wir frühestens Anfang, Mitte März wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Das ist nicht zu schaffen.“ Bislang ist der Spielbetrieb bis zum 28. Februar ausgesetzt.

Derzeit ohne Beschäftigung: Torfrau Neza Curk von SFN Vechta. Foto: SchikoraDerzeit ohne Beschäftigung: Torfrau Neza Curk von SFN Vechta. Foto: Schikora

So geht es jetzt weiter:

Keine Absteiger: Absteiger soll es nicht geben. Nicht nur bei den mit zwei Niederlagen gestarteten Damen von SFN Vechta sorgte das für Erleichterung: „Das nimmt den Druck aus dem Kessel. Alle Vereine sind froh, dass eine solche Lösung angestrebt wird“, sagte Abteilungsleiter Jörn Borchardt. Aufsteiger aus den Oberligen sollen aber aufgenommen werden. Die 3. Liga würde dann aufgestockt.

Aufstiegsspiele: Die maximal drei Aufsteiger zur 2. Liga sollen in Aufstiegsspielen über alle Staffeln hinweg ermittelt werden. Aufstiegswillige Vereine müssen bis zum 15. April eine Zweitliga-Lizenz beantragen.

Liga-Cup: Als Alternative zum Punktspielbetrieb soll ein „Liga-Cup“ organisiert werden. Dabei können unter geografischen Gesichtspunkten Staffeln von fünf bis sieben Teams gebildet werden. Das Spielsystem hängt dabei von der Teilnehmerzahl ab. Sportlich wäre der Liga-Cup bedeutungslos. Denn anders als bei den Männern, die in diesem auch „Corona-Pokal“ genannten Wettbewerb Plätze im DHB-Pokal ergattern können, fehlt dieser sportliche Anreiz bei den Frauen. Das sehe die Spielordnung nicht vor, erläuterte Staffelleiter Keppler während der Konferenz.

Corona-Tests: Egal, in welcher Form der Spielbetrieb weitergeht – der DHB will, dass künftig jede Mannschaft vor jedem Spiel Schnelltests durchführt. Details werden noch festgelegt. Die Kosten werden auf fünf bis zehn Euro pro Test beziffert – eine Belastung für die Vereine. Jörn Borchardt glaubt dennoch: „Schnelltests sind die einzige Möglichkeit, die finanzierbar wäre.“ Laut DHB gilt das Testkonzept „vermutlich“ auch für die Saison 2021/22. Auch FFP2-Masken sollen künftig für alle Teams Pflicht sein. Der BV Garrel lehnt die Einführung von verpflichtenden Schnelltests ab. „Diese Kosten können wir nicht stemmen“, sagt Jonas Kettmann aus dem Teammanagement. Vielmehr stellt sich der BV Garrel vor, eine inoffizielle Runde mit Freundschaftsspielen gegen Mannschaften aus der Region (etwa VfL Oldenburg II, TV Oyten II, SFN Vechta, Ibbenbürener Spvgg.) auszutragen, um wieder in einen Wettkampfmodus zu kommen. Voraussetzung ist natürlich, dass die politischen Rahmenbedingungen Mannschaftstraining und Spiele zulassen.

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