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Das eigene Maximum ist die Herausforderung

Mehr Außenseiter geht nicht: Rasta Vechta startet am Sonntag bei Bayern München in die neue Bundesliga-Saison. Philipp Herkenhoff wurde erneut für die Nationalmannschaft nominiert.

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Jetzt geht's los: Rasta Vechtas neuer Spielmacher Stefan Peno (links), hier im Pokal gegen die BG Göttingen. Foto: Schikora

Jetzt geht's los: Rasta Vechtas neuer Spielmacher Stefan Peno (links), hier im Pokal gegen die BG Göttingen. Foto: Schikora

Déjà-vu-Erlebnis für Rasta Vechta: Für die heimischen Basketballer beginnt die neue Bundesliga-Saison dort, wo die alte aufgehört hat. In München, im Audi-Dome, und es ist wieder ein Spiel ohne Zuschauer. Aber: Rastas Gegner heißt nicht Crailsheim, so wie am 16. Juni im Spiel um Platz neun des Finalturniers 2020, sondern FC Bayern München. Mit dem ungleichen Duell beim Titelanwärter startet Rasta am Sonntag um 18.00 Uhr in seine fünfte BBL-Serie.

„Wenn man als kleines Team bei den Bayern antritt, hat man nichts zu verlieren. Es hilft, wenn man ohne Druck spielen kann“, sagt Rastas Trainer Thomas Päch. Er gibt sich allerdings keinen Illusionen hin: „Wenn die Bayern ihre Leistung zeigen, haben wir keine Chance.“ Kein Zweifel: Der krasse Underdog spekuliert ein bisschen darauf, dass die Bayern bei ihrem strapaziösen Spagat zwischen EuroLeague und BBL nicht die komplette Power aufs nationale Parkett bringen. Eine vage Hoffnung. „Es ist fast egal, wer bei den Bayern pausiert und wer spielt. Sie haben einen unglaublich starken, tiefen Kader“, sagt Päch über das neuformierte Starensemble von der Isar, das am Freitagabend noch gegen Roter Stern Belgrad ran muss.

Neun ausländische Topspieler hat München im Kader: Ex-Rasta-Guard T.J. Bray, Vladimir Lucic, Zan Mark Sisko und Diego Flaccadori, die bereits in der enttäuschenden, weil titellosen Vorsaison da waren, bekamen Verstärkung durch die fünf Amerikaner Wade Baldwin, Nick Weiler-Babb, JaJuan Johnson, Malcolm Thomas und Jalen Reynolds. Drei Spieler aus dieser illustren Import-Riege müssen für ein BBL-Spiel aus dem Kader gestrichen werden – ein Luxusproblem für den neuen Coach Andrea Trinchieri.

Josh Young freut sich auf Wiedersehen mit T.J. Bray

Das weiß auch Josh Young: „Wir müssen verstehen, dass wir gegen ein aggressives EuroLeague-Team spielen werden.“ Rastas Kapitän hat auf jeden Fall große Lust darauf: „Man will sich doch immer mit den Besten messen.“ Der Plan? „Wir müssen uns auf uns fokussieren.“ Ähnlich sieht es sein Coach. „Unser Ziel ist es, eine konzentrierte Leistung zu zeigen, einen couragierten Auftritt. Wir wollen unser Bestes geben, das ist die Herausforderung für uns“, sagt Päch, der vor 13 Monaten als Coach der Telekom Baskets Bonn eine Pokal-Sensation in München schaffte (85:84).

Young freut sich vor allem auf das Wiedersehen mit dem alten Spezi Bray. Anfang Januar, als sich Rasta und München letztmals duellierten (in Vechta), befand sich Bray noch im Aufbautraining nach seiner langen Verletzungspause. „T.J. war einer der besten Teamkollegen in meiner Karriere. Es wird ein harter Fight, aber nach dem Spiel sind wir wieder Freunde“, so Young. Und vielleicht geht's beim Smalltalk am Rande auch um Brays Rolle im Team. Denn: Er hat's schwer unter Trinchieri. Bray gehört aktuell eher zum Team 1b für nationale Aufgaben. In Zahlen: In den zwei Pokalpartien spielte er insgesamt 47:50 Minuten und damit mehr als in sechs EuroLeague-Spielen zusammen (43:13).

Zurück zu Rasta. Die Trainingswoche war „gut, aber nicht optimal“, so Päch. Die zuletzt angeschlagenen Young und Dennis Clifford stiegen erst am Mittwochabend ins Teamtraining ein. Philipp Herkenhoff war noch nicht so weit. „Es wird aber besser, die Schmerzen im Fuß lassen nach“, sagt Päch. Zwischen den Zeilen klingt durch, dass es mit einem Einsatz in München eng werden könnte.

Herkenhoff wurde indes am Donnerstag von Bundestrainer Henrik Rödl in den Gesamtkader für die EM-Qualifikationsspiele am 27. und 29. November in Pau gegen Montenegro und Gastgeber Frankreich nominiert. Rödl berief 18 Spieler, 13 fahren mit nach Pau.

Trotz der Hindernisse in der Trainingswoche ist Stefan Peno guter Dinge. „Wir haben uns in den zwei Wochen nach dem Pokal verbessert“, sagt der neue Rasta-Guard. Er fiebert dem Liga-Start entgegen: „Wir haben lange darauf hingearbeitet, ein Spiel zu haben.“ Am Samstag um 8.30 Uhr bricht Rasta gen Süden auf. Im Leonardo Royal Hotel nahe des Olympiaparks wird übernachtet. So wie beim Finalturnier. Noch so ein Déjà-vu.

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