Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Das Ende der Selbstverständlichkeit

Die Fans zurück in die Halle zu holen, ist ein zähes Ringen. Diese Erfahrung macht Rasta Vechta gerade.

Artikel teilen:

Hier ein Posting bei Instagram und Facebook, dort eine Video-Botschaft vom Kapitän. Hier noch ein Newsletter, dort eine Mail – Rasta Vechta hat in den vergangenen Tagen ordentlich die Werbetrommel gerührt. Besser gesagt: rühren müssen. Die Fans zurück in die Halle zu holen, war ein zähes Ringen. Und das, obwohl die maximale Auslastung der Arena gerade bei 1500 Zuschauern liegt. Aktuell gilt für Rasta: Schluss mit der Selbstverständlichkeit.

Bereits vor anderthalb Wochen gab es erste Hinweise in diese Richtung. Zum Testspiel gegen Bremerhaven kamen 767 Fans. Eine ordentliche Kulisse für einen Dienstagabend, keine Frage. Aber halt auch die zweitschwächste Zuschauerzahl bei einem öffentlichen Test in den letzten acht Jahren – und gerade mal 50 Prozent der zuvor mühsam erhöhten Kapazität. Die Kulisse beim Liga-Start gegen Rostock mit 1216 Zuschauern konnte sich in Zeiten von Corona auch sehen lassen, aber der Weg dorthin war für Rasta, das jahrelang keine Werbung für seine Heimspiele nötig hatte, so steinig wie lange nicht mehr.

Eine Entwicklung, die Fragen aufwirft. Liegt's an den Inhabern der 2400 Dauerkarten, die sich auf einmal aktiv im Online-Shop um Tickets bemühen mussten? Liegt's an 2G, also an der Tatsache, dass negativ Getestete als Kundschaft wegfallen? Sind's Spätfolgen der völlig verkorksten Saison 2020/21? Sportlicher Erfolg ist schließlich die beste Werbung. Liegt's einfach nur an der Vorsicht der Menschen in Pandemie-Zeiten? Oder doch an den schwachen Testspielen, in denen nicht gerade Vorfreude geschürt wurde? Liegt's an der fehlenden Identifikation nach anderthalb Jahren der Abstinenz? Gibt es gar eine gewisse Entwöhnung nach 20 Geisterspielen? Oder liegt's vielleicht auch daran, dass Rasta seine Erstliga-Preise einfach mit in die 2. Liga genommen hat?

Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem. Fakt ist: Rasta Vechta hat zu kämpfen – nicht nur auf dem Parkett.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Das Ende der Selbstverständlichkeit - OM online